Spielszene SVW-Ingolstadt Saison 20/21. Bild: Alfio Marino
Noch eine Rechnung offen ++ SV Waldhof empfängt den KFC Uerdingen
Waldhof Mannheim | erstellt am Do. 20.05.2021
Jenseits von Gut und Böse steht der SV Waldhof, der mit 51 Punkten den achten Platz einnimmt und im ungünstigsten Fall noch bis auf den zwölften Rang abrutschen kann.
Nach oben geht aufgrund von drei Punkten Rückstand und der um 16 Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Tabellensiebten SC Verl nichts mehr. Die letzte Saison schloss der SVW als Neunter ab und kann sich demnach um einen Platz verbessern, wenn ein Dreier gelingt. Von sehr großer Bedeutung ist das Spiel im Carl-Benz-Stadion (live um 13.30 Uhr im WDR-Fernsehen) aber für den Gast KFC Uerdingen. Um aus eigener Kraft die Liga zu halten, benötigen die Krefelder zumindest ein Unentschieden.
Fast die gleiche Situation hatte Waldhof schon im Vorjahr. Vor knapp 12 Monaten ermauerte der FSV Zwickau ein 0:0 in Mannheim und blieb aufgrund der besseren Tordifferenz in der Liga. Leidtragender war seinerzeit Patrick Glöckner und sein damaliger Verein Chemnitzer FC. Daher erinnerte Glöckner in der Spieltagspressekonferenz auch gleich an den Fair-Play-Gedanken. Abschenken soll seine Mannschaft doch bitteschön nichts und er erinnerte diesbezüglich an die Provokation von Uerdingens Interimscoach Jürgen Press, der vor einer Woche meinte: „Waldhof hat nicht die Klasse von Magdeburg.“ Mehr Motivation dürfte bei Waldhof nicht gehen.
„Ich habe die Aussage mal in die Kabine gehängt“, war auch Glöckner nicht erfreut über so viel Überheblichkeit des Gegners. Und dann ist ja auch noch das Skandalspiel in der Aufstiegsrelegation, welches beim Stand von 1:2 vor drei Jahren abgebrochen wurde. Die Spieler wüssten Bescheid, dass da noch eine Rechnung offen sei, erinnerte Glöckner an eine der dunkelsten Stunden in der jüngeren Waldhof-Vergangenheit. Also werde man mit 100 Prozent in das Spiel gehen.
Uerdingen, welches mit 37 Toren die zweitschwächste Offensive der Liga stellt, ist „durch seine Umschaltmomente sehr gefährlich“, erinnerte Glöckner an die Vorwoche, als Uerdingen gegen dominante Magdeburger glücklich mit 1:0 gewann. Parallel dazu nutzte auch der SVW seine erste Chance nach 66 Minuten zum Siegtor in Verl.
Auch wenn in einer Woche noch das Finale um den Badischen Pokal ansteht, will Glöckner nicht viel rotieren. „Es werden nicht fünf neue Spieler aufgestellt, sondern im Großen und Ganzen die Stammelf auflaufen.“ Auf Jan Hendrik Marx kann Glöckner nach Verbüßung seiner Rotsperre wieder zurückgreifen, ein Einsatz von Marco Schuster sei dagegen sehr unwahrscheinlich.
Eine Verabschiedung von Spielern wie Schuster vor dem Anpfiff wird es nicht geben, die Blumensträuße werden zu einem späteren Zeitpunkt verteilt. So bleibt auch am Samstag offen, wer im nächsten Jahr noch das Waldhof-Trikot trägt und wer nicht.
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