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„In der Rückserie werden die Karten neu gemischt“

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Di 17.01.2012

Nicht so beim aktuell Tabellenletzten Spvgg.06 Ketsch, denn das Team aus der "Enderlegemeinde" trägt die "Rote Laterne", ist Tabellenletzter. Bei noch 14 ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf einen rettenden Platz derzeit 6 Punkte.

Dabei waren die Ketscher in der Spielzeit 2009/2010 als Meister der Kreisliga Mannheim souverän aufgestiegen und in der letzten Spielzeit (2010/2011) wurden die Ketscher als Aufsteiger Tabellenvierter in der Landesliga – ein toller Erfolg.

Zu Saisonbeginn wurde mit Daniel Graf und Christopher Ziegler (beide SG Oftersheim), Jozef Skandik (FC Rot), Philipp Stoltz (FSV Zotzenbach)und Julius Hoffmann (VfL Hockenheim) die Mannschaft in der Breite, aber auch in der Qualität verbessert. Den Club verließ kein Spieler, sodass man in "Insiderkreisen" die Spvgg. Ketsch in der laufenden Saison eher im oberen Tabellendrittel erwartet hatte.

Der Sportkurier hat sich mit dem Cheftrainer Joachim Fellhauer über die bisherige Spielzeit unterhalten. Gleichzeitig gewährte der Ketscher Übungsleiter einen Einblick in die aktuelle Vorbereitung und gab eine Einschätzung für die Rückserie ab.
   
Sportkurier: Herr Fellhauer, wenn man die vergangene Saison als Maßstab nimmt, dann hat ihre Mannschaft in der aktuellen Spielzeit die Erwartungen nicht erfüllt. Sehen Sie das auch so?

Joachim Fellhauer: Ja und Nein, das muss man differenzierter sehen. In der letzten Saison nahmen wir als Kreisligameister den Schwung einer erfolgreichen Spielzeit mit in die neue Spielklasse. Erfolg schafft Selbstbewusstsein und natürlich auch oft spielerische Leichtigkeit. All das hatten wir in der Aufstiegssaison, dazu kam noch das Quäntchen Glück in entscheidenden Phasen etlicher Spiele, sodass es fast ein Selbstläufer wurde. Die Liga hatte ein größeres Leistungsgefälle als in dieser Spielzeit, was uns natürlich auch einfache Punkte brachte.

Sportkurier: Was läuft dann diese Spielzeit anders?

Joachim Fellhauer: Ich habe meine Mannschaft oft genug im Vorfeld der Saison gewarnt, dass eben die 2. Spielzeit als Aufsteiger, wesentlich schwieriger sein wird, als es die erste war. Und genau so kam es auch. Natürlich gibt es hierfür auch Gründe, warum es eben nicht so lief.

Sportkurier: Welche?

Joachim Fellhauer: Unter anderem das Verletzungspech: Markus Bertolini und Jan Ostler fielen beide die gesamte Hinserie aus. Ostler konnte erst am letzten Spieltag in Dielheim ein Spiel absolvieren. Beide Spieler waren in der letzten Saison Leistungsträger. Deren Stärke liegt in der kämpferischen Komponente, eine Tugend die ganz wichtig ist für unser Team. Nur mit Schönspielerei gewinnt man keinen Preis und uns haben diese beiden kampfstarken Spieler definitiv gefehlt. In der Rückserie werden beide wieder spielen können, das wird uns weiterbringen.

Sportkurier: Viele Spiele wurden knapp abgegeben. Kanonenfutter war ihr Team auf keinen Fall. Was hat gefehlt?

Joachim Fellhauer: Die letzte Konsequenz und auch das Glück. In vielen Spielen waren wir das bessere Team oder gleichwertig. Nur in den Spielen gegen Heidelberg-Kirchheim und Eppingen standen wir auf verlorenem Posten, aber in den anderen Partien waren wir auf keinen Fall das deutlich unterlegenere Team. Der Ertrag stand in keinem guten Verhältnis zu dem betriebenen Aufwand. Hatte letzte Saison unser Stürmer Steffen Rohr noch nach Belieben getroffen, so ließ er in der Vorrunde etliche Chancen liegen. Oder nehmen wir Torhüter Claus-Marcus Gärtner, der im letzten Hinserienspiel, der wichtigen Partie bei der SG Dielheim den Ausgleichstreffer kassierte, den er normal mit der Fliegenklatsche hält. Da kommt dann eines zum anderen und man befindet sich in einem Strudel der negativen Art.

Sportkurier: Personell sieht es ja jetzt wieder besser aus. Haben Spieler den Club verlassen und wer kam neu hinzu?

Joachim Fellhauer: Neuzugänge haben wir keine zu verzeichnen. Ich vertraue dem Kader voll und ganz und mit den Rückkehrern Bertolini und Ostler sind wir gut aufgestellt. Verlassen hat uns Kerim Öztürk (VfL Kurpfalz Neckarau) und Christian Auer (SG Oftersheim). Beide Spielerabgänge sind jedoch zu kompensieren.

Sportkurier: Beim 4. Qualifikationsturnier MorgenMasters hat ihr Team durch den Turniersieg die direkte Qualifikation für das Finalturnier geschafft.

Joachim Fellhauer: Ja, ein sehr schöner Erfolg, da wir ja auch Mitausrichter der Mastersserie sind. Der Mannschaft hat der Erfolg sehr gut getan und er wird sicher auch Kräfte freimachen. Jetzt freuen wir uns auf das Finalturnier. Uns hat generell die Winterpause gut getan. Die Spieler konnten Kräfte sammeln und wir haben auch in intensiven Gesprächen die Hinserie aufgearbeitet. Die Jungs sind heißt auf die Rückrunde und wollen es jetzt einfach besser machen. Die Karten werden neu gemischt.

Sportkurier: Also herrscht noch das Prinzip "Hoffnung"?

Joachim Fellhauer: Natürlich, ich persönlich bin zuversichtlich und die Spieler auch. Wir werden alles geben, um da unten rauszukommen und die Spielklasse zu halten. Auch wenn wir mit HD-Kirchheim, VfB Gartenstadt und SV Sandhausen II gleich drei richtig schwere Brocken haben, so gehen wir doch selbstbewusst in diese Spiele rein.  

Sportkurier: Dann wünschen wir auch Ihnen eine gute Vorbereitungszeit und natürlich den erhofften, sportlichen Erfolg. Auch uns freut es natürlich, wenn möglichst viele Mannheimer Vereine in der Landesliga Rhein-Neckar spielen.

Joachim Fellhauer. Vielen Dank für die guten Wünsche, die können wir gebrauchen.

Hier noch die Testspiele der SpVgg. 06 Ketsch:

29.01.2012 um 11:00 Uhr Spvgg.Ketsch vs. FV 08 Hockenheim
31.01.2012 um 19:00 Uhr Spvgg. Ketsch vs. SG Oftersheim
04.02.2012 um 14:00 Uhr Spvgg. Ketsch vs. SV Waldhof Mannheim II
11.02.2012 um 14:30 Uhr Spvgg. Ketsch vs. Olympia Neulußheim
12.02.2012 um 14:00 Uhr    Spvgg. Ketsch vs. Rot-Weiß Rheinau
23.02.2012 um 19:30 Uhr SG Riedrode vs. Spvgg. Ketsch
25.02.2012 um 11:30 Uhr FC Zuzenhausen vs. Spvgg. Ketsch

 

Fotos alle: Spvgg. Ketsch

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