Torschütze Francisco Mascarenhas (Masca, SV Waldhof, 11), erzielt das Tor zum 2:0. 20.09.2026, Mannheim (Deutschland), Fussball, 3. Liga, SV Waldhof Mannheim - SC Preußen Münster. Foto: IMAGO/foto2press
Große Erleichterung beim SV Waldhof: 2:0 Sieg gegen Preußen Münster
3. Liga | erstellt am Mo. 21.09.2026
sport-kurier. Es war ein „Dreier“, mit dem im Vorfeld wohl nur die Wenigsten gerechnet haben, der ehrlicherweise aber auch nicht ganz so überraschend gekommen ist. Der SV Waldhof hat am Sonntag im Regenspiel gegen Preußen Münster mit 2:0 (1:0) gewonnen. Und damit wieder einmal bewiesen, dass man sich gegen vermeintliche Favoriten leichter tut. So hatte man auch am ersten Spieltag Fortuna Düsseldorf mit 2:1 schlagen können. Münster und Düsseldorf sind beide aus der 2.Liga abgestiegen und zählen zu ernsthaften Kandidaten für den Wiederaufstieg.
Zu merken war im Falle von Münster davon am Sonntag so gut wie nichts. Die „Buwe“ hatten die Gasttruppe über die 90 Minuten im Griff. Ernsthafte Torgefahr entstand bei Münster so gut wie gar nicht. Wenn es einmal halbwegs brenzlig wurde, dann nach Standardsituationen. Insbesondere Einwürfe schleuderte Preußen mehrfach katapultartig in den Mannheimer Strafraum. So entstand auch das „Tor“ der Gäste. Waldhof konnte in der 83. Minute nicht konsequent genug klären und Makridis schnappte sich den Abpraller und versenkte ihn aus etwa 18 Metern knallhart unter der Latte. Es wäre das 1:1 gewesen doch die Unparteiischen gaben den Treffer nicht. Der Linienrichter hob die Fahne. Warum er das tat, war nicht komplett zu entschlüsseln, da im Strafraum des SVW sehr viel los war. Möglicherweise stand ein Münsteraner in der Schussbahn und dabei im Abseits.
Verdient wäre das Tor jedenfalls nicht gewesen, aber typisch für ein Fußballspiel, denn die Quadratestädter waren zuvor mit ihren Chancen sehr fahrlässig umgegangen. Nachdem Julian Rieckmann in der 9. Spielminute mit einem sehenswerten Schuss auf 1:0 stellte, agierte man teilweise kläglich vor dem gegnerischen Tor. Die dicksten Möglichkeiten vergaben Darnell Keumo (41. Minute) und Lovis Bierschenk (44.). Beide kamen im Strafraum an den Ball und zielten jeweils in Richtung rechter Pfosten. Beide verfehlten das Tor aber knapp. Normalerweise muss davon mindestens ein Schuss drin sein.
Deshalb war zu befürchten, dass die Preußen nach der Pause das Spiel mit einer Aktion auf den Kopf stellen könnten. Und so war es schließlich eigentlich auch, hätte Gewaltschuss in der 83. Minute gezählt.
Die Entscheidung gelang dem kurz zuvor eingewechselten Masca. Der Portugiese wurde vom ebenfalls eingewechselten Jid Okeke bedient und traf per Kopf zum viel umjubelten 2:0. „Für uns war es das erwartet schwere Spiel“, bilanzierte SVW-Headcoach Rui Mota nach dem Duell, „Münster ist körperlich eine sehr gute Mannschaft. Wir haben insgesamt einen sehr guten Job gemacht. Wir wollten eigentlich früher auf das zweite Tor gehen.“
SV Waldhof Mannheim: Nijhuis – Klünter, Ogbemudia, Kammerknecht, Keumo (83. Okeke) – Müller, Thill (62. Masca), Rieckmann – Michel (83. Thalhammer), Gregorio (76. Ulbricht), Bierschenk (83. Mendes)
Preußen Münster: Behrens – Tikvic, Zeller, Paetow – Varelmann (66. Altmann), Maier (66. Stuhlmacher), Preißinger (66. Makridis), Kolbe (77. Tasov) – Johansson, Ndikom – Higl (77. Schulz)
Tore: 1:0 Rieckmann (9.), 2:0 Masca (87.).
Zuschauer: 9698.
Schiedsrichter: Uhrig (Hamburg).