Norbert Muris will sich mit den Viernheimern möglichst weit oben positionieren. AS Sportfotos
3:0 in Durlach verloren +++ Viernheims Coach Norbert Muris angesäuert +++ Südhessen wollen trotzdem oben anklopfen
Verbandsliga | erstellt am Do. 27.08.2015
Es war der Morgen nach dem schmerzlichen 0:3 in Durlach, der ersten Saison-Niederlage der Südhessen. Eine Niederlage, die so nicht hätte passieren müssen. Denn gewonnen hat diesmal nicht die bessere Mannschaft, sondern die aggressivere.
„In Schönheit gestorben.“
Muris leicht angesäuert: „Sie haben uns mit ihrer Zweikampfhärte abgekocht. Und wir sind in Schönheit gestorben.“ Ärgerlich ist die Pleite auch deshalb, weil Muris genau davor gewarnt hatte. Der erfahrene Coach hatte seinem Personal mit auf den Weg gegeben, das es voll dagegen halten müsse. „Letztlich war es dann aber so, dass wir versucht haben unser Kurzpass-Spiel durchzuziehen, woraus viele Fehler entstanden sind. Genau das hat Durlach dann geschickt mit vier, fünf Konter genutzt.“
Schwamm drüber. Schließlich war bislang nicht alles schlecht. Im Gegenteil: Zum Saisonauftakt wurde gleich mal der FC Spöck mit 8:0 abgeschossen. Da lief schon vieles so, wie es sich Muris vorstellt. Wobei er das Schützenfest auch etwas relativiert: „Spöck kam uns mit seiner Spielweise sicher auch etwas entgegen. Durlach hat uns jetzt jedenfalls wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, betont Muris.
Robin Hadameck und Nico Beck fehlen verletzungsbedingt
Die Vorbereitung lief in Viernheim übrigens so, wie andernorts auch: Muris musste auf einige Urlauber verzichten, hinzu kam noch der eine oder andere Verletzte. Aktuell fehlen Robin Hadameck und Nico Beck verletzungsbedingt. Wann sie wieder ins Training einsteigen können, ist noch nicht absehbar.
Zudem befinden sich mit Matteo Monetta und Daniel Schmitt zwei Stürmer im Urlaub. „Da fehlen mir vorne drin natürlich etwas die Alternativen, aber wir werden es irgendwie kompensieren“, so Muris, der in der Vorbereitung einige starke Auftritte seiner Mannschaft gesehen hat.
Am Sonntag um 17 Uhr soll nun ein Heimsieg her
Der FC Zuzenhausen gastiert in Viernheim. Muris erklärt: „Dieses Spiel wollen wir unbedingt gewinnen. Leicht wird das nicht, schaffen können wir es aber.“ Was auf seine Jungs zukommt, weiß Muris genau. Beim kürzlichen 2:1-Sieg des VfR über Zuzenhausen war Muris Tribünengast. Er erinnert sich: „Zuzenhausen hat das gut gemacht. Sie haben dem VfR das Leben wirklich schwer gemacht.“
Apropos VfR, werden die in dieser Runde wegmarschieren, wie in der vorigen Runde der SV Sandhausen II? „Nein“, betont Muris, „ich glaube das nicht. Ich denke, dass es in dieser Saison im allgemein deutlich enger an der Spitze zu gehen wird. Wobei der VfR in der Breite sicher am besten aufgestellt ist.“
Wenn es um den Titel geht, hat er außerdem noch Walldorf II, Bruchsal und Weinheim auf dem Zettel. Und was ist mit seiner eigenen Elf? „Ich gehe davon aus, dass wir uns da oben auch einmischen können.“ Will heißen: Nachdem Viernheim in der letzten Saison richtig gute Spiel abgeliefert hat und am Ende mit 45 Punkten auf dem vierten Rang gelandet ist, peilt Muris diesmal 55 Zähler an. „Wo man mit denen dann am Ende steht, bleibt abzuwarten.“
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