Terrence Boyd (SV Waldhof Mannheim, #13) Fussball: 3. Liga, 35. Spieltag, SV Waldhof Mannheim vs. 1. FC Schweinfurt 05 Uhr. Bild: IMAGO/STEINSIEK.CH
Prestigeduell im Ludwigspark – Der SV Waldhof gastiert beim 1.FC Saarbrücken
3. Liga | erstellt am Sa. 02.05.2026
sport-kurier. Es ist genau so ein Fußballspiel, auf das man als Anhänger eine ganze Saison darauf hinfiebert: Der SV Waldhof Mannheim gastiert am Samstag, Spielbeginn ist um 14 Uhr, beim 1.FC Saarbrücken. Eine Partie, die als Derby bezeichnet werden muss – und die Fans schon seit Jahrzehnten elektrisiert. Natürlich kommt es aus Sicht der Mannheimer nicht an das echte Südwestderby gegen den 1.FC Kaiserslautern heran, doch es ist trotzdem extrem brisant.
Dies verdeutlicht auch das Zuschauerinteresse seitens der SVW’ler. Mit 1.800 Fans ist der Gästeblock schon länger ausverkauft. Das war er auch in den letzten Jahren, gebracht hat es den „Buwe“ aber nichts, denn seit der Rückkehr in den Profifußball, also in die 3.Liga, haben die Blauschwarzen nicht mehr in Saarbrücken gewonnen. 3 Pleiten stehen 2 Unentschieden gegenüber. Der letzte „Auswärtsdreier“ gelang vor rund 8 Jahren. Damals, es war die Saison 2018/2019, siegte der SVW mit 2:0. Allerdings nicht im jetzigen Ludwigsparkstadion, sondern im Herrmann-Neuberger-Stadion. Dorthin wich der FCS während des Umbaus aus. Die Tore erzielte damals beide ein gewisser Valmir Sulejmani.
Wenn sich die Wege am Samstag wieder kreuzen, ist es ein Spiel ohne sportliche Brisanz. Der Waldhof steht im Niemandsland der Tabelle und Saarbrücken auch, jedoch eigentlich erst seit dem letzten Wochenende. Die eigentlich sehr gut besetzte Mannschaft, die ganz oben mitspielen wollte, hing lange im Tabellenkeller fest. Durch den 2:1 Auswärtserfolg beim Aufstiegskandidaten Rot-Weiß Essen ist der Vorsprung fast uneinholbar. 3 Spieltage vor Toresschluss hat Saarbrücken ein Polster von 9 Punkten und 18 Tore auf den TSV Havelse, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Dieses Polster noch zu verspielen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Für den SVW geht es seit Wochen um nichts mehr. Und es gibt deshalb auch nicht wenige, die behaupten, dass man genau dies auch stark zu spüren bekommen würde. Nämlich mit Leistungen, die wirken, als hätte fast jeder Spieler die Handbremse angezogen und würde nicht mehr alles geben – und nur darauf bedacht sein, sich nicht mehr zu verletzen. Gegenüber dem eigenen Anhang, für den am Samstag ein Entlastungszug eingesetzt wird, darf das aber nicht sein. Insbesondere, wenn man im Prestigeduell in Saarbrücken erneut nicht alles geben würde. Personell hat sich zum letzten Spiel, als der SVW zuhause nicht über ein 2:2 Remis gegen Absteiger Schweinfurt hinaus gekommen ist, nichts verändert. Somit wird Spielmacher Arianit Ferati also weiterhin fehlen. Dies ist ein Umstand, der sich in den letzten Wochen durchaus bemerkbar gemacht hat. Ohne ihn fehlten etwas die Ideen im Spiel nach vorne. Vincent Thill hat diesen Part übernommen, der Luxemburger hat sich hier zwar auch verbessert, konnte das Level eines Feratis aber noch nicht erreichen.
Waldhofs Chefcoach Luc Holtz reist mit Respekt nach Saarbrücken und lässt sich von der Tabellensituation nicht täuschen. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die die Saison über viele Probleme hatte. Sie hatten auch verletzte Spieler, die mittlerweile teilweise wieder zurück sind, dadurch bringen sie die Qualität besser auf den Platz. Zuhause waren sie aber nicht schlecht. Es ist ein Derby und wir wissen, was das für unsere Fans bedeutet. Da will ich auch nochmals mit der Mannschaft reden, wir wollen ihnen etwas zurückgeben. Aber es wird schwierig, doch wir mögen Herausforderungen“, sagte Holtz.
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