Bild: Berno Nix

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Markus Schulze, die „Allzweckwaffe“ des FV Brühl: „Ich schieße lieber Tore, als das ich welche verhindere.“

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mi. 04.11.2015

Für alle, die ihn nicht kennen: Er ist erst 22 Jahre alt und schon jetzt die Allzweckwaffe des FV Brühl. Über 100 Landesliga-Spiele hat der Allrounder bereits auf dem Buckel.

Begonnen hat alles einst in Rohrhof

Dort sammelte er auf dem Fußballplatz seine ersten Erfahrungen. Wenig später ging es dann nach Brühl. Seit 2003 schnürt er nun schon für den FV die Kickstiefel. Auch deshalb kann man ihn durchaus als Eigengewächs, als Identifikationsfigur bezeichnen. Die letzten vier Spiele streifte Schulze sich auch die Kapitänsbinde über. Er sprang für Roman Gabauer, den etatmäßigen Anführer, ein, der verletzt fehlte.

Eine große Ehre für den Stellvertreter, wenngleich er mit den letzten Wochen nicht ganz so zufrieden ist. Das liegt an den Ergebnissen. Vor allem das 1:4 gegen Bammmental und das 1:2 gegen Spitzenreiter Gartenstadt wurmt ihn: „Insgesamt gesehen waren unsere letzten vier, fünf Spiele nicht so gut. Wir haben ein paar Punkte unnötig liegen gelassen. Und jetzt stehen wir irgendwo im Niemandsland der Landesliga.“

In dieser Szene setzt sich Markus Schulze (blau) gegen seinen Zuzenhausener Gegenspieler durch. Bild: lofi.

„Wir spielen nicht abgezockt genug.“

Genauer: Es ist Platz acht. Trotzdem glaubt er, dass der Zug nach oben noch nicht abgefahren ist: „Wir können noch unter die ersten sechs Mannschaften kommen. Selbst Gartenstadt war aus meiner Sicht schlagbar, aber in solchen Spielen fehlt uns eben das, was uns auch in den letzten Jahren schon etwas gefehlt hat: Wir spielen nicht abgezockt genug“, erklärt Schulze. Oder anders ausgedrückt: Die Big Points holen sich die anderen.

Zurück zu ihm, zu seiner persönlichen Situation: Nervt es nicht, ständig die Position wechseln zu müssen? Irgendwo fühlt man sich doch immer am wohlsten. Schulze schmunzelnd: „In der Regel erfahre ich immer erst in der abschließenden Teambesprechung, wo ich spiele. Aber natürlich schieße ich lieber Tore, als das ich welche verhindere.“

Dumm für ihn, dass er beides kann. Trainerfuchs Volker Zimmermann macht sich das zu nutzen. Wobei Schulze vorne drin eine Granate ist: In den letzten dreieinhalb Jahren hat er an die 40 Tore erzielt. Und zwar, weil er in der Regel eben dort steht, wo ein Stürmer zu stehen hat.

Markus Schulze gilt als Allrounder – kann auf fast allen Positionen spielen. Bild: lofi.

Schulze über Schulze:

„Viele sagen mir nach, dass ich im Sturm so ähnlich auftrete wie Thomas Müller, denn auch ich stolpere die Bälle ab und an einfach mal so ins Tor.“ Was bleibt, ist die Frage, was er während seiner aktiven Karriere noch erreichen möchte? Vielleicht auch mal höherklassig spielen? „Dieses Ziel verfolge ich natürlich und ich denke, dass ich auch das Zeug dazu habe, es auch ein, zwei Klassen höher packen zu können.“

Ist das nur in Verbindung mit dem FV Brühl vorstellbar, oder kann das auch bei einem anderen Verein sein? „Prinzipiell weiß ich, was ich in Brühl habe und ich fühle mich hier auch sehr wohl, aber verheiratet bin ich mit dem Klub nicht.“ Ein Wechsel käme aber nur dann in Frage, wenn wirklich alles passt und auch die Rahmenbedingungen perfekt sind. Anfragen habe es zudem auch schon ein paar gegeben.

Fakt ist: Spielt der Thomas Müller von Brühl weiter so stark auf, werden die nächsten Abwerbungsgesuche sicher nicht lange auf sich warten lassen.

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