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Saisonrückblick 2013/2014 der Verbandsligisten aus dem Fußballkreis Mannheim

Archiv Verbandsliga (Fußball) | erstellt am Fr. 11.07.2014

Im Mittelpunkt standen dabei die Trainer, denn überall gab es ein Stühlerücken. Vor, während und nach der Spielzeit.

SV Waldhof Mannheim U23

Den ruhigsten Part hatte da wohl noch die zweite Mannschaft des SV Waldhof. Die Reserve des Regionalligisten kennt sich schließlich mit der Situation aus, dass sich vor jeder Runde mehr oder weniger der komplette Kader verabschiedet. Auf Trainer Frank Hettrich folgte Coach Jörg Finkler, der mit einer komplett neuformierten Mannschaft in die Runde startete.

Kein Wunder war es deshalb, dass der Start durchwachsen war und die Blau-Schwarzen in der ersten Saisonhälfte nahe der Abstiegszone platziert waren. Es dauerte einfach, bis sich die neue Mannschaft eingespielt hatte, außerdem kamen immer wieder Akteure aus dem Regionalliga-Team zum Einsatz, die integriert werden mussten. „Wir haben Vertrauen in Trainer und Mannschaft“, sagte Vizepräsident Klaus Hafner zur Halbzeit der Saison und mit dieser Einschätzung sollte er richtig liegen.

Denn nach der Winterpause passierte das, was eigentlich immer in den zurückliegenden Jahren beim SVW II geschah. Die jungen Spieler wurden in ihren Leistungen stabiler, gleichzeitig wurden sie immer eingespielter, so dass sie sich kontinuierlich aus dem gefährdeten Bereich verabschiedeten. Am Ende landeten die Waldhöfer auf dem 8. Platz, waren dabei aber nur fünf Punkte vor dem Abstiegsbereich. Jetzt erwartet die Mannheimer erneut ein Umbruch, denn nicht nur Finkler geht und wird durch den U19-Trainer Frank Schwabe ersetzt, sondern auch die meisten Spieler haben sich anderen Klubs angeschlossen. Es geht also wieder von vorne los.

 

SV 98 Schwetzingen

Ganz so groß ist der Umbruch beim SV Schwetzingen nicht. Nur mitten in der Saison, in der Winterpause gab es einen Wechsel auf der Bank. Nach dem Rücktritt von Volker Zimmermann, der im Jahr davor mit seinem Team nur hauchdünn am Aufstieg in die Oberliga gescheitert war, rückte Jürgen Strube auf den Chefsessel.

Die erste Saisonhälfte war nicht ganz nach dem Geschmack der Spargelstädter verlaufen, doch dafür verlief die Rückserie umso besser. Mit sehr stabilen Leistungen sammelten die Schwetzinger unter Strube eifrig Punkte. Mit der Form der letzten Spiele können die Spargelstädter in der kommenden Saison wieder berechtigte Hoffnungen haben, in den Kampf um den Aufstieg einzugreifen.

Entscheidend dafür wird aber sein, ob sich die Personalwechsel auszahlen. „Ich bin mit den Leistungen der Jungs sehr zufrieden, darauf können wir aufbauen“, sagte Strube zufrieden.

TSG 62/09 Weinheim

Weniger zufrieden sind die Weinheimer, wenn sie auf die zurückliegenden Monate blicken. Denn sie erlebten einige der schwärzesten Stunden in der jüngeren Klubvergangenheit. Um ein Haar wäre die Mannschaft sogar abgestiegen, aber die Negativschlagzeilen schrieb der Verein außerhalb des Platzes.

Kurz vor dem Beginn der Rückrunde, die zwar nicht den Ansprüchen entsprechend, aber relativ solide verlaufen war, erklärte Michael Köpper seinen Rücktritt als Trainer, so dass die Weinheimer den Regionalligaerfahrenen Reiner Hollich verpflichteten. Bis dahin verlief alles in geordneten Bahnen, doch als es Ärger zwischen der Abteilungsleitung und der Vereinsführung des Mehrspartenvereins gab, trat unvermittelt die komplette Führungscrew der Fußballer zurück. Der Streit hatte sich an einem möglichen neuen Abteilungsleiter entbrannt und war letztlich nicht mehr zu kitten.

Nur wenige Wochen später trat auch Reiner Hollich von seinem Amt zurück, denn ohne funktionierende Abteilungsleitung war es ihm nicht möglich, die Planungen für die neue Spielzeit voranzutreiben. Außerdem wurde ihm mitgeteilt, dass das Budget stark eingeschränkt wird, so dass Hollich keine Basis für ein erfolgreiches Arbeiten mehr sah.

Sein Nachfolger war der bis dahin eher unbekannte Dirk Jörns, der den Klassenerhalt auf den letzten Drücker schaffte und sich jetzt daran machen soll, mit weniger Geld eine verbandsligataugliche Truppe zusammenzubauen. Es wird schwer werden, die ruhmreiche Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, zu viel Porzellan ist kaputt gegangen.

Foto: lofi

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