Szene aus dem Hinspiel in Hoffenheim. Kopfballduell Arian Llugiqi (TSG Hoffenheim II, #22), Thijmen Nijhuis (SV Waldhof Mannheim II, #1). TSG 1899 Hoffenheim II gegen SV Waldhof Mannheim, Fußball, 3.Liga. Foto: IMAGO/Eibner
Es geht Knall auf Fall – Der SV Waldhof erwartet 1899 Hoffenheim II
3. Liga | erstellt am Mo. 06.04.2026
sport-kurier. Zeit zum Beine hochlegen hat man beim SV Waldhof Mannheim dieser Tage ganz und gar nicht. Kaum war der Tross der Blauschwarzen vom Auswärtsspiel beim TSV 1860 München am späten Samstagabend wieder zurück, galt es bereits wieder das nächste Ziel in den Fokus zu rücken. Schließlich wartet am Dienstag (Anpfiff ist um 19 Uhr im Carl-Benz-Stadion) schon die nächste Aufgabe in der 3.Liga. Und die heißt TSG 1899 Hoffenheim II.
Da die Bundesligareserve am Samstag zeitgleich mit dem SVW am Ball gewesen ist und beim Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue mit 5:3 gewinnen konnte, geht es für beide Mannschaften eigentlich um nicht mehr allzu viel in dieser Spielzeit. Für die Mannheimer mit jetzt 46 Punkten ohnehin nicht, für „Hoffe II“, eigentlich auch nicht, wobei der Talentschuppen mit 38 Zählern noch nicht ganz aus dem Schneider ist. Was eng mit dem SSV Ulm zusammenhängt. Die „Spatzen“ konnten am Ostersonntag überraschend Aufstiegskandidat SC Verl mit 1:0 schlagen. Ulm steht aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz, das Hoffenheimer Polster ist mit 10 Punkten dennoch recht dick.
Wie die Gäste in Mannheim auflaufen werden, bleibt spannend. Da die Bundesligatruppe unter der Woche nicht spielt, könnten Spieler von oben runterkommen. Im Hinspiel war das nicht wirklich der Fall und auch da musste der SVW anerkennen, dass die U23 einiges zu bieten hat. Im Dietmar-Hopp-Stadion kassierte der SVW eine 0:2 Niederlage, das hört sich aber deutlicher an, als es in Wirklichkeit war. Im Endeffekt waren die Mannheimer eigentlich sogar die bessere Mannschaft, bekamen bezüglich Effektivität jedoch eine Lehrstunde erteilt.
Dementsprechend groß ist auch der Respekt bei Waldhofs Chefcoach Luc Holtz. Der Luxemburger betont: „Wir gehen mit viel Vorfreude in die Partie, auch wenn kaum Zeit zur Vorbereitung bleibt. Es ist ein sehr junger und spielstarker Gegner. Das kennen wir auch von Stuttgart II. Im Hinspiel hat man gesehen, dass sie eine brutale individuelle Qualität haben.“
Verzichten muss der Coach weiterhin auf Spielmacher Arianit Ferati, Außenangreifer Jascha Brandt, Außenverteidiger Sascha Voelcke und Ersatztorhüter Lucien Hawryluk. Ein Fragezeichen steht außerdem noch hinter Kapitän Lukas Klünter, der bereits bei 1860 München erkrankt gefehlt hat. Sein Einsatz wird sich wohl eher kurzfristig entscheiden, aber bringen wird man ihn wohl ohnehin nur, wenn er 100 prozentig fit ist, weil es – wie bereits eingangs erwähnt – für den SV Waldhof nicht mehr um viel geht in der Liga. Außerdem wurde sein Ausfall auch in München schon sehr gut kompensiert. Dort wurde Klünter in der Innenverteidigung durch Ogbemudia und Hoffmann vertreten. Die ihre Sache beim 1:1 Remis sehr ordentlich gemacht hatten.
Dass es ein volles Haus geben könnte am Dienstag, scheint ausgeschlossen zu sein, nach aktuellem Stand bringt die Hoffenheimer Reserve genau 49 Anhänger mit nach Mannheim. Insgesamt wurden 6500 Karten abgesetzt. Somit dürfte aufgrund der Tageskasse mit rund 8000 Zuschauern am Dienstag zu rechnen sein.
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