ARCHIVBILD: Präsident Bernd Beetz auf der Mitgliederversammlung beim SV Waldhof Mannheim 07. AS Sportfoto

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Mitgliederversammlung des SV Waldhof Mannheim 07 enttäuschte viele

Waldhof Mannheim | erstellt am Di 28.11.2023

Manch ein Fan des SV Waldhof hatte darauf gehofft, dass auf der Mitglieder-Versammlung des SV Waldhof e.V, Köpfe rollen würden. Am besten gleich drei. Die von Geschäftsführer Markus Kompp, Geschäftsführer Sport Tim Schork und Trainer Rüdiger Rehm. Eingetreten ist davon nichts. Die Veranstaltung entwickelte sich letztlich zu einem Frontalangriff, der 365 Mitglieder, die vor Ort waren, auf Markus Kompp. Er wurde von mehreren Personen, die ans Mikrofon schritten, heftig attackiert. Mitbekommen hat er es nicht. Kompp war nicht vor Ort. Es hieß, dass es Drohungen gegen seine Person gegeben hätte.

Ebenfalls nicht im Saal war die Drittliga Mannschaft und das, obwohl es hieß, dass es für sie und das Trainerteam ein Pflichttermin sei. Auch hier sollen Sicherheitsbedenken vorgeherrscht haben. Mit Spannung wurden die Aussagen von Präsident Bernd Beetz erwartet, der sich letztlich natürlich nicht nur zum e.V. äußerte, sondern eben auch zum Profibereich und zu den Finanzen. Er betonte, dass die aktuell miserable sportliche Entwicklung – der SVW steht auf dem 18. Platz, der am letzten Spieltag den Abstieg bedeuten würde – so für ihn nicht absehbar war. Zudem hätte er seit seinem Engagement beim Waldhof bereits um die 20 Millionen Euro in den Verein investiert und schon alleine deshalb wäre heute im Saal wohl niemand frustrierter als er über die sportliche Entwicklung. Ein Statement, das manch einen im Raum aufschreien ließ und später auch von einem Redner angeprangert wurde.

Viel war in den letzten Wochen und Monaten darüber diskutiert worden, dass Beetz bei einem Abstieg aussteigen könnte, was das Vereinsoberhaupt dementierte bei der Mitglieder-Versammlung. Er würde auch den Weg mit in die Regionalliga antreten, allerdings sagte er dies erst auf Nachfrage und es klang ein wenig erzwungen.

Der sportliche Bereich kam hingegen sehr zu kurz. Einen Ausweg aus der Talfahrt gab es während der Sitzung nicht. Erst danach, als sich Beetz noch ohne Mikrofon der versammelten Presse offenbarte, wurde es ein wenig konkreter. Demnach wird es mit Rehm an der Seitenlinie erst einmal weitergehen. Aber nicht grenzenlos. Beetz sagte, dass man bis zum Winter über dem Strich stehen müsse, was man durchaus als Ultimatum verstehen kann. Dabei wäre es ratsam schon jetzt zu handeln, denn bis zur Winterpause stehen noch 4 Spiele an. Drei davon zuhause und eins in Sandhausen, bei dem man aber ebenfalls von einer Heimspielatmosphäre sprechen kann.

In der Winterpause stellt Beetz Neuzugänge in Aussicht. Das Geld für Verstärkungen wäre da und würde dann auch ausgegeben. Außerdem positionierte sich Beetz explizit hinter Tim Schork, dem er eine gute Arbeit bescheinigte. Nach all den Vorwürfen gegen Kompp wirkte Beetz ihm gegenüber bei weiteren Nachfragen hingegen etwas distanzierter als sonst. Bei all den Vorwürfen, die seit Jahren im Raum stehen, ist das aber auch nicht weiter verwunderlich.

 

 

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