Szene aus dem Hinspiel in Mannheim. SV Waldhof Mannheim - Viktoria Köln Jan Christoph Just (blau, SVW). AS Sportfoto
„Knochen sortieren“ ++ SV Waldhof setzt Mammutprogramm bei Viktoria Köln fort
Waldhof Mannheim | erstellt am Fr. 22.01.2021
… für die Spieler im Mittagstraining vor der Abfahrt erst einmal „die Knochen zu sortieren“, wie es Trainer Patrick Glöckner formulierte. Daher konnte er auch noch nicht sagen, in welcher Formation er das Spiel bei seinem Ex-Verein angehen wird. Klar ist, dass Marcel Costly nach Verbüßung seiner Gelbsperre wieder dabei sein und vermutlich auch Dominik Martinovic wieder dem Kader angehören wird.
Aber auch die Spieler, die zuletzt auf dem Rasen standen, machten ihre Sache nicht schlecht. Waren nach der Winterpause in Erinnerung an die Spiele vor Weihnachten die Bedenken aufgrund des Spielplans mit vier Auswärtsspielen in zehn Tagen noch groß, liest sich die Bilanz positiv. Nur ein Gegentor in drei Spielen und fünf Punkte können sich sehen lassen. Mit mehr Fortune wären sogar neun Zähler möglich gewesen, wenn man an die vergebenen Chancen von Marcel Hofrath in Uerdingen und Marcel Seegert bzw. Marco Schuster in Halle kurz vor dem Ende denkt.
Durch die „kontrollierte Offensive“, wie es Otto Rehagel sagen würde, erspielte sich das Team aber insgesamt auch zu wenig eigene Chancen, um den Sieg zu erzwingen. „Wir wollen natürlich immer attraktiven offensiven Fußball spielen, trotzdem wollen wir auch immer die nötige Balance in der Defensive haben. In zwei der letzten vier Spiele haben wir zu Null gespielt, dies ist ja auch eine sehr gute Entwicklung und Leistung“, betont Glöckner. Gut gehalten und damit seine Position im Tor gefestigt hat dabei auch Timo Königsmann. Glöckner erinnerte an zwei Szenen in Halle, in denen der Keeper nicht zu bezwingen war. Ein Wechsel im Tor wird es konsequenterweise nicht geben und Königsmann wird weiter im Tor stehen.
Gegen die etwas verunsicherte Kölner Viktoria ist am Samstag um 14 Uhr mit etwas mehr Offensivdrang die Siegchance des SVW gegeben, auch wenn Glöckner warnt: „Köln hat im Jahr 2021 zwar noch kein Tor geschossen, aber wir wissen, dass sie eine offensive Wucht haben. Ich erwarte auch, dass sie eine Reaktion auf die Kritik zeigen wollen, weil sie nur eines der letzten zehn Spiele gewonnen haben. Wir müssen da höllisch aufpassen“, warnt der Coach. Der letzte Heimdreier der Viktoria datiert vom 5. Dezember (2:1 gegen 1860 München), danach verloren die Domstädter alle drei Heimspiele gegen Uerdingen, Dresden und Türkgücü München.
Besondere Emotionen verspürt Glöckner, der vor knapp zwei Jahren vor dem letzten Spieltag von den Kölnern den Stuhl vor die Tür gesetzt bekam, nicht. „Es freut mich natürlich, alte Bekannte zu sehen, aber es ist für mich ein Spiel wie jedes andere“, betont er. Es ist auch ein Spiel, in dem er weiter auf Max Christiansen und Jesper Verlaat verzichten muss, auch wenn er sich das anders gewünscht hätte. Doch die Rückkehr naht bei beiden Akteuren. Gegen Dresden könnte es für Christiansen schon zu einem Platz im Kader reichen, Verlaat soll am nächsten Wochenende wieder dazustoßen.
Das Spiel in Köln ist der Auftakt der Rückrunde, 24 Punkte holte der SVW bislang, womit derzeit keine Abstiegsgefahr herrscht. Einen dieser 24 Zähler holte der SVW im Hinspiel gegen Viktoria Köln. Seinerzeit legte Waldhof einen guten Start hin, gab die 2:0-Führung aber noch aus der Hand und spielte 2:2. Ebenfalls 2:2 endete auch das Spiel in Köln im letzten Jahr. Auch da gaben die Mannheimer ein 2:0 noch aus der Hand. Damals hatte Arianit Ferati Sekunden vor dem Ende bei seinem Lauf auf das Tor den Siegtreffer auf dem Fuß. Dies wird diesmal nicht passieren, denn Ferati fällt wegen seines Kapselrisses noch aus.
{loadmoduleid 374}
zurück