Rückblick Landesliga Rhein-Neckar Teil 2 Spielzeit 2013/2014

Rückblick Landesliga Rhein-Neckar Teil 2 Spielzeit 2013/2014

Rückblick Landesliga Rhein-Neckar Teil 2 Spielzeit 2013/2014

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Do. 26.06.2014

Foto: Viernheims Victor Oppong spielt den Ball vor seinem Gegenspieler.

Heute in unserem Angebot die Plätze 1 bis 9. Wurden die sportlichen Zielsetzungen realisiert oder hat man eher enttäuscht? Anhand dieser Einschätzung erfolgte auch die Wertung, die sich nach Schulnoten orientiert.

Hier unsere Übersicht der Teams zwischen dem 1. und 9. Platz.

Der Tabellenerste: TSV Amicitia Viernheim
69 Punkte  60:31 Tore

Nachdem die Südhessen im Vorjahr noch in den Relegationspartien scheiterten, gingen sie in diese Spielzeit als einer der Top-Favoriten auf den direkten Aufstieg. Der Kader des Vorjahres blieb zusammen, mit höherklassig erfahrenen Akteuren wie Stefan Berger und Victor Oppong (beide VfR Mannheim) und Benjamin Waldecker (zur Winterpause, Spvgg Neckarelz) wurde die Mannschaft weiter verstärkt. Dennoch erlebte man auf dem Weg zum Titel eine turbulente Spielzeit am Waldstadion, das Team spielte unkonstanter als erwartet – zudem räumten die Mackert-Brüder überraschend während einer Tabellenführung (!) den Trainerstuhl freiwillig. Unter Interimscoach Victor Oppong schien der direkte Aufstieg zeitweise in weite Ferne gerückt zu sein, schlussendlich kam den Viernheimer dann ihre Nervenstärke im Endspurt zugute. Der VfB St. Leon konnte auch dank eines 1:0-Sieges im direkten Duell erst am vorletzten Spieltag abgefangen werden. Gleichzeitig bestätigte der TSV Amicitia ein klassisches Zitat, dass die Phrasenschweine dieser Welt freudig klimpern lässt: „Der Angriff gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften“ – 31 Gegentore sind Liga-Bestwert. Bester Torschütze: Dennis Ludkowski (14 Treffer)
Die SPORTKURIER-Wertung: 1,8

Der Tabellenzweite: VfB St. Leon
66 Punkte  74:40 Tore

Definitiv die Überraschungsmannschaft der Saison. In der Hinrunde bewegten sich die Schwarz-Gelben im oberen Mittelfeld der Tabelle, schlichen sich heimlich, still und leise ins Verfolgerfeld der oberen Ränge um schließlich dank einer bärenstarken Rückrunde am 27. Spieltag vom Platz an der Sonne zu grüßen. Leider versagten der außerordentlich jungen Mannschaft (Durchschnittsalter: 23,8) in den letzten drei Spielen die Nerven: Niederlagen gegen Viernheim und den VfB Gartenstadt ließen die Mannschaft von Benjamin Schneider die Saison auf dem Relegationsplatz beenden. Das Entscheidungsspiel gegen den Verbandsliga-Vertreter ASV Durlach bestritt man mit viel Einsatz und Entschlossenheit – aber auch viel Pech. Trotz einer überlegenen Vorstellung gelang kein Tor, die 0:1-Niederlage besiegelte ein weiteres Jahr Landesliga Rhein-Neckar. Trotz des unglücklichen Ausgangs der Spielzeit darf man in St. Leon auf ein stolzes 2013/2014 zurückblicken. Bester Torschütze: Sait Yalman (17 Treffer)
Die SPORTKURIER-Wertung: 1,5

Der Tabellendritte: TSV Wieblingen
64 Punkte 77:45 Tore

Dem Vorjahresvierten gelang eine weitere Verbesserung, zudem errangen die Jungs aus dem Heidelberger Vorort in dieser Saison den Titel des Herbstmeisters. Dem Offensiv-Krösus der Liga wurde letztendlich der schwache April des Jahres 2014 zum Verhängnis, dort reichte es nur zu sechs Punkten in 5 Spielen – u.a. ließ man bei zwei Remis gegen die Abstiegskandidaten aus Eppelheim und Ketsch und dem 1:3 gegen den VfB St. Leon entscheidende Punkte liegen, die den großen Wurf vereitelten. Vier „Titel“ schnappten sich die Wieblinger in dieser Saison dennoch: Bereits erwähnt wurden die Herbstmeisterschaft sowie die beste Offensive, dazu gesellen sich der erste Platz der Fairplay-Tabelle (52x gelb – 2x gelb/rot – 1x rot) und der Torschützenkönig der Liga – Kai Mühlbauer (31 Treffer).
Die SPORTKURIER-Wertung: 1,8

Der Tabellenvierte: VfB Gartenstadt
63 Punkte 72:44 Tore

Auch der zweite Mannheimer Verein aus der Riege der Aufstiegskandidaten erlebte eine teilweise chaotische Saison, allerdings mit unbefriedigendem Ausgang. Die erste Hälfte der Saison verbrachte die Mannschaft auf den ersten beiden Plätzen, spielte also erwartungsgemäß oben mit und ließ sich vom hartnäckigsten Verfolger aus Wieblingen wenig beeindrucken. Im Laufe der Hinrunde kam es dann noch zu einer für Außenstehende unverständlichen „Posse“ um das Trainerteam Geier/Bauer, deren Namen direkt mit dem jahrelangen Aufstieg des Vereins in Verbindung gebracht werden. Für Geier/Bauer wurde mit Norbert Erhard eine interne Lösung gefunden (Trainer 2. Mannschaft). In der Rückserie konnte das Team die Konstanz aus der Hinrunde nicht aufrechterhalten, Höhepunkt hierbei war die 3:7-Niederlage gegen den FV Brühl – im Endspurt hatte der VfB Gartenstadt nichts mehr mit dem Rennen um den Aufstieg zu tun. Zur neuen Spielzeit dürften sich Trainer Norbert Erhard und das gesamte Umfeld eine ruhigere Spielzeit wünschen, um einen neuen Anlauf zu starten. Bester Torschütze: Oliver Hörber (14 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 2,8

Der Tabellenfünfte: FC Zuzenhausen
54 Punkte 53:45 Tore

Der Verbandsliga-Absteiger aus dem Fußballkreis Sinsheim gab als Saisonziel aus – oben mitspielen zu wollen und erfüllte damit seine eigenen Erwartungen. Erst vier Spieltage vor Schluss verlor der FC Zuzenhausen aufgrund eines 0:2 gegen den 1.FC Mühlhausen den Anschluss an die Spitzenplätze und verlor auch die drei letzten Begegnungen dieser Saison. Für ganz oben fehlte es vor allem an offensiver Durchschlagskraft, denn gegenüber den Spitzenteams fehlten der Mannschaft rund 20 selbst erzielte Tore, zudem gab es gegen selbige aus insgesamt acht Aufeinandertreffen nur zwei Siege. Dennoch eine zufrieden stellende Spielzeit für die Grün-Weißen. Bester Torschütze: Nico Lang (9 Tore)
SPORTKURIER-Wertung: 2,5

Der Tabellensechste: FC Badenia St. Ilgen
51 Punkte 60:51 Tore

Auch beim „Landesliga-Inventar“ aus St. Ilgen darf man entspannt auf die Saison 2013/2014 zurückblicken. Die Mannschaft von Sachar Theres hatte über die gesamte Spielzeit nichts mit den Schlachten um Auf- oder Abstieg zu tun und konnte durch eine Serie von fünf Siegen in den letzten fünf Spielen den abschließenden sechsten Platz erobern und schickte dabei drei Absteiger einen Schritt näher an den Abgrund. Zur neuen Saison steht ein Wechsel auf der Trainerbank an: Sachar Theres wechselt zur Ligakonkurrenz aus Mühlhausen, neuer Übungsleiter wird der ehemalige Plankstädter Thomas Münch. Bester Torschütze: Marcel Angermund (13 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 2,5

Der Tabellensiebte: TSV 1895 Michelfeld
44 Punkte 58:49 Tore

Als starker Aufsteiger präsentierte sich der Aufsteiger aus dem Angelbachtal. Der Start in die Saison missglückte eher, der Kontakt zu den Abstiegsrängen riss nie ganz ab – nach der Winterpause legten die Michelfelder einen Zahn zu, spielten die siebtbeste Rückrunde der Liga (7 S – 6 U – 3 N, 30:15 Tore) und setzten sich im gesicherten Mittelfeld fest. Als Hauptprotagonisten des Teams kann man zwei Spieler leicht ausmachen, das sind Mittelfeld-Antreiber und Kapitän Hakan Ince (13 Tore, 8 Assists) und Stürmer Fabian Rausch (17 Treffer, 7 Assists), beide sind für über die Hälfte aller Treffer ihrer Truppe zuständig. Ein weiterer Name, der Kennern des regionalen Fußballgeschehens ein Begriff ist, ist der von Matthias Örüm. Der Ex-Hoffenheimer ist bei den Michelfeldern sowohl auf dem Platz, als auch im Trainerteam aktiv. Man darf gespannt sein, wie das Team das schwierige zweite Jahr in der Landesliga übersteht.
SPORTKURIER-Wertung: 2,0

Tabellenachter: FV Brühl
43 Punkte 73:59 Tore

Wie trist sah die Fußballwelt in Brühl noch in der Winterpause aus. Die Mannschaft erspielte sich nur 11 Punkte, lag auf dem vorletzten Tabellenplatz, siegte nur ganze zwei Mal. Doch aufgegeben wurde nicht, stattdessen die Ärmel hochgekrempelt und gearbeitet, zudem schlugen die drei Winterneuzugänge ein wie eine Bombe. Lindon Imeri, Kofi Gyawu und Daniel Befort hauchten dem Team neues Leben ein, und so verabschiedeten sich die Brühler nicht nur im Nullkommanichts aus dem Abstiegskampf, sondern setzten sich in die Mitte der Tabelle. Der dritte Platz in der Rückrundentabelle klingt sogar eher nach einem Titelkandidaten (9 S – 5 U – 2 N, 47:22 Tore), darunter mischten sich überragende Ergebnisse wie das 7:3 gegen den VfB Gartenstadt oder das 5:2 über den TSV Wieblingen. Angesichts der Kaderpolitik der neuen Saison – es kommen insgesamt vier Spieler aus der Verbandsliga – darf man weiterhin mit positiven Nachrichten aus Brühl rechnen, falls es Coach Bernd Oßwald gelingt aus dem vorhandenen Potential eine weiterhin attraktiven Fußball spielende Einheit zu formen. Bester Torschütze: Patrick Greulich (24 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 2,2

Tabellenneunter: FC Dossenheim
42 Punkte 45:46 Tore

Den Heidelbergern gelang es, sich im zweiten Landesliga-Jahr solide zu konsolidieren. Das Team von Uwe Gramlich veränderte sich im Gegensatz zum Vorjahr kaum, stellt eine eingespielte Einheit dar, und spielte zu Beginn der Saison auch sehr gut mit – zeitweise nisteten sich die Dossenheimer auf dem dritten Tabellenplatz ein. Nach dem 5:1 am 21.Spieltag gegen den FC Zuzenhausen stellte sich aber plötzlich Leerlauf ein, man konnte keinen Dreier mehr einfahren und spielte fünf Mal 0:0. Auch zur neuen Spielzeit wird sich der Kader nach aktuellem Stand nur minimal verändern. Bester Torschütze: Ramin Movassagian (12 Tore)
SPORTKURIER-Wertung: 2,5

 

Foto: Rhein-Neckar Picture

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