Bild: lofi

Bild: lofi

Sportkurier-Serie (12) – Der SV 98 Schwetzingen peilt das vordere Tabellendrittel an

Verbandsliga | erstellt am Do. 09.07.2015

Was auch mit dem Rücktritt von Jürgen Strube zusammenhing. Mitte April warf der Trainer das Handtuch. Ein Entschluss, der jedoch nicht ganz überraschend kam und nicht nur mit dem mäßigen sportlichen Erfolg zu tun hatte. Der Verein hatte im Februar 2015 entschieden, mit Jürgen Strube in der neuen Saison sowieso nicht weiter zusammenarbeiten zu wollen.

Insofern machte Strube nach einigen weniger positiv verlaufenden Spielen bei den Spargelstädtern vorzeitig Schluss.

Egal, der Blick geht voraus. Mit Steffen Kohl hat nun ein ganz junger Mann das alleinige Sagen. Gerade mal 33 Jahre ist er alt. „Es ist meine erste Trainerstation als Cheftrainer“, freut sich Kohl, „es ist schon toll, welch großes Vertrauen der Verein mir entgegenbringt.“ In Sachen Platzierung peilt Kohl einen Rang im vorderen Drittel der Tabelle an. „Es würde ja nichts bringen, zu sagen, wir wollen Zehnter werden. Es gilt, das Beste herauszuholen.“

Der Chef an der Kommandobrücke – Trainer Steffen Kohl. Foto: lofi
     
Ein Selbstläufer wird es sicher nicht werden. Schließlich haben wichtige Stützen den Verein verlassen. Allen voran Björn Weber, den es zum FV Brühl zieht. Bekanntermaßen ein Spieler, der eine Partie schon mal im Alleingang entscheiden kann. Weber folgt seinem Ex-Trainer Volker Zimmermann nach Brühl. Zudem wechselt Harun Solak zum VfR Mannheim, Ulrich Riedelsheimer zum FV Brühl und Nuri Yüksel zum VfR Walldorf. Bei Michael Stumpf ist das neue Ziel laut Kohl noch unbekannt.

Um die Abgänge aufzufangen, hat Steffen Kohl viele Gespräche geführt – und die verliefen erfolgreich. Acht Neuzugänge stehen am heutigen  Donnerstag (9. Juli) beim Trainingsauftakt auf dem Platz: Fabian Feigenbutz (Astoria Walldorf/rechtes Mittelfeld), Malek Örum (ASV Eppelheim/Abwehrspieler), Jonas Can (SV Sandhausen II/Offensivspieler), Muharrem Iseni (SV Sandhausen II/Offensivspieler), Philipp Kneisel (A-Jugend SV Sandhausen) sowie drei talentierte Eigengewächse, die aus der A-Jugend an die erste Mannschaft herangeführt werden sollen. „In den nächsten Wochen geht es nun vor allem darum, diese Spieler in unser Spielsystem zu integrieren, aber auch die körperlichen Grundlagen müssen geschaffen werden“, erklärt Kohl.

Harun Solak wechselte zum Klassenkonkurrenten VfR Mannheim. Bild: lofi

Die erste kleine Standortbestimmung bekommen die Schwetzinger am 18. und 19. Juli. Dann steigt bei der benachbarten SG Kirchheim-Heidelberg ein Vorbereitungsturnier, das durchaus gut besetzt ist. „Dort würden wir uns natürlich gerne gut präsentieren“, betont Kohl, „auch weil wir kurz darauf ja im Pokal auf Ziegelhausen treffen.“

Einige weitere Testspiele sind bereits beschlossene Sache. Besonders groß ist die Vorfreude auf das Duell mit der Spvgg.06 Ketsch, das aller Voraussicht nach am 22. Juli steigen wird. „Gegen den direkten Nachbarn anzutreten, hat immer etwas“, grinst Kohl.
       
Was bleibt, ist die Frage nach dem langfristigen Ziel in Schwetzingen. Schielt man als Traditionsverein über kurz oder lang nicht auch mal wieder auf die Oberliga? Kohl: „Das ist für mich schwer zu beantworten. Zunächst einmal verfolgen wir andere Ziele, aber falls es irgendwann mal klappen sollte, wäre es natürlich eine tolle Sache.“

zurück
Das könnte Dich auch interessieren:

Archiv Verbandsliga (Fußball)

erstellt am Fr. 18.12.2015

Mehr lesen