Der SV Waldhof Mannheim ist Pokalsieger 2025/2026 und qualifiziert sich somit für das DFB Pokal 2026/2027 beim BfV-Pokalfinale VfR Mannheim - SV Waldhof Mannheim 07 am 23.05.26 in Carl Benz Stadion, Mannheim  xamx Foto: Alfio Marino

Der SV Waldhof Mannheim ist Pokalsieger 2025/2026 und qualifiziert sich somit für das DFB Pokal 2026/2027 beim BfV-Pokalfinale VfR Mannheim - SV Waldhof Mannheim 07 am 23.05.26 in Carl Benz Stadion, Mannheim xamx Foto: Alfio Marino

Der Favorit holt den Pokalpott: Waldhof schlägt den VfR Mannheim mit 3:0 (1:0)

3. Liga | erstellt am Sa. 23.05.2026

sport-kurier. Am Ende hörte sich das Ergebnis klarer an, als es das Spiel war: Der SV Waldhof Mannheim hat sich im Endspiel des Badischen Fußball Pokals mit 3:0 (1:0) gegen den VfR Mannheim durchgesetzt. 16.951 Zuschauer gaben dem Stadtderby bei strahlendem Sonnenschein einen tollen Rahmen.

Unter dem Strich war es ein verdienter Erfolg des Drittligisten gegen den Oberligisten, weil er nie in Gefahr war. Allerdings bekleckerte sich der SVW selbst nicht mit Ruhm. „Es war ein sehr enges Spiel. Aber wir haben es dennoch gut gemacht – mit und ohne Ball. Das Tor von Terrence war super“, freute sich Waldhof-Trainer Luc Holtz, für den es das letzte Spiel auf der Bank des SV Waldhof war. Dies teilte er trotz eines eigentlich noch laufenden Vertrages mit.

Arianit Ferati (SV Waldhof Mannheim, 10) beim BfV-Pokalfinale VfR Mannheim – SV Waldhof Mannheim 07 am 23.05.26 in Carl Benz Stadion, Mannheim. Foto: Alfio Marino

Insbesondere in der Anfangsphase war von einem Zweiklassenunterschied nichts zu spüren. Die Rasenspieler begannen mutiger, ohne dennoch ernsthaft gefährlich vor dem Waldhoftor aufzutauchen. Und so hatte der SVW folgerichtig auch die erste größere Chance. Samuel Abifade probierte es in der 10. Spielminute aus einem etwas spitzeren Winkel mit einem Gewaltschuss, den VfR-Goalie David Nreca-Bisinger aber entschärfen konnte.

Der Außenseiter hatte in der 17. Minute seinerseits eine dicke Möglichkeit: Alexandru Paraschiv probierte es mit einem Schuss im Strafraum, fand aber ebenfalls in Waldhofs Torsteher Thijmen Nijhuis seinen Meister. Als Warnschuss ging dies jedoch allemal durch. Und es war Boyd, der schnell die passende Antwort präsentierte. Der Waldhof Stürmer wurde schön auf Höhe der Strafraumlinie freigespielt und schoss den Ball unhaltbar zum 1:0 in den Winkel (18. Minute).

Lovis Bierschenk trifft ins Schwarze: 0-2 SV Waldhof Mannheim
beim BfV-Pokalfinale VfR Mannheim – SV Waldhof Mannheim 07 am 23.05.26 in Carl Benz Stadion, Mannheim. Foto: Alfio Marino

Ein sehenswerter Abschluss, der eine Initialzündung hätte sein können. Doch kaum in Führung gegangen, schien der Waldhof einen Gang zurückzuschalten. Er konnte von Glück sagen, dass dem Rivalen die Mittel fehlten, um sich weitere echte Chancen herauszuspielen und so konnte man den 1:0 Vorsprung mit in die Pause nehmen.

Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung zusehends. Die Überraschung lag aber immer in der Luft. Das nicht etwa, weil der VfR besser war, sondern weil schon ein Standard reichen kann, um ein Tor zu erzielen. Das erzielten dann jedoch wieder die Favoriten vom Alsenweg. Es lief die 70. Minute, in der Maximilian Thalhammer sich über die rechte Seite gut durchsetzen und zu Lovis Bierschenk passen konnte. Das Talent, das im Winter vom FSV Mainz 05 II gekommen war, nutzte diese Gelegenheit und schloss trocken ins kurze Eck zum 2:0 ab.

Zugutehalten musste man dem VfR, dass er sich trotzdem nicht aufgab und es weiter versuchte. In der 84. Minute wurde dem Oberligisten aber endgültig der Stecker gezogen: Hier schaffte es der SV Waldhof mal einen Konter ins Ziel zu bringen. Boyd erhielt den Ball auf Höhe der Mittellinie und bediente Julian Rieckmann, der alleine auf das Tor zu lief. Zuerst scheiterte er, verwandelte aber den Nachschuss zum 3:0.

Die Spieler des VfR Mannheims holen sich die Medaille ab.
BfV-Pokalfinale VfR Mannheim – SV Waldhof Mannheim 07 am 23.05.26 in Carl Benz Stadion, Mannheim. Foto: Alfio Marino

Ein paar Minuten später flog schließlich das Konfetti durchs Carl-Benz-Stadion, als dem SVW der Siegerpokal überreicht wurde. Die Freude war groß, denn viel wichtiger als der eigentliche Pokalgewinn ist die damit verbundene Teilnahme am DFB Pokal, die den Waldhöfern eine Menge Geld in die Kassen spülen wird.

Marcel Abele, der den VfR Mannheim trainiert war stolz auf seine Mannschaft: „Es war ein großartiges Erlebnis. Die Kulisse war sensationell. Was die Fans da abgezogen haben, das macht schon Spaß. Normalerweise laufen wir hier oft vorbei, jetzt mal hier drin spielen zu dürfen, das war schon toll. Für mich ist das auch eine Umstellung, da kannst du schreien wie du willst, dich hört keiner der Spieler. Ich habe meinen Jungs vorher schon gesagt, sie sollen es genießen.“

Waldhof: Nijhuis – Ba (86. Yigit), Klünter, Ogbemudia, Abifade (74. Sechelmann) – Thalhammer, Sietan (74. Rieckmann) – Bierschenk, Thill (56. Ferati), Michel (80. Muteba) – Boyd

VfR: Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Sentürk, Stellwagen (89. Becker) – Krüger (81. Veselaj), Marx, Paraschiv (69. Seifert) – Esswein, Berko (76. Thum), Pander (88. Kadner)

Tore: 1:0 Boyd (18.), 2:0 Bierschenk (70.), 3:0 Rieckmann (84.)
Zuschauer: 16.951

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