Raphael Schifferl #37 (TSV 1860 Muenchen) im Zweikampf mit Janne Sietan # 22 (SV Waldhof Mannheim). TSV 1860 Muenchen - SV Waldhof Mannheim. Foto: IMAGO/kolbert-press

Raphael Schifferl #37 (TSV 1860 Muenchen) im Zweikampf mit Janne Sietan # 22 (SV Waldhof Mannheim). TSV 1860 Muenchen - SV Waldhof Mannheim. Foto: IMAGO/kolbert-press

Ein Punkt, über den sich niemand freute – Der SV Waldhof spielt 1:1 bei 1860 München

3. Liga | erstellt am So. 05.04.2026

sport-kurier. Als die 90 Minuten Geschichte waren, wusste beim SV Waldhof Mannheim niemand so genau, ob er sich jetzt freuen oder ärgern soll. Vor dem Traditionsduell beim TSV 1860 München hätten es dir Verantwortlichen sicher unterschrieben, wenn man ihnen ein Unentschieden angeboten hätte. Am Samstagmittag überwog jedoch schließlich dennoch eher die Enttäuschung über ein 1:1 (1:0) Remis, das schon deutlich nach einem Sieg geschmeckt hatte.

Bis in die 85. Spielminute führten die Mannheimer mit 1:0, wurden auf der Zielgeraden aber doch noch abgefangen. Just in dieser aus Waldhofsicht verhängnisvollen Minute flog ein Flankenball in Richtung Fünfmeterraum – und Sigurd Haugen stand goldrichtig. Der Angreifer der „Löwen“ musste nur noch den Kopf hinhalten, um Waldhofs Torsteher Thijmen Nijhuis zu überwinden. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass der später Gegentreffer aus Sicht der Gastelf zwar ärgerlich, aber eben keineswegs unverdient war. Denn der SVW versäumte es nach einer guten ersten Hälfte dort weiterzumachen, wo man vor der Pause aufgehört hatte. Man verließ sich mit zunehmender Spieldauer nur noch auf die Defensive und fuhr seine Konter nicht kaltschnäuzig genug zu Ende.

Zu Spielbeginn war zunächst 1860 tonangebend. Bereits in der 7. Spielminute hätte Haugen das 1:0 erzielen können. Doch er fand in Nijhuis seinen Meister. Die erste SVW Chance vergab Niklas Hoffmann. Der Außenverteidiger der Mannheimer war mit vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht und platzierte einen Volleyschuss ans Außennetz (18. Minute). Doch die erste Annäherung schien den Kurpfälzern Mut gemacht zu haben, sie trauten sich jetzt immer mehr aus ihrem Schneckenhaus und jubelten schließlich auch. Maximilian Thalhammer, der dieses Mal neben Janne Sietan auf der Sechs spielte, steckte ein Ball durch auf Diego Michel, dessen scharfe Hereingabe konnte von den Münchnern nicht richtig geklärt werden, was Lovis Bierschenk sich zu nutzen machte. Der Winterneuzugang schnappte sich den Ball und schoss ihn mit viel Dampf über die Linie zum 1:0 für die Mannheimer (27. Minute).

Die Hausherren hatten am Rückstand sichtlich zu knabbern und erholten sich bis zur Pause nicht mehr davon. Beim SVW konnte man zufrieden sein, insbesondere die Defensive war gut formiert. Was nicht zu erwarten gewesen ist, schließlich fehlte mit Lukas Klünter ein wichtiger Spieler. Der Kapitän konnte nicht in der Verteidigung auflaufen, weil er krank in Mannheim geblieben war.

Nach dem Spiel betonte Mannheims Trainer Luc Holtz: „Man hat ein sehr gutes und intensives Spiel gesehen. Es gab Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Wir haben geführt, der Druck wurde von 1860 dann immer größer. Wenn wir unsere Konter sauberer ausgespielt hätten, dann hätten wir vielleicht das zweite Tor gemacht.“

Waldhof Mannheim: Nijhuis – Ba, Ogbemudia, Hoffmann, Abifade – Sietan, Thalhammer (81. Sechelmann) – Bierschenk (86. Masca), Asallari (61. Thill), Michel (61. Rieckmann) – Lohkemper (81. Boyd).

Tore: 0:1 Bierschenk (27.), 1:1 Haugen (85.).

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