Er war immer eine feste Größe im Kader des Drittligisten. Im Moment muss sich Marcel Seegert hinten anstellen. Eine ungewohnte Situation für ihn. AS Sportfoto

Er war immer eine feste Größe im Kader des Drittligisten. Im Moment muss sich Marcel Seegert hinten anstellen. Eine ungewohnte Situation für ihn. AS Sportfoto

Knifflige Auswärtshürde – Der SV Waldhof muss bei Aufsteiger Münster antreten

Waldhof Mannheim | erstellt am Fr 01.09.2023

Der 3:2-Sieg gegen den Halleschen FC war ein ganz wichtiger. Nach der Partie sah man den Spielern bei den Interviews und als sie das Carl- Benz-Stadion verließen an, dass ihnen da etliche Steine vom Herzen gefallen sind.

Im Umfeld hofft man nun, dass dieser Erfolg eine Art Initialzündung war. Denn noch ist nicht viel gewonnen. Der SVW belegt mit 4 Punkten aus 4 Spielen den 15. Tabellenplatz. Folglich sollte man versuchen, bereits am Samstag nachzulegen. Dann gastieren die Blauschwarzen bei Preußen Münster, das als Aufsteiger mit ebenfalls 4 Zählern nur einen Rang hinter den Mannheimern liegt und alle Punkte bis dato daheim holen konnte. Waldhof Trainer Rüdiger Rehm begegnet dem Kontrahenten aus Nordrhein-Westfalen mit Respekt und betont: „Sie werden zuhause von vielen Zuschauern unterstützt, die Stimmung machen. Wir treffen auf eine Mannschaft, die eingespielt ist und noch einmal weiter verstärkt wurde. Sie wollen uns sicher das Leben schwer machen.“

Angst braucht man als SVW aber keine zu haben, schließlich hat man in allen bisherigen Spielen bislang gute Ansätze gezeigt und sich gefühlt von Woche zu Woche gesteigert. Besonders beeindruckend war es, wie die Mannheimer auf den frühen Rückstand (4.) gegen Halle reagiert haben und bis zur 13. Minute drei eigene Treffer nachlegen konnten. Weniger gut war es, was man nach der Pause zustande gebracht hat. Da begann dann nämlich nochmals das große Zittern, man war weit davon entfernt, es souverän zu Ende zu spielen. Das ist etwas, was diese junge Mannschaft noch lernen muss.

In Münster fehlen werden weiterhin der Innenverteidiger Malte Karbstein und Torhüter Jan-Christoph Bartels. Der Schlussmann hat nach wie vor mit den Nachwirkungen seiner Kopfverletzungen aus dem Lübeck Spiel zu kämpfen und trainiert weiterhin nur individuell. Ansonsten kann Rehm aus dem Vollen schöpfen, was so viel heißt wie, dass es erneut Härtefälle geben wird. So stand Angelo Gattermayer, der eigentlich als Toptransfer angesehen wurde, jetzt mehrfach gar nicht im Kader.

Unter der Woche hat Kenny Okpala einen Profivertrag unterschrieben, was sicher auch mit Trainer Rehm zusammenhing, der ihn im Training unter seinen Fittichen hat. „Das mit dem Profivertrag passt und er macht einen sehr guten Job“, lobt ihn der Coach. „Er muss weiter in der U21 Spielpraxis sammeln und noch viel lernen, aber ich bin mir sicher, dass er in dieser Saison noch seine Chance bei uns bekommen wird.“

Marcel Seegert hat sich schon häufig bewiesen. Als Kapitän ist er jahrelang voran gegangen. Momentan muss er sich jedoch hinten anstellen. Julian Riedel und Tim Sechelmann haben in der Innenverteidigung die Nase vorne. Das wird wohl auch in Münster wieder so sein. „Er ist natürlich nicht begeistert mit seiner Situation. Bis zum Halle Spiel habe ich die anderen vorne gesehen. Er gibt Vollgas und ein echter Typ und kann in der Luft einiges wegmachen. Jetzt muss er sich an den anderen vorbeikämpfen“, betont Rehm.

 

 

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