Löwen-Geschäftsführer Lars Lamadé im Gespräch mit dem Sportkurier Bild: AS Sportfotos
Die Rhein-Neckar Löwen kämpfen um den DHB-Pokal / Der Sportkurier mit GF Lars Lamadé im Gespräch
Handball | erstellt am Fr. 08.05.2015
Die Badener treffen in der Hamburger O2-World im ersten Halbfinale um den DHB-Pokal auf die SG Flensburg-Handewitt. Direkt im Anschluss wird der zweite Final-Teilnehmer ermittelt. Zwischen den Berliner Füchsen, dem Vorjahressieger, und dem SC Magdeburg.
Für viele Experten kann es eigentlich nur einen Sieger geben, der am Sonntag schließlich den Pott in die Höhe stemmen wird: die Löwen. Sie spielen eine überragende Saison und halten alle Trümpfe in der Hand. Doch beim Final Four ist vieles anders. Dort gewinnt nicht immer der Bessere, sondern oft auch der Glücklichere. Oder der, der mit der besonderen Situation in der Hansestadt besser zurechtkommt. Denn in Hamburg sind Nerven aus Drahtseilen gefragt. Das weiß auch Lars Lamadé, der Geschäftsführer der Löwen. Im Vorfeld des Pokal-Gipfeltreffens sprach Lamadé mit dem Sportkurier.
Sportkurier: Lars Lamadé, wie sehen Sie die Chancen Ihrer Löwen in Hamburg?
Lars Lamadé: Ich denke, dass wir nach unserer tollen Saison sicher gute Chancen haben, aber in einer besonderen Favoritenrolle sehe ich uns nicht. Aber wenn wir unsere Leistung abrufen können, dann wird es sicherlich schwer uns zu schlagen. Aber im Hexenkessel in Hamburg ist es immer eine besondere Situation. So dass es dort in den letzten Jahren auch schon einige Überraschungen gab. 
Sportkurier: Für viele ist das Duell gegen Flensburg das vorweggenommene Finale, aber man darf auch die anderen beiden nicht unterschätzen, oder?
Lars Lamadé: Laut der Bundesliga-Tabelle ist Flensburg sicher die vermeintlich höchste Hürde, aber bei diesen vier Mannschaften gibt es kein leichtes Los. Wir haben in dieser Saison bereits zwei Mal gegen Flensburg gewonnen und deshalb gehen wir auch selbstbewusst in das Spiel. In der letzten Saison war es aber eine ähnliche Ausgangsposition und das Ergebnis ist ja bekannt. Wir werden jedenfalls nicht den Fehler machen und irgendeine Mannschaft unterschätzen.
Sportkurier: Wie sieht es personell aus? Sind alle Spieler einsatzfähig? Spielmacher Andy Schmid plagte sich zuletzt ja mit einer leichten Gehirnerschütterung herum…
Lars Lamadé: Nein, wir haben alle Mann an Bord.
Sportkurier: Wie oft waren Sie denn schon in Hamburg beim Final Four dabei?
Lars Lamadé: Mit den Löwen bin ich jetzt schon bei allen acht Teilnahmen dabei gewesen. Und bevor es die Löwen das erste Mal nach Hamburg geschafft hatten, war ich auch schon zwei, drei Mal vor Ort (schmunzelt).
Sportkurier: Im Fußball hat der DFB-Pokal nicht ganz den Stellenwert wie der DHB-Pokal. Was zeichnet das Final Four aus Ihrer Sicht denn aus?
Lars Lamadé: Ich finde, es ist eines der besten Sportevents in Deutschland überhaupt! Die Atmosphäre ist immer fantastisch. Besonders ist sicherlich die Tatsache, dass in jeder Hallenecke eine der vier Fangruppen sitzt. So dass einfach eine grandiose Stimmung vorprogrammiert ist. Und die ist, anders als in anderen Sportarten, immer fair. In der Handball-Bundesliga ist es ja eher selten, dass die Gästemannschaft viele Fans mitbringt. Ich glaube, das ist es, was dieses Turnier ausmacht.
Sportkurier: Wie läuft es denn ab? Wann startet die Mannschaft nach Hamburg? Und ist sie wieder im gleichen Hotel am Hagenbecks Tierpark?
Lars Lamadé: Die Mannschaft reist am Freitag nach Hamburg und übernachtet wird im gleichen Hotel.
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