Dortmunder Jubel, nach der schnellen 0:2 Führung im Mannheimer Carl-Benz Stadion. Bild: Alfio Marino

Dortmunder Jubel, nach der schnellen 0:2 Führung im Mannheimer Carl-Benz Stadion. Bild: Alfio Marino

Der nächste Nackenschlag – Der SV Waldhof verliert gegen Dortmund II mit 1:3 (1:2)

Waldhof Mannheim | erstellt am Sa 21.10.2023

90 enttäuschende Minuten später muss man sagen: Gründlich falsch gedacht. Mit 1:3 (1:2) zog man erneut den Kürzeren und blieb abermals ganz viel schuldig.

Insbesondere der Start war katastrophal. Es war nicht einmal eine Minute von der Uhr gelaufen, da lag man schon mit 0:1 hinten. So als ob man noch in der Kabine wäre, ließ man die Gäste gewähren, die sich artig bedankten: Julian Hettwer hatte keine Mühe den Ball an Jan-Christoph Bartels, der erneut vor Lucien Hawryluk den Vorzug im Tor bekam, vorbeizuschießen.

Für den SVW war das natürlich Gift, da man ohnehin schon verunsichert in dieses Spiel gegangen ist. Und Dortmund nutzte das, erarbeitete sich weitere Chancen. Eine davon verwertete Falko Michel, der in der 14. Minute mit einem Distanzschuss aus gut und gerne 22 Metern das 0:2 besorgte. Völlig ungehindert durfte er sich quasi die Ecke aussuchen und machte das dann auch sehenswert.

 

Waldhofs Malte Karbstein erzielt in dieser Szene den 1:2 Anschlusstreffer. Bild: Alfio Marino

Die Mannheimer erholten sich nach und nach von dem Schock und probierten selbst den Vorwärtsgang einzulegen, echte Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus. Bis zur 27. Minute, in der Kelvin Arase vom rechten Flügel flach in Richtung Tor schoss, der Ball flutschte durch den Strafraum der Gäste und landete am langen Pfosten direkt bei Waldhofs Innenverteidiger Malte Karbstein, der sich ganz lang machte und den Ball im Fallen über die Linie drückte.

Jetzt keimte wieder Hoffnung auf. Vor allem nach dem Pausentee rechneten alle mit Mannheimern, die nun Vollgas in Richtung BVB Tor geben. Doch daraus wurde es nichts. Es fehlte – wie zuletzt häufiger – die Struktur im Spiel der Blauschwarzen. Stattdessen vergaben die Dortmunder noch einige Hochkaräter, ehe Pohlmann mit einem Distanzschuss das völlig verdiente und zu diesem Zeitpunkt überfällige 1:3 (69.) erzielte.

Chefcoach Rüdiger Rehm sagte später auf der Pressekonferenz: „Es war ein Sieg, der verdient war für den BVB. Für uns war es ein Nackenschlag. Wir sind jetzt in einer kritischen Situation und müssen da wieder rauskommen.“

Für den Hoffnungsträger, Chefcoach Rüdiger Rehm, bläst der Wind rauer ins Gesicht. Die kritischen Stimmen bei den Fans werden lauter. Bild: Alfio Marino.

Nun kann man reden wie man will. Es fehlt nicht viel Fantasie dazu, um zu erkennen, dass es in dieser Spielzeit für den SVW nur ums Überleben gehen kann. In den letzten Jahren war es häufig so, dass sich relativ schnell herauskristallisiert hatte, dass es Mannschaften gibt, die einfach vom Rest abfallen und die man somit sicher hinter sich lassen kann. Heuer ist das anders.

Und genau das ist es, was viele Anhänger des SV Waldhof beunruhigt. Man sollte schnellstmöglich wieder in die Spur finden, andernfalls könnte diese Saison, in der man bewusst auf junge Spieler setzt, um eine Mannschaft mit Zukunft zu entwickeln, mit dem Abstieg in die Regionalliga enden.

Waldhof: Bartels – Sechelmann, Riedel, Karbstein, Jans – Rieckmann, Lockl (87. Seegert – Abifade (78. Gouras), Arase (66. Hawkins) – Herrmann (66. Okpala), Sohm (78. Taz).
Dortmund II: Lotka – Tattermusch (90. Suver), Papadopoulos, Blank, Guille Bueno – Eberwein (68. Kamara), Pfanne, Pohlmann (82. Roggow) – Elongo-Yombo, Hettwer (90. Otuali Omohe), Michel.

Tore: 0:1 Hettwer (1.), 0:2 Michel (14.), 1:2 Karbstein (27.), 1:3 Pohlmann (69.)
Zuschauer: 8514.
Schiedsrichter: Bauer (Mainz).
Gelb-Rote Karte: Elongo-Yombo (Dortmund/86.).

 

 

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