Bild: vorne Jid Okeke (Waldhof) gegen Leon Dajaku (Rostock). Hansa Rostock vs. SV Waldhof Mannheim, 3.Liga, 2.Spieltag, Spielzeit 2026-2027, Rostock Ostseestadion Mecklenburg - Vorpommern. Foto: IMAGO/Andy Bünning.
Showdown im DFB Pokal: Der SV Waldhof empfängt den 1. FC Kaiserslautern
3. Liga | erstellt am Fr. 21.08.2026
sport-kurier. In der ersten Runde des DFB-Pokals gibt es auch in diesem Jahr wieder ein paar interessante Paarungen, doch eine überstrahlt vor allem aus regionaler Sicht gewissermaßen alle: Am Freitag (Anpfiff ist um 18 Uhr) erwartet der SV Waldhof den 1.FC Kaiserslautern zum Südwestderby. Und das hat Ausmaße angenommen, die weit über das Sportliche hinausgehen. Schon seit Tagen werden von beiden Fanszenen gewisse Aktionen durchgeführt. Wände, Schilder und auch Züge besprüht und beschmiert. Zumeist mit unschönen Hassparolen.
Die Stimmung ist derart angespannt, dass die Polizei alle Hände voll zu tun haben wird, um beide Fanlager zu trennen und für einen reibungslosen Ablauf sorgen zu können. Das Carl-Benz-Stadion war sofort komplett ausverkauft, folglich wird auch eine imposante Stimmung herrschen. Sportlich ist die Ausgangslage vermeintlich klar. Die „Roten Teufel“ stellen eine erfahrene Mannschaft, die in den letzten Jahren in der 2.Liga stets eine gute Rolle gespielt hat. Der SVW stand dagegen zweimal ganz nah am Abgrund und wäre um ein Haar in die Regionalliga durchgereicht worden.
Letzte Runde spielte man erstmals eine sorgenfreie Saison und landete im gesicherten Mittelfeld. Aktuell haben die „Buwe“ bereits 2 Spiele in der 3.Liga auf dem Buckel und die liefen gut. Gegen Fortuna Düsseldorf gelang ein 2:1 Heimerfolg und bei Hansa Rostock schnupperte man an einem Auswärtssieg, musste sich unter dem Strich aber mit einem 3:3 Remis begnügen. Da beide Teams zu den Titelkandidaten zählen, ist der Auftakt der Mannheimer aber definitiv als geglückt zu bezeichnen. Würde jetzt noch ein Sieg im Kräftemessen mit dem großen Rivalen aus der Pfalz gelingen, wäre die Euphorie vermutlich grenzenlos.
Insgesamt werden 23513 Zuschauer dabei sein. 3514 davon werden im Gästeblock sein. Außerdem sollen laut Gerüchten auch einige FCK-Fans Karten für die Haupttribüne besitzen. Was aber keine gute Idee wäre, da die Begegnung als Hochrisikospiel gilt und deshalb strikte Fantrennung eingehalten werden soll bzw. muss.
Aus Mannheimer Sicht wird es ein sehr hartes Stück Arbeit, sich für die 2. Runde im DFB Pokal zu qualifizieren. Am Donnerstagmittag fand die Pressekonferenz zum Pokal-Knüller statt. Sie lief wie es zu erwarten war, Rui Mota, der als neuer Coach der Waldhöfer in Lohn und Brot steht, hielt sich mal wieder recht bedeckt. „Es ist ein sehr spezielles Spiel im deutschen Pokal und dann geht es noch gegen so einen großen Rivalen. Wir sind zu 100 Prozent fokussiert“, sagte Trainer Rui Mota. Er und die Mannschaft würden um die Bedeutung des Spiels wissen. Es sei ein Fakt, dass man seit 30 Jahren nicht mehr gegen diesen Gegner gewonnen hat und es wäre doch eine tolle Sache, dass man es jetzt mit diesem Team schaffen kann, Kaiserslautern wieder zu schlagen. „Ich kann versprechen, dass wir leidenschaftlich spielen werden und die Stadt gut vertreten werden. Wir wollen den Fans etwas bieten.“
Unter der Woche wurde am Trainingsgelände am Alsenweg auch an den Schwächen vom Spiel gegen Hansa Rostock gearbeitet, wo man beim 3:3 zwar eine gute Leistung zeigte, aber auch alle 3 Gegentore nach ruhenden Bällen bekommen hatte. „Wir verstehen, warum die Tore so gefallen sind. Wir haben es den Spielern gezeigt und sie haben gesehen, was sie anders machen müssen. Standards sind sehr wichtig und wir wollen das besser machen“, betonte Mota.
Personell sieht es folgendermaßen aus. In Rostock fiel Torhüter Thijmen Nijhuis wegen einem Magendarminfekt aus. Nun sei der Stammtorhüter aber wieder voll einsatzfähig. Ansonsten hat sich bei den verletzten Spielern nichts getan.
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