Spielszene SV Waldhof-FC Astoria Walldorf / Saison 2017/2018 - CBS - 2:2 Endstand. Archivbild AS Sportfotos

Spielszene SV Waldhof-FC Astoria Walldorf / Saison 2017/2018 - CBS - 2:2 Endstand. Archivbild AS Sportfotos

Tabellenführer SV Waldhof erwartet Schlusslicht FC Astoria Walldorf

Waldhof Mannheim | erstellt am Fr. 02.11.2018

Einen souveränen Sieg produzierte man in Elversberg selbst, dazu kam die Punkteteilung zweier Verfolger im direkten Duell zwischen Ulm und Saarbrücken. Nur der TSV Steinbach Haiger hielt sich schadlos und gewann knapp und bleibt somit hartnäckiger Verfolger der Blau-Schwarzen. Doch es gilt die alte Weisheit: Solange man seine Spiele selbst gewinnt, können die anderen machen, was sie wollen.

Den dreizehnten Saisonsieg strebt der SVW am Samstag an, wenn Astoria Walldorf in Mannheim gastiert. Tabellarisch ist es das Spiel Erster gegen Letzter, doch die Mannschaft von Matthias Born war zuletzt im Aufwind. Einen deutlichen Sieg in der Fremde gab es vor zwei Wochen mit 4:1 bei Eintracht Stadtallendorf. Dem Tabellenzweiten TSV Steinbach Haiger musste sich Walldorf am letzten Spieltag nur knapp mit 0:1 geschlagen geben. Insgesamt konnte die Astoria mit zwei Saisonsiegen und vier Unentschieden aber erst zehn Punkte sammeln und gehört als Tabellenletzter zum Kreis der Abstiegskandidaten.

Die Abgänge von Timo Kern zum SVW und auch der Spieler Carl zum 1.FC Saarbrücken und Strompf zu Hoffenheim 2 schmerzt die Walldorfer mehr als ihnen lieb ist. Aktuell bester Torschütze mit immerhin fünf Treffern ist Erik Wekesser. Der Neuzugang von Kaiserslautern 2 stammt eigentlich aus der Mannheimer Neckarstadt. Mittelfeldstratege Andreas Schön, der Sohn des ehemaligen Bundesligaprofis Alfred Schön, muss ausgerechnet gegen den Ex-Club seines Vaters seine fünfte gelbe Karte abbrummen und fällt aus.

Ein Selbstläufer wird es aus Sicht von SVW-Trainer Bernhard Trares am Samstag nicht. „Die sind im letzten Jahr sehr emotional aufgetreten. Es ist ein Derby und auch eine Partie mit Pokalspielcharakter“, schließt der Coach eine heiße Begegnung wie im Vorjahr nicht aus. Damals entführte Walldorf beim 2:2-Unentschieden immerhin einen Punkt aus Mannheim. Einer der Walldorfer Torschützen hieß seinerzeit Timo Kern.

Die Trares-Elf aber blieb bislang in 15 Spielen extrem cool und ließ sich auch von zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen nicht aus der Bahn werfen. Die Auswahl an einsatzfähigen Spielern bleibt bis zur Winterpause auch sehr übersichtlich. Aktuell trainiert zumindest Marcel Hofrath wieder mit und steht laut Trainer bei etwa 80 bis 90 Prozent seines Leistungsvermögens. Dafür ist Kevin Conrads Einsatz aufgrund von Rückenbeschwerden noch fraglich.

Für Jan Just ist die Vorrunde bereits definitiv gelaufen, wenig Hoffnung besteht auch bei Jesse Weißenfels und Mete Celik. Gianluca Korte hat nach seinem Muskelfaserriss auch noch nicht das Training wieder aufgenommen. Eventuell muss Trares somit wieder improvisieren wie in Elversberg als Raffael Korte als Linksverteidiger fungierte.

„Für mein erstes Spiel auf dieser ungewohnten Position war es ganz in Ordnung. Ich habe in erster Linie versucht, hinten die Räume zuzumachen. Mit Connes hatte ich natürlich auch einen Nebenmann, der mich gut gecoacht hat“, war Korte mit seinem Auftritt einverstanden. Gegen Walldorf erwartet er ein Geduldsspiel, „in dem wir wieder alles reinwerfen müssen.“

Den Teamgeist sieht er als großes Plus in der momentanen Situation mit vielen Ausfällen. „Wir haben Supertypen in der Mannschaft. Das Training macht da Riesenspaß und wir machen hier nicht nur Arbeit nach Vorschrift“, stellt er klar. Auch sein Trainer betont: „Jeder Spieler kann sich in diesem Team nahtlos einfügen.“

Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Marc Philip Eckermann aus Waiblingen.

 

 

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