Terence Boyd (1. FCK) könnte der Hoffnungsträger für die Mannheimer werden. Letztendlich wird es an Präsident und Geldgeber Bernd Beetz liegen, wie der Transferpoker ausgeht. Bild: IMAGO / Jan Huebner.

Terence Boyd (1. FCK) könnte der Hoffnungsträger für die Mannheimer werden. Letztendlich wird es an Präsident und Geldgeber Bernd Beetz liegen, wie der Transferpoker ausgeht. Bild: IMAGO / Jan Huebner.

Der aktuelle Stand beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim

Waldhof Mannheim | erstellt am Di 09.01.2024

sport-kurier. Am Mannheimer Alsenweg herrscht derzeit die große Ruhe. Denn die Protagonisten sind ausgeflogen. Der SV Waldhof Mannheim ist am Sonntag in sein Trainingslager ins türkische Side aufgebrochen.

Eigentlich sollte da auch schon ein gewisser Terrence Boyd mit im Flieger sitzen. Doch der Transfer des Stürmers vom 1.FC Kaiserlautern wird so langsam aber sicher zur Hängepartie. Schließlich hatte Ende letzter Woche schon alles nach einer Einigung ausgesehen, doch derzeit scheint ein wenig Stillstand zu herrschen. Von Vereinsseite des SVW hält man sich komplett bedeckt. Doch es ist ein offenes Geheimnis, dass es derzeit noch an der Ablösesumme hängen soll. Nach übereinstimmenden Medienberichten will der Zweitligist 100.000 Euro vom SVW haben. Einerseits kann man sagen, dass das für einen Mann vom Format Terrence Boyd akzeptabel ist, andererseits muss man jedoch auch festhalten, dass der Vertrag des 32-jährigen im kommenden Sommer ohnehin ausläuft.

Nichtsdestotrotz wären die Mannheimer gut beraten, sich nicht zu lange Zeit zu lassen, schließlich könnte sonst noch ein anderer Verein auf der Zielgeraden dazwischenfunken. Das große Plus des SVW ist, dass Boyd in Heidelberg lebt und auch nicht mehr wegziehen will. Dennoch sollte man sich darauf nicht verlassen.

Es gilt als sicher, dass der SVW und Boyd sich schon einig sind. Die Taktik der Waldhöfer könnte es nun sein, auf Zeit zu spielen. Denn es dürfte klar sein, dass der FCK seinen Stürmer, der mittlerweile nur noch die Nummer 4 im Kader ist, spätestens am letzten Tag vor Schließung des Transferfensters kostenlos ziehen lässt, denn andernfalls käme es Kaiserlautern aufgrund des noch ausstehenden Gehalts noch teurer.

Ein neuer Mann ist bereits mit die Türkei gereist. Die Rede ist von Kevin Goden, der 24 Jahre alt ist und in der Hinrunde noch für den 1. FC Düren in der Regionalliga West gespielt hat. Goden ist ein flexibel einsetzbarer Offensivspieler, der auf den ersten Blick kein spektakulärer Transfer war. Auf den zweiten aber ein durchaus interessanter. Goden erzielte in Düren in 16 Spielen 12 Tore und bereitete 6 weitere vor. Das sind Topwerte, insbesondere dann, wenn man noch tiefer in die Statistik eintaucht. So ist es ihm gelungen seine Tore auf 9 Spiele aufzuteilen. Er war in Düren also kein Stürmer, der an einem guten Tag mal 3 Treffer oder einen Doppelpack erzielt und dann wieder viele Spiele Ladehemmung hatte – so wie etwa Ex-Waldhofspieler Dominik Martinovic.

Goden scheint in gewisser Weise bereits ein Vorgriff auf die sich anbahnenden Abschiede von Berkan Taz und Angelo Gattermayer zu sein. Boyd soll völlig unabhängig von Goden an den Alsenweg transferiert werden. Klappt das, hätte man in der Offensive definitiv zugelegt. Aber das reicht noch nicht. Es lässt sich darüber streiten, ob man auch im Mittelfeld nochmals nachlegen muss. Unbestritten ist jedoch, dass in der Innenverteidigung noch ein guter Mann gut tun würde. Im Idealfall ein großer Spieler, der eine gewisse Kopfballstärke mitbringt, denn gerade bei hohen Bällen ist der SVW extrem anfällig bis dato. Von Vorteil wäre es natürlich auch, wenn potentielle Neuzugänge schnellstmöglich angeworben werden können, um sie noch im Trainingslager integrieren zu können.

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