Die Fans des SV Waldhof hoffen in den letzten beiden Spielen auf eine Kehrtwende. AS Sportfoto

Die Fans des SV Waldhof hoffen in den letzten beiden Spielen auf eine Kehrtwende. AS Sportfoto

Weiter Durchhalteparolen beim SV Waldhof – gelingt gegen Aue der erste Sieg nach zehn sieglosen Spielen?

Waldhof Mannheim | erstellt am Fr 15.12.2023

Bevor die Kicker die Beine für ein paar Tage über Weihnachten hochlegen dürfen, stehen noch 2 Spiele an – und es sind die nächsten beiden Heimspiele. Demnach handelt es sich um Partien, die man in der jetzigen Lage des SVW eigentlich gewinnen sollte.

Nur mal kurz zur Erinnerung, die Blauschwarzen sind momentan 18. im Tableau. Das heißt, sie rangieren auf dem drittletzten Rang und haben auf das rettende Ufer schon einen Rückstand von 4 Punkten, der jedoch noch weiter anwachsen könnte, da der Hallescher FC noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

Für den SVW gilt es also tunlichst zu punkten, wenn am Samstag ab 14 Uhr Erzgebirge Aue zum letzten Match in der Hinrunde im Mannheimer Carl-Benz-Stadion seine Visitenkarte abgibt. Bereits 4 Tage später steigt mittwochs dann die erste Begegnung der Rückrunde. Dann gastiert 1860 München ab 19 Uhr im CBS. Beide Teams haben in den letzten Wochen ebenfalls keine Bäume ausgerissen und sollten deshalb möglichst geschlagen werden. Das Problem ist nur, dass die „Buwe“ nun bereits seit Ende September, damals gelang ein 3:1 Heimsieg gegen Schlusslicht SC Freiburg II, nicht mehr gewinnen konnten. In den letzten 10 Ligaspielen konnte die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm nur 3 Punkte holen.

Das ist ganz klar abstiegsreif und es gleicht folglich auch einem Wunder, dass Rehm noch als Coach das Kommando hat. Seinen Kredit, den er bei seiner Verpflichtung hatte, weil er einst selbst als Spieler beim SVW aktiv war, hat er längst verspielt. Er und Kaderplaner Tim Schork stehen in der Fanszene schwer in der Kritik.

Am Freitag war mal wieder eine Pressekonferenz anberaumt gewesen, auf der Rehm einen Ausblick wagte und bei diesen Auftritten kann er einem ehrlich gesagt längst leidtun, denn er wiederholt sich ständig und wirkt selbst ratlos. Und dennoch, jeder der sich im Fußballgeschäft auch nur ansatzweise auskennt, weiß dass es ganz schnell gehen kann mit einem Aufwärtstrend. Manchmal reicht ein Sieg und das Selbstvertrauen ist zurück. Im Falle des SVW an ein ähnliches Szenario zu glauben, fällt jedoch schwer. Andererseits ist es auch kein Geheimnis, dass irgendwann jede Serie einmal endet.

Die Trainingswoche sei laut Rehm gut gewesen. „Wir haben viel am Abschluss trainiert, darauf lag unser Hauptschwerpunkt. Es war eine lange Trainingswoche und wir hoffen jetzt, dass wir gut auf Aue vorbereitet sind“, betonte der Cheftrainer der Mannheimer. Vor dem Gegner hat er Respekt. Rehm spricht von einem abgezockten Team, das mental sehr stark sei und insbesondere zu Saisonbeginn die Spiele deshalb oft hinten raus gewinnen konnte.

Positiv ist, dass mit Kelvin Arase und Baxter Bahn 2 Spieler nach abgesessenen Gelbsperren wieder zur Verfügung stehen und gegen Aue auflaufen können. Rehm lobt beide: „In Sandhausen hat man gesehen, dass wir auf diese beiden Spieler nur schwer verzichten können. Es ist wichtig für uns, dass sie wieder zurück sind.“ Verzichten muss Rehm wohl auf Jesaja Herrmann. Der Stürmer hat sich unter der Woche im Training verletzt. In den letzten Partien saß er auf der Bank, weil Rehm auf seinen Youngster Kennedy Okpala gebaut hat. Ansonsten seien alle Mann einsatzbereit.

Auch zu seiner eigenen Gefühlslage nach der mittlerweile schon dramatischen Negativspirale äußerte sich Rehm: „Nach den Spielen bin ich enttäuscht und todtraurig, aber am nächsten Morgen stehe ich wieder auf und versuche für den Verein alles zu geben.“

 

 

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