Noch ist nicht sicher, ob Torjäger Fatjon Celani (blaues Trikot) beim VfR Mannheim bleibt. Bild: AS Sportfotos
Der VfR Mannheim steigt in die Verbandsliga Nordbaden ab
Verbandsliga | erstellt am Mo. 01.06.2015
Seit gestern ist klar, dass es ausgeblieben ist. Weil weder die Offenbacher Kickers noch der 1.FC Saarbrücken aus der Regionalliga aufgestiegen sind und deshalb der FC Nöttingen in die Oberliga absteigt, muss auch der VfR runter – in die Verbandsliga Nordbaden.
Freitagabend, als Hakan Atik (Foto unten) über das Mannheimer Stadtfest bummelte, war der Coach der Rasenspieler noch zuversichtlicher. Weil der VfR Aalen seine zweite Mannschaft abgemeldet hatte, war der erste Schritt zum Klassenerhalt gemacht. „Jetzt hoffen wir auf Offenbach und Saarbrücken“; sagte Atik, ehe er in die Nacht entschwand. Das Daumen drücken half nicht und deshalb haben die Macher des VfR jetzt immerhin Planungssicherheit.

Neu zum Klub kommen Sebastian Scheib (Torwart, FV Speyer), Salih Özdemir (Mittelfeld, SV Sandhausen II), Burak Gülmez (Mittelfeld, SV Waldhof II), Dana Kader (Sturm, TDSV Mutterstadt) sowie Harun Solak (Sturm, SV Schwetzingen). Ihre Verträge verlängert haben Alexander Jäger, Norbert Kirschner, Peter Prokop, Marcel Gruber, Piero Adragna, Niko Pavic, Morad El Wardi und Enes Sen.
Bereits seit Winter vertraglich für die neue Saison an den VfR gebunden sind Joseph Olumide, Rico Maier, Dennis Lodato und Yuta Sasaki. Die Option auf eine Vertragsverlängerung zogen die Rasenspieler bei den beiden Franzosen Ivans Gomis und Jean-Yves Yoffou.
Die Aussichten für die neue Saison sind klar. „Wir wollen sofort wieder hoch“, kündigt Coach Atik an. Der Kader für diese Mission steht weitgehend, final sollen jetzt noch weitere Verstärkungen verpflichtet werden. Allerdings ist es durch den Abstieg noch unklar geworden, ob Fatjon Celani und Max Denefleh beim VfR bleiben. Die Leistungsträger haben Angebote von anderen Klubs vorliegen – vor allem Torjäger Celani, der neun Mal in der Rückserie traf, ist heiß begehrt.

Mannschaftskapitän Piero Adragna bleibt auch in der Verbandsliga bei den Rasenspielern. Bild: AS Sportfotos
Immerhin haben die Mannheimer aber schon ein paar vielversprechende Transfers getätigt, so dass die Stimmung im Klub trotz des Abstiegs grundsätzlich positiv ist. „Wir konnten uns mit dem Abstieg ja schon gedanklich beschäftigen, er überrascht uns ja nicht“, so der Coach. Und die Planungen liefen die gesamte Zeit ohnehin zweigleisig.
Einen kurzen Blick zurück auf den gestrigen Sonntag wagte er trotzdem. „Ich hatte schon gehofft, dass einer der beiden Klubs den Aufstieg schafft. Offenbach hatte ich gute Chancen eingeräumt.“ Jetzt ist es auch nicht mehr entscheidend, ob der Bahlinger SC als Oberliga-Zweite den Aufstieg schafft. Das erste Aufstiegsspiel des BSC gegen den TSV Lehnerz endete 0:0. Am Donnerstag brauchen die Bahlinger somit einen Sieg beim SC Hauenstein, um den Sprung in die Regionalliga zu schaffen. Für den VfR ist das allerdings nicht mehr wichtig.
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