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„Es zählt nur der Aufstieg!“ – Der Sportkurier im Interview mit VfR-Kapitän Piero Adragna
Verbandsliga | erstellt am Do. 20.08.2015
Nach der schlechtesten Hinrunde aller Zeiten, konnte der für Christian Klein verpflichtete Hakan Atik mit neuem Personal in der Rückrunde durchstarten. Nur knapp verpassten die Rasenspieler nach einer imposanten Aufholjagd den Ligaerhalt.
Wir haben uns wenige Tage vor dem 1. Saisonspiel mit VfR-Kapitän Piero Adragna unterhalten.
Sportkurier: Haben Sie den bitteren Abstieg in die Verbandsliga schon verdaut? Schließlich waren es nach einer starken Rückrunde am Ende dann doch nur zwei Zähler die zum Klassenerhalt gefehlt haben.
PIERO ADRAGNA: Natürlich ist sehr ärgerlich, dass wir es am Ende wegen zwei Punkten nicht geschafft haben, aber aufgrund der katastrophalen Vorrunde wäre es auch einfach nicht verdient gewesen.
Sportkurier: An der erfolgreichen Rückrunde hatten auch Sie einen großen Anteil. Hatten Sie Angebote aus höheren Ligen oder war für sie sofort klar, dass sie dem Verein auch in der Verbandsliga die Treue halten werden?
PIERO ADRAGNA: Es gab zwar Anfragen aus der Oberliga, aber für mich war es klar, dass ich beim VfR Mannheim bleiben werde.
Sportkurier: Die Vorbereitung war recht ordentlich, gerade für Sie lief es schon ganz gut und Sie haben über zehn Tore in den Testspielen geschossen. Setzen Sie sich vor jeder Runde ein Ziel, wie viele Tore es am Ende werden sollen?
PIERO ADRAGNA: Eigentlich nicht, klar ist es mein Ziel als offensiver Spieler möglichst viele Tore zu schießen, aber das Hauptziel ist natürlich, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind.
Sportkurier: Im Pokal sind sie überraschend gegen den Landesligisten TSV Wieblingen ausgeschieden. Haben Sie eine Erklärung für das Pokalaus? War es vielleicht sogar ein Dämpfer zur richtigen Zeit?
PIERO ADRAGNA: Im Pokal sind immer Überraschungen möglich, wir hatten einfach keinen guten Tag und sind letztlich auch verdient ausgeschieden. Der frühe Rückstand hat Wieblingen natürlich in die Karten gespielt und hat das Ganze für uns nicht einfacher gemacht. Wir kamen zwar zum 1:1 Ausgleichstreffer, doch vom erneuten Gegentreffer kurz vor der Pause konnten wir uns nicht mehr erholen. Wieblingen hat es in der zweiten Halbzeit gut gemacht und uns so gut wie keine Torgelegenheiten mehr ermöglicht. In der Liga werden wir wohl auch oft auf tiefstehende Gegner treffen, deshalb war es vielleicht ein Weckruf zur richtigen Zeit, auch wenn wir natürlich im Pokal soweit wie möglich kommen wollten.

li: Piero ADRAGNA (links/VfR) gegen Valon MUJA (rechts/VfB Gartenstadt) – Pokalspiel 14/15 VfB Gartenstadt vs. VFR Mannheim. Bild: AS Sportfotos.
Sportkurier: Nun geht es am Sonntag also los, ihr erster Gegner ist der Aufsteiger FC Zuzenhausen. Wie schätzen Sie allgemein die Liga ein? Wer sind für Sie die schärfsten Konkurrenten im Kampf um die Rückkehr in die Oberliga?
PIERO ADRAGNA: Für mich ist es sehr schwierig die Liga einzuschätzen, da ich die Mannschaften kaum kenne. Ich denke Mannschaften wie TSV Amicitia Viernheim oder FC Astoria Walldorf 2 werden am Ende in der Tabelle oben dabei sein. Aber am Sonntag wird auch keine leichte Aufgabe und wir werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen.
Sportkurier: Die Mannschaft ist im Kern zusammengeblieben, und die Stammspieler der letztjährigen Rückrunde konnten bis auf Fatjon Celani gehalten werden. Würden Sie sagen, dass die Mannschaft sogar stärker als in der letzten Saison ist?
PIERO ADRAGNA: Ja ich denke schon, dieses Jahr war es nicht wie in den vergangenen Spielzeiten und der Stamm der Mannschaft konnte gehalten werden. Der Verein hat viele junge talentierte Spieler verpflichtet, die zusätzlich die Qualität im Kader angehoben haben.
Sportkurier: Alles andere als der Aufstieg zählt in dieser Saison nicht, stimmen Sie da zu?
PIERO ADRAGNA: Absolut!
Sportkurier: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg in der neuen Spielzeit.
PIERO ADRAGNA: Dankeschön, kein Problem.
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