v.li.Eric Hottmann (SSV Jahn Regensburg, #21),Lukas Kluenter (SV Waldhof Mannheim, #24). SV Waldhof Mannheim gegen SSV Jahn Regensburg. Foto: IMAGO/Eibner

v.li.Eric Hottmann (SSV Jahn Regensburg, #21),Lukas Kluenter (SV Waldhof Mannheim, #24). SV Waldhof Mannheim gegen SSV Jahn Regensburg. Foto: IMAGO/Eibner

Der SV Waldhof kann noch gewinnen – 1:0 Erfolg gegen Jahn Regensburg

3. Liga | erstellt am So. 10.05.2026

sport-kurier. Der SV Waldhof Mannheim kann doch noch gewinnen. Die „Buwe“ besiegten am Samstag im heimischen Carl-Benz-Stadion Jahn Regensburg mit 1:0 (0:0). Fast noch beachtlicher als der Sieg ist jedoch, dass man auch noch ohne Gegentor bleiben kann. Vor dem Regensburg Duell waren es 67 in 36 Drittligapielen. Schöner Nebeneffekt, Mannheim kletterte durch den Erfolg – zumindest über Nacht – auf den neunten Tabellenplatz. Eine Platzierung unter den ersten zehn Teams war ja auch eine interne Vorgabe, als abzusehen war, dass man frühzeitig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird.

Eine Überraschung gab es in der Startelf: Nolan Muteba durfte von Beginn an auf den Rasen. Der 18- jährige Franzose, der im vergangenen Oktober vom FC Girondins Bordeaux B zum SVW wechselte, sollte die linke offensive Seite beackern. Sinn machte dieser Schachzug von Chefcoach Luc Holtz natürlich definitiv. Schließlich geht es in der Liga um nichts mehr und so kann man es quasi als eine Art Vorspielen für die neue Spielzeit nutzen. Denn so ist unter Wettkampfbedingungen zu sehen, wie weit Muteba schon ist und ob er in der nächsten Runde schon eine Verstärkung sein kann oder ob er weiterhin noch die nötige Zeit braucht, um sich auf Drittliganiveau zu hieven.

Die Partie an sich bot in den ersten 30 Minuten kaum Unterhaltungswert. Vor den Toren passierte so gut wie nichts. Aber auch daraus ließ sich schon etwas Positives aus Mannheimer Sicht ableiten, denn die Abwehr stand dieses Mal bislang wirklich gut. Die Viererkette wurde etwas umgebaut. Im Zentrum verteidigten Tim Sechelmann und Lukas Klünter. Die defensiven Außenbahnen besetzten links Sanoussy Ba und auf der anderen Seite Samuel Abifade.

Mit dem 0:0 ging es auch in die Pause – und in der 53. Spielminute führte plötzlich der SV Waldhof. Allerdings mehr als glücklich, weil er selbst aber auch rein gar nichts dafür konnte. Der Ex Waldhöfer Adrian Fein spielte aus etwa 20 Metern einen sehr langsamen Rückpass, der noch 2, 3 Mal aufsprang, bevor er bei Julian Pollersbeck ankam. Der Torsteher der Regensburger wollte ihn locker stoppen und dann wohl weiterleiten, doch die Kugel rutschte ihm extrem unglücklich unter dem Fuß durch in die eigenen Maschen zum 1:0 für die Hausherren. Der Waldhof freute sich, hatte aber auch Mitgefühl mit Pechvogel Pollersbeck. Terrence Boyd und Janne Sietan klatschten ihn ab, weil sie ihn aufbauen wollten.

War die erste Halbzeit vom SV Waldhof defensiv noch sehr stabil und souverän, kam nach dem Seitenwechsel hin und wieder auch Glück hinzu. Regensburg hatte mehrere Möglichkeiten auf den Ausgleich. Aus Waldhöfer Sicht machte sich einfach bemerkbar, dass Kapitän Lukas Klünter in der 50. Spielminute vom Spielfeld angeschlagen runter musste.

„Nach 6 sieglosen Spielen waren wir gefordert. Auch das zu Null war uns wichtig. Wir haben es lange gut verteidigt. Auch in der ersten Halbzeit haben wir mit dem Ball gute Sachen gezeigt, aber im letzten Drittel war es nicht schlagkräftig genug“, analysierte Holtz.

SV Waldhof Mannheim: Nijhuis – Ba, Klünter (50.Ogbemudia), Sechelmann (87.Hoffmann), Abifade – Sietan, Thalhammer (87.Kryeziu) – Bierschenk, Michel, Muteba (65.Ferati) – Boyd
Jahn Regensburg: Pollersbeck – Ziegele (73.Stolze), Strauß, Wurm, Seidel – Saller (80.Dietz), Fein – Oliveira (73.Bauer), Eichinger (73.Kühlwetter), Schönfelder (46.Posselt) – Hottmann

Tor: 1:0 Fein (53./E.T.)
Schiedsrichter: Hasmann (Neunkirchen)
Zuschauer: 9100

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