32.Spieltag, SV Waldhof Mannheim vs TSG Hoffenheim II: Kushtrim Asallari, (SVW, #20) wird von Yannis Hör, (TSG Hoffenheim II, #16) im Zweikampf gehalten. IMAGO/Herrmann Agenturfotografie
Spätes Glück für den SV Waldhof – 1:1 Remis gegen die TSG Hoffenheim II
3. Liga | erstellt am Mi. 08.04.2026
sport-kurier. Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. So heißt es immer. In der Regel geht es aber immer länger. Am Dienstagabend zum Glück für den SV Waldhof Mannheim, denn die „Buwe“ jubelten extrem spät zumindest noch über einen Punkt im Nachbarschaftsduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim II. Nach einer umkämpften Partie trennten sich beide Drittligisten im Mannheimer Carl-Benz-Stadion mit einem 1:1 Remis. Die Gäste waren mit einer 1:0 Führung in die Pause gegangen.
Wenn man die erste Halbzeit betrachtete war der Vorsprung sicher nicht unverdient, weil es „Hoffe“ einfach gut und stabil gemacht hat – und noch dazu extrem effizient war. Die Kraichgauer führten, obwohl sie nur eine einzige Torchance hatten. Nach einer Ecke, die direkt vor der stimmungsvollen Otto-Siffling-Tribüne ausgeführt wurde, war Luis Engelns mit dem Kopf zur Stelle. Er behielt den Überblick und netzte aus rund 11 Metern ein, da konnte Mannheims Torsteher Thijmen Nijhuis noch so spektakulär fliegen, gegen diesen überlegten Kopfball zum 0:1 war kein Kraut gewachsen.
Eingeschlagen ist er in der 19. Minute. Dies war ein Zeitpunkt, zu dem die Hausherren selbst schon hätten führen können. Zunächst scheiterte Kushtrim Asallari nach 8 Minuten freistehend. Aus etwa 10 Metern wollte es der Außenangreifer zu genau machen und zielte flach vorbei. In der 11. Minute war Stürmer Felix Lohkemper dran, fand aber in Hoffenheims Torwart Yannick Onohiol seinen Meister. In der 26. Spielminute war er schließlich abermals Asallari, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte, den Torhüter bereits ausgeschaut hatte, aber noch von Yannik Lührs gestoppt wurde. Der große Innenverteidiger der Hoffenheimer klärte artistisch auf der Linie.
So ging es mit einem Rückstand für die Blauschwarzen in die Pause. Da es danach auf die Otto-Siffling-Tribüne zuging, hofften die Zuschauer jetzt auf einen Sturmlauf. Der blieb anfangs aber aus, denn die TSG verteidigte es geschickt. Erst ein Wechsel, den Waldhof Coach Luc Holtz vornahm, brachte sie zusehends ins Wanken. Der Luxemburger brachte in der 58. Minute Diego Michel für Terrence Boyd. Somit kam ein Spielgestalter für einen Brecher und das sollte sich auszahlen. Hoffenheim kam jetzt gar nicht mehr hinten raus und sah sich mit einigen Großchancen der Mannheimer konfrontiert, hielt aber Stand – bis es in der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich gekommen ist.
Vincent Thill, der ebenfalls eingewechselt wurde, fasste sich ein Herz und erzielte in der 3. Minute der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich. Rund eine Minute später lief schließlich sogar noch Asallari alleine auf das Tor der Gäste zu, der Winkel war aber recht spitz und er scheiterte.
Holtz analysierte: „Das Abwehrverhalten beim 0:1 war nicht gut. Aber ich finde, dass die Jungs mit dem Ball sehr viel Gutes gemacht haben. Zum Glück haben wir das Tor noch gemacht, sonst hätte ich eine sehr schlechte Nacht gehabt.“ Stefan Kleineheismann, der die Hoffenheimer coacht, betonte: Wenn man den späten Ausgleich kassiert, fühlt es sich natürlich gerade nicht so gut an. Dennoch muss man sagen, dass der Punkt auf jeden Fall verdient ist. Waldhof hat ein starkes Spiel gemacht.
Waldhof: Nijhuis – Ba, Ogbemudia (72. Thill), Hoffmann, Abifade – Sietan, Thalhammer (72. Diakhaby/76. Mendes) – Lohkemper, Asallari, Bierschenk (72. Sechelmann) – Boyd (58. Michel).
Hoffenheim II: Onohiol – Erlein, Lührs, Frees, Hör (90. + 1 Makanda) – Engelns, Hencke (70. Poller) – Henrich, Micheler (30. Dagdevinen), Zeitler – Labes (90.+1 Bähr).
Tore: 0:1 Engelns (19.), 1:1 Thill (90.+3).
Schiedsrichter: Wilke (Merzhausen).
Zuschauer: 9070.