Jubel nach dem 0:1 Auswärtssieg bei der Spvgg. Wallstadt - der Aufstieg war sicher nach diesem Spiel. Bild: Berno Nix

Jubel nach dem 0:1 Auswärtssieg bei der Spvgg. Wallstadt - der Aufstieg war sicher nach diesem Spiel. Bild: Berno Nix

Sportkurier-Serie (1) – Spvgg. 06 Ketsch-Coach Fellhauer: „Die Landesliga ist die Liga, in die wir hingehören.“

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am So. 28.06.2015

Die Mannschaft von Trainer Joachim Fellhauer eilte von Sieg zu Sieg. Aber die „Kicker aus der Enderlegemeinde“ gewannen teilweise nicht nur, nein, sie schossen ihre Gegner mitunter förmlich ab.

Ketsch wurde souveräner Meister der Kreisliga Mannheim

Die logische Konsequenz: Ketsch marschierte souverän zum Titel, raste in Siebenmeilenstiefeln in die Landesliga Rhein-Neckar – und das mit elf Punkten Vorsprung.
Sie waren quasi der FC Bayern der Kreisliga. Doch ein Selbstläufer war es nicht. Fellhauer erinnert sich: „Wir haben schon etwas gebraucht, bis alles lief. Aber ab Mitte der Saison haben wir dann gezeigt, was in uns steckt.“

Unter dem Strich ist der Spvgg damit das gelungen, was sie sich vorgenommen hatte: Man wollte so schnell als möglich zurück in die Landesliga. Also genau in die Liga, in der Ketsch eigentlich fast schon zum Inventar gehört. Dort hat man schon viele Schlachten geschlagen und will auch in Kürze wieder eine möglichst gute Rolle spielen.

Ehrung Meisterschaft durch Harald Schäfer (Kreisvorsitzender) und Friedrich Zeilfelder (Staffelleiter). Bild Lofi.

Joachim Fellhauer: „Abstiegskampf in der Landesliga muss nicht sein“

Laut Fellhauer sei das Ziel, sich nach Möglichkeit „schnell von unten abzusetzen“. Sprich Abstiegskampf muss nicht unbedingt sein. Aber ein Spaziergang wird das nicht. Fellhauer sagt es so: „Vieles wird davon abhängen, wie der Spielplan aussieht. Man muss einfach schauen, ob wir gleich auf eher starke Gegner treffen oder nicht.“ Fakt ist jedenfalls: Wenn Ketsch den Schwung aus dem Meisterjahr mit in die Landesliga nehmen kann, wir einiges möglich sein. Denn mit einer großen Portion Selbstvertrauen spielt es sich leichter.

Personell ändert sich für Ketscher Verhältnisse viel: Gleich vier Spieler werden den Verein verlassen. Steffen Rohr, Markus Bertolini und Philipp Stoltz zieht es zur zweiten Mannschaft des SV 98 Schwetzingen. „Sie können nicht mehr den Aufwand betreiben, der nötig wäre. Außerdem möchten sie mehr Spielzeit. Ich persönlich finde es schade, denn ich hätte gerne mit ihnen weiter gearbeitet“, erklärt Fellhauer. Zudem zieht es Sebastian Ritz noch nach Pfaffengrund.

Anzahl der Abgänge und Neuzugänge halten sich die Waage

Folglich haben die Ketscher reagiert. Mit Oliver Niemiro (Südwest Ludwigshafen) und David Güsewell (SV Schriesheim) kommen zwei Offensivkräfte, die bei ihren Ex-Vereinen zuletzt Werbung in eigener Sache gemacht haben. Eher defensiv orientiert ist Steve Ebale, der vom TSV Kürnbach kommt. Eine weitere Verstärkung ist Baris Aygün, doch mit dem ehemaligen Eppelheimer muss man noch etwas Geduld haben. „Er hatte einen Kreuzbandriss und braucht noch ein bisschen. Baris ist ein erfahrener Landesligaspieler.“

Der Trainingsbetrieb startet in Ketsch wieder am 7. Juli. Mit einer Mannschaft, mit der Fellhauer auch langfristige Ziele verfolgt. Über kurz oder lang würde sich der Meistertrainer gerne im vorderen Mittelfeld der Landesliga etablieren. Schielt er vielleicht sogar schon etwas in Richtung Verbandsliga?

Eine spannende Landesligasaison erwartet

Eher nicht: „Wir in Ketsch wissen, dass die Landesliga die Liga ist, in die wir hingehören. In ihr fühlen wir uns wohl.“ Fortuna Heddesheim gehört aus seiner Sicht hingegen nicht in die Landesliga. Die Kicker aus der ehemaligen Tabakgemeinde sind personell sehr stark besetzt. Will heißen: Für Fellhauer ist die Fortuna der Titelkandidat Nummer eins in der dieser Saison. „Da sind sich die Trainer in der Landesliga eigentlich alle einig“, sagt er. Mal sehen, ob sie Recht behalten. Eine spannende und hochklassige Landesligasaison scheint jedenfalls vorprogrammiert zu sein.

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