VfR-Coach Hakan Atik zeigt es an. So knapp ist es im Kampf um den Verbleib in der Oberliga BW. Bild: AS Sportfotos
Der VfR Mannheim hängt am seidenen Faden / Die Tage zwischen Ober- und Verbandsliga
Oberliga BW | erstellt am Fr. 29.05.2015
Nach dem 3:1 (1:1) gegen den FC Germania Friedrichstal ist der VfR trotzdem Vorletzter geblieben und muss jetzt auf ein kleines Wunder hoffen, um dem Abstieg doch noch zu entgehen.
Dabei ist es bitter, dass dem VfR letztlich nur wenige Punkte gefehlt haben, um in der Tabelle noch zwei Plätze nach oben zu klettern. Und die wären locker drin gewesen, wenn das Team von Hakan Atik beim Letzten Kickers Pforzheim mehr als ein 1:1 geholt hätte, gegen den FC Villingen bei eigener 2:0-Führung und personeller Überzahl mehr als ein 2:2 geschafft hätte. Und die Heimniederlagen zu Beginn des Jahres waren ebenfalls unnötig. Unter dem Strich kamen die Mannheimer zu spät ins Rollen.
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Zuletzt durften die Rasenspieler häufig jubeln, aber ob es in der Schlussabrechnung noch reicht? Bild: AS Sportfotos
Drei Komponenten müssen jetzt zusammenkommen, damit die Rasenspieler in der Oberliga verbleiben
Zunächst muss mindestens ein Team seine Mannschaft aus der Oberliga zurückziehen. Gerüchten zufolge denkt der VfR Aalen darüber nach, seine U23 abzumelden, doch Fakten sind noch nicht geschaffen worden. Zudem muss Vizemeister Bahlinger SC über die Relegation den Aufstieg in die Regionalliga schaffen und drittens darf von dort kein Klub in die Oberliga Baden-Württemberg absteigen – der FC Nöttingen ist aktuell noch gefährdet.
Am Sonntag trifft der Bahlinger SC auf den TSV Lehnherz, am Donnerstag müssen die Südbadener beim SC Hauenstein antreten. Mindestens vier Punkte müssen die Bahlinger in den Duellen holen, um den Sprung in die Regionalliga zu schaffen und die Hoffnungen des VfR damit am Leben zu halten.
Am 01. Juni herrscht Klarheit / Meldet Aalen nicht ab, gehts in die Verbandsliga
„Die Chancen sind gering, aber wir werden erst am 1. Juni wissen, ob wir doch noch drin geblieben sind“, sagt Geschäftsführer Sven Wolf. Bis zum 31. Mai müssen die Klubs ihre Unterlagen beim Verband einreichen, erst danach sind auch die Mannheimer schlauer. „Wir warten ab, haben aber in jedem Fall eine starke Rückrunde gespielt und eine gute Basis für die neue Runde, egal, in welcher Liga“, erklärt Wolf.

Abwehrspezialist Max Denefleh hat den Rasenspielern für die neue Saison noch nicht zugesagt. Bild: AS Sportfotos
Immerhin neun Spieler aus der Anfangsformation gegen Friedrichstal stehen auch in der neuen Saison beim VfR unter Vertrag, nur Torjäger Fatjon Celani und Abwehrmann Max Denefleh haben noch nicht zugesagt, allerdings auch nicht abgesagt. „Wir sind noch in Gesprächen“, verrät Wolf. Die Voraussetzungen sind also geschaffen, nicht noch einmal so eine katastrophale Hinrunde erleben zu müssen wie in der gerade zu Ende gegangenen Saison. Die erste Saisonhälfte machte dem VfR den Klassenerhalt mehr oder weniger unmöglich, denn mit nur zwei Unentschieden beendeten die Rasenspieler die Hinserie.
Die Personalauswahl war mangelhaft, der Kader letztlich schlicht nicht tauglich für die Oberliga, dabei hatte Christian Klein vor Beginn der Saison noch davon gesprochen, zwischen „Platz acht und zwölf“ ins Ziel kommen zu wollen. Die Verbindung zwischen den Mannheimern und Klein war einfach nicht glücklich, schon in der vorangegangenen Runde hielten die Mannheimer nur deshalb die Klasse, weil ein Team zurückzog. Sportlich waren die Blau-Weiß-Roten auch vor einem Jahr schon in der Verbandsliga gelandet.
Neuzugänge bekannt gegeben
Nach der Partie gegen Friedrichstal gab der VfR fünf Neuzugänge bekannt. Für die kommende Saison verpflichteten die Mannheimer Sebastian Scheib (Torwart, FV Speyer), Salih Özdemir (Mittelfeld, SV Sandhausen II), Burak Gülmez (Mittelfeld, SV Waldhof II), Dana Kader (Sturm, TDSV Mutterstadt) sowie Harun Solak (Sturm, SV Schwetzingen). „Damit haben wir gute Leute dazu bekommen“, ist Atik überzeugt, ein starkes Team um sich geschart zu haben. Ganz unabhängig davon, in welcher Liga man in der kommenden Saison antreten wird.
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