Weinheims Ex-Torjäger Thorsten Kniehl trifft in dieser Szene gegen seinen neuen Verein, den FV Fortuna Heddesheim (Pokalspiel 14/15). Bild: SPK
Sportkurier-Serie (15) – Im Kader der TSG 62/09 Weinheim hat sich einiges getan +++ Coach Jörns: „Unter den ersten Fünf landen.“
Verbandsliga | erstellt am Do. 16.07.2015
Auf der Zielgeraden der Saison 2013/2014 traten innerhalb kürzester Zeit Trainer Reiner Hollich und Spielleiter Rolf Lieberknecht zurück. Und zudem noch die drei Abteilungsleiter Diego Rubio-Sanchez, Rudolph Abt und Klaus Flößer.
Der Klub, der auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblickt, stand vor einem Scherbenhaufen. Doch in der Not wurden die richtigen Entscheidungen getroffen: Mit Dirk Jörns installierte die TSG einen neuen Trainer. Und der hatte eigentlich ganz andere Pläne: „Ich wollte die A-Jugend trainieren“, schmunzelt er.
Die Weinheimer spielten eine gute Saison
Mittlerweile ist klar: Jörns war ein Glücksfall. Er formte eine neue Mannschaft, die die letzte Saison auf dem fünften Tabellenplatz beendete. Was deutlich mehr war, als sich alle erhofft hatten. Jörns erklärt: „Man darf nicht vergessen, dass es ein Team war, das aus der Not geboren wurde. Mit neuen Spielern und mit Spielern, die in der Vorsaison fast abgestiegen wären.“ Das Erfolgsgeheimnis war sicher auch der kameradschaftliche Umgang untereinander. „Ich würde schon sagen, dass die Jungs ein verschworener Haufen waren“, betont Jörns.
Weinheims Trainer Dirk Jörns will mit seiner Mannschaft auf die kommende Spielzeit in der Verbandsliga eine gute Rolle spielen. Bild: SPK
Größere Fluktuation im Kader
Und so soll es auch in der neuen Saison wieder sein. Wobei das kein Selbstläufer wird. Denn in Weinheim hat sich einiges am Kader getan. Neu dabei sind Cihad Ilhan (TSV Amicitia Viernheim/Stürmer), Andreas Lerchl (Rot-Weiß Darmstadt/zentrales Mittelfeld), Philip Pfeifer (FC Bensheim/Abwehr), Marcel Lentz (FC Bensheim/Torwart), Daniel Piller (FC Bensheim/Abwehr), Oliver Makan (SV Waldhof U23/Stürmer), Kevin Funder (TSG Lützelsachsen/Offensivspieler), Anil Güner (SG Hemsbach/Abwehr), Nicolas Müller (VfR Mannheim U19/Mittelfeld), Boris Busalt (eigene U23/Torwart), Javier Scalzo (eigene U19/Mittelfeld).
Verlassen haben den Verein hingegen die Torhüter Florian Karlein (Heppenheim) und Johannes Schnell-Kretschmer (Studium in den USA), Thorsten Kniehl, Nico Maxein und Yunus Kavak (alle Fortuna Heddesheim), Franklin Stepanov (SV Waldhof U23) und David Müller (Ziel unbekannt).
Dirk Jörns: „Der Abgang von Kniehl schmerzt besonders“
Einige Abgänge schmerzen, aber der von Kniehl besonders. Jörns: „Er hat in der letzten Saison 21 Tore für uns geschossen, wobei ich denke, dass wir mit Ilhan einen sehr guten Ersatz gefunden haben. Für mich ist er einer der besten Stürmer hier in der Region.“
Die TSG hat bereits am letzten Donnerstag wieder das Training aufgenommen. Gemeinsam gibt man mächtig Gas und lernt sich von Trainingseinheit zu Trainingseinheit besser kennen. Menschlich und spielerisch. Bis sämtliche Automatismen greifen wird es jedoch sicher noch eine Weile dauern. Von Tiefstapelei hält Jörns trotzdem nichts: „Wir waren in der letzten Saison Fünfter, wenn ich jetzt sagen würde, wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, würde mir das niemand abnehmen.“ Und weiter: „Wir möchten wieder unter den ersten fünf Mannschaften landen. Wobei wir jetzt keine Voraussetzungen für die Oberliga mitbringen, aber wir haben sicher eine gute Mannschaft.“

TSV Amicitia Viernheim – TSG 62/09 Weinheim, Verbandsliga, v.l. Weinheims Nico Maxein gegen Viernheims Nico Beck. Bild: Berno Nix
Weinheims Trainer sieht im VfR Mannheim den Topfavoriten / Samstag gehts gegen die TSG Hoffenheim
Topfavorit auf den Titel ist der VfR Mannheim für Jörns. „Sie haben sich nochmals sehr gut verstärkt und haben schon in der letzten Rückrunde der Oberliga sehr gut gespielt.“ Viel hält er zudem von Walldorf II, Bruchsal und dem SV Schwetzingen.
In Sachen Spielsystem bevorzugt man in Weinheim die 4-1-4-1-Variante – und das soll auch weiterhin so bleiben. Wobei man variabel auftreten möchte, um für verschiedene Situationen bereit zu sein. „Es geht eben auch immer darum, dass wir flach und schnell nach vorne spielen. Und all das mit wenig Kontakten.“
Am Samstag kann die TSG das nun auf allerhöchstem nationalem Niveau üben. Um 11 Uhr gastiert die TSG 1899 Hoffenheim zu einem Freundschaftsspiel im Sepp-Herberger-Stadion. Jörns verrät: „Der Vorverkauf ist sehr gut angelaufen. Wir würden uns über viele Zuschauer freuen.“
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