VfR Mannheim: Das erste von drei Abstiegsendspielen gewonnen

VfR Mannheim: Das erste von drei Abstiegsendspielen gewonnen

VfR Mannheim: Das erste von drei Abstiegsendspielen gewonnen

Archiv Oberliga (Fußball) | erstellt am So. 11.05.2014

Durch den 3:1 (1:0)-Erfolg gegen die TSG Balingen bleiben die Mannheimer in Sachen Klassenerhalt im Geschäft. Die Rasenspieler haben die Chance gewahrt, auch im kommenden Jahr in der Oberliga zu spielen. Das sorgte auch bei Egon Scheuermann für Erleichterung.

Der langjährige Abteilungsleiter und mittlerweile die graue Eminenz beim VfR leidet in diesen Tagen mit seinem Klub. Schon viele Stunden vor dem Spiel gegen Balingen erledigte er Samstagmorgen seine Einkäufe. Das lag aber nicht an der Schlaflosigkeit wegen der Abstiegsangst, sondern an den allgemeinen Gewohnheiten. „Ich bin ein Frühaufsteher“, sagte Scheuermann und lächelte.

Die Erleichterung bei den Rasenspielern viele Stunden später war groß und wurde umso größer, weil die Konkurrenz am drittletzten Spieltag ebenfalls eifrig punktete. Deshalb gelang dem VfR „nur“ der Sprung vom 15. auf den 14. Tabellenplatz. Der könnte am Ende der Saison zum Ligaverbleib reichen, falls der Oberliga-Zweite in den Aufstiegsspielen den Sprung in die Regionalliga schafft, aber darauf möchte sich niemand bei den Mannheimern  verlassen. „Mit zwei weiteren Siegen wären wir wahrscheinlich durch“, mutmaßt Klein (Foto rechts).

Also muss auch am kommenden Samstag gegen den 1.FC Heidenheim II und möglichst auch eine Woche später beim TSV Grunbach gewonnen werden. „Der Druck ist weiterhin vorhanden“, sagte Christian Klein. Denn zwei Klubs stehen nur wegen des schlechteren Torverhältnisses punktgleich hinter dem VfR und sollte der SV Spielberg heute Abend beim FC Nöttingen überraschend punkten, würden die Mannheimer wieder auf Platz 15 zurückfallen.

Gegen Balingen sahen die 300 Zuschauer eine halbe Stunde puren Abstiegskampf, denn beide Mannschaften wirkten verkrampft und erst das Dusel-Tor zum 1:0 von Marcel Gruber löste ein wenig die Blockade beim VfR. Der Mittelfeldspieler fälschte einen Schuss von Marvin Pelzl unhaltbar für den Balinger Torwart ab (34.).

 „Das war ein absolutes Kampfspiel“, erklärte Klein, der bei seinen Spielern aber den Willen erkannte, unbedingt die drei Punkte zu holen: „Die Leidenschaft war spürbar.“

Weil aber in der zweiten Halbzeit den Balingern ein ähnliches „Kunststück“ gelang – Andreas Kohle fälschte einen Schuss von Jonas Wiest unerreichbar ab (57.) –, drohte den Mannheimern zunächst das 18. Remis in der laufenden Spielzeit.

Allerdings zeigte das Team von Christian Klein die richtige Reaktion, als es mit dem Rücken zur Wand stand. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich verwertete Göksel Durmus einen Kyei-Pass zum 2:1 und der Stürmer machte mit 3:1 in der 77. Minute seinen Doppelschlag und den VfR-Sieg perfekt.

Durmus entwickelt sich immer mehr zur Lebensversicherung beim VfR, denn er erzielte sieben der letzten elf Tore der Klein-Elf. Nur wenn Durmus weiter eifrig Tore schießt, können die Rasenspieler den Abstieg vermeiden.

„Jetzt ist ein Sieg gegen Heidenheim Pflicht“, sagt Klein schon mit Blick auf das kommende Wochenende. Auf die Spekulationen, nach denen Heidenheim seine zweite Mannschaft zurückziehen will und sogar Grunbach einen Rückzug erwägt, will sich der Coach nicht verlassen. „Das ist alles zu Vage, darauf dürfen wir uns nicht verlassen.“ Die Parole lautet deshalb: Noch sechs Punkte holen, drei sind seit Samstag schon auf das Konto des VfR dazugekommen.

VfR Mannheim: Cetin – Pelzl, Kirschner, Malchow, Gruber (58. Kyei), Höhn, Prokop, Beier (70. Terzic), Durmus (86. Morilla), Adragna, Gulde.

TSG Balingen: Hauser – Eisele, T. Wissmann, Sahin, Wiest, Kohle (63. Glück), Pettenkofer, Di Lucia, Pflumm, Mundt, M. Wissmann.

Tore: 1:0 Gruber (34.), 1:1 Kohle (57.), 2:1 Durmus (60.), 3:1 Durmus (77.). Gelb-Rote Karte: Gulde (84.). Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Maurice Kern (Stuttgart).

Foto: VfR

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