Ketschs Paul Stro (rot) im Zweikampf. Der Torjäger wurde vom Verein suspendiert. Bild: lofi
Spvgg. 06 Ketsch suspendiert drei Spieler, ein vierter geht freiwillig +++ Chaos beim Landesligisten
Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Sa. 28.11.2015
Einige Spieler hatten vor der Partie beim TSV Wieblingen mit einem Spielboykott gedroht (der Sportkurier berichtete damals exklusiv). Grund: Man forderte gegenüber der Vorstandschaft die Absetzung des Trainers. Die Vereinsführung reagierte so, wie es sich bei einem so verdienten Trainer, wie es Joachim Fellhauer ist, gehört: Ihm wurde der Rücken gestärkt – man bekannte sich trotz Kritik aus Spielerkreisen zum Coach. Nach einer internen Aussprache, wollte man wieder verstärkt an einem Strang ziehen.
Nach deutlichen Niederlagen in den letzten zwei Wochen: 5:2 Wiesenbach, 7:0 Eppingen, 5:0 Michelfeld, kam es dann doch anders. Unter der Woche wurden die Spieler Sascha Schippl, Paul Stro und Axel Brandenburger von der Vereinsführung für den Trainings- und Spielbetrieb der 1. Mannschaft suspendiert. Den Spielern wurde freigestellt, in der 2. und/oder 3. Ketscher Mannschaft zu trainieren.
Jozef Skandik will nach der Suspendierung dreier Akteure nicht mehr für Ketsch spielen. bild. lofi.
Der 2. Vorsitzende: „Spieler hatten sich nicht an die Abreden, die wir vor 7 Wochen getroffen haben, gehalten. Das Verhalten auf und außerhalb des Platzes, auch der fehlende Respekt gegenüber dem Trainer, waren nicht mehr akzeptabel“, wird Vorstandsmitglied Peter Kumpf zitiert. Und weiter: „Ob weitere Spieler für den Verein nicht mehr spielen, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.“
Mittelfeldspieler Jozef Skandik zeigte sich mit den suspendierten Akteuren solidarisch und will ab sofort auch nicht mehr für die Fellhauer-Elf spielen. Damit sind es schon vier Leistungsträger, die dem abstiegsgefährdeten Club zwei Spieltage vor der Winterpause fehlen.
Sonntag geht es für die Ketscher zur DJK/ASV Eppelheim, danach gegen den 1. FC Mühlhausen. Es wird eine sehr unruhige Winterpause für die Ketscher werden. Wohin der Weg für den Landesligisten geht, ist derzeit vollkommen ungewiss.
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