Terrence Boyd (SV Waldhof Mannheim, #13), Torschütze zum 2:1, mit Noah Sarenren Bazee (SV Waldhof Mannheim, #37). Fussball: 3. Liga, 11. Spieltag, SV Waldhof Mannheim vs. TSG 1899 Hoffenheim II. Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH.

Terrence Boyd (SV Waldhof Mannheim, #13), Torschütze zum 2:1, mit Noah Sarenren Bazee (SV Waldhof Mannheim, #37). Fussball: 3. Liga, 11. Spieltag, SV Waldhof Mannheim vs. TSG 1899 Hoffenheim II. Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH.

Derby im Ludwigspark: Waldhof reist mit Rückenwind und 1.800 Fans an

3. Liga | erstellt am Sa. 31.10.2026

sport-kurier. Volle Gästeränge, zwei offensivstarke Mannschaften und nur ein Punkt Unterschied: Das Südwestderby zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem SV Waldhof Mannheim verspricht Spannung. Am Sonntag, 1. November, gastieren die „Buwe“ um 13:30 Uhr im Ludwigsparkstadion. Rund 1.800 Waldhof-Anhänger werden ihre Mannschaft begleiten. Der Gästebereich ist ausverkauft, für die Anreise steht auch ein Entlastungszug bereit. Sportlich bietet sich den Mannheimern die Gelegenheit, mit einem Sieg am Rivalen vorbeizuziehen.

Die Unterstützung von den Rängen ist für Trainer Rui Mota ein wichtiger Faktor. „Knapp 2000 Fans werden uns sicher viel Energie geben, die man in so einem Derby auch gut gebrauchen kann“, betont der Portugiese. Seine Mannschaft reist nach dem 4:1 gegen Hoffenheim II mit einem Erfolgserlebnis an. Allerdings bleibt die fehlende Konstanz ein Thema: Auf das überzeugende 5:1 in Großaspach folgten Niederlagen gegen Ingolstadt und in Würzburg, ehe gegen die Hoffenheimer Reserve die nächste deutliche Steigerung gelang. Der Auftritt im Saarland wird damit auch zum Prüfstein für die Stabilität des SVW.

Boyd im Blickpunkt – Thill fehlt gesperrt

Besonders viel Aufmerksamkeit dürfte Terrence Boyd erhalten. Der erfahrene Angreifer entschied die Partie gegen Hoffenheim II nach seiner Einwechslung mit drei Treffern. Dabei fiel das klare Ergebnis erst spät: Nach dem frühen Rückstand hatte Gustavo Gregório zunächst ausgeglichen, bevor Boyd ab der 78. Minute seinen großen Auftritt hatte. Der Sieg beendete die beiden vorausgegangenen torlosen Niederlagen und zeigte zugleich, welchen Einfluss die Einwechselspieler auf das Mannheimer Angriffsspiel nehmen können.

Personell steht allerdings eine Veränderung fest. Vincent Thill fehlt nach seiner fünften Gelben Karte. Damit fällt ein Spieler aus, der gegen Hoffenheim noch zur Startelf gehörte. Mota äußerte sich vor dem Derby dennoch zuversichtlich über die vorhandenen Alternativen, ohne sich öffentlich auf eine Besetzung festzulegen.

Saarbrückens Angriff stark, die jüngste Bilanz mit einem Dämpfer

Nach elf Spieltagen liegt Saarbrücken mit 17 Punkten auf Rang vier, Waldhof folgt mit 16 Zählern auf Platz sieben. Vor allem die Offensive macht den FCS gefährlich: 26 Tore stehen bereits zu Buche. Gleichzeitig kassierten die Saarländer 20 Gegentreffer – die Angriffsstärke ging bislang also nicht durchgehend mit defensiver Sicherheit einher. Mannheim weist mit 20:17 Toren die ausgeglichenere, aber weniger spektakuläre Bilanz auf.

Mota erwartet ein enges Duell und verweist auf die offensive Ausrichtung beider Mannschaften. Besonders die Effizienz der Gastgeber hat er im Blick: „Wenn sie mal vorne sind, haben sie eine gute Effizienz. Deshalb wird es unser Ziel sein, sie möglichst von unserem eigenen Tor fernzuhalten.“

Ungetrübt ist die Stimmung beim FCS vor dem Derby allerdings nicht. Die jüngste 2:3-Niederlage beim TSV Havelse war ein empfindlicher Rückschlag. Saarbrücken hatte zunächst geführt, konnte daraus aber keinen Punktgewinn machen. Trainer Argirios Giannikis kritisierte anschließend auch die eigene Leistung und den Umgang seiner Mannschaft mit schwierigen Spielphasen.

Den Waldhof schätzt Giannikis entsprechend ernst ein: „Sie sind eine dynamische und körperliche Mannschaft, die speziell über die Flügel Dynamik erzeugt und eine gute Boxbesetzung hat. In ihren Ergebnissen sind sie schwankend, wir sind natürlich gewarnt. Aber wir freuen uns auf das Spiel.“

Für Mannheim geht es neben den Punkten auch um das Ende einer langen Wartezeit. Der letzte Sieg in Saarbrücken liegt seit 2018 zurück. Ein Erfolg würde somit gleich mehrfach zählen: als Derbysieg, als Bestätigung des Hoffenheim-Spiels und als Sprung am direkten Konkurrenten vorbei. Die Unterstützung dafür ist gesichert – nun richtet sich der Blick auf die Mannschaft.

zurück