In der Landesliga überraschen Plankstadt und Gartenstadt

In der Landesliga überraschen Plankstadt und Gartenstadt

In der Landesliga überraschen Plankstadt und Gartenstadt

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Di. 16.10.2012

Doch der Aufsteiger bestimmte das erste Viertel der Saison, reihte sieben Siege aneinander, ehe der TSV Wieblingen der Mannschaft von Thomas Münch zumindest ein Unentschieden abtrotzte. Kein Wunder ist deshalb, dass die Konkurrenz den Neuling mittlerweile sehr ernst nimmt und auf dem Zettel hat, wenn es um die Titelvergabe geht. Die Plankstädter beeindruckten mit ihrer Kompaktheit auf dem Platz. Auffallend ist die gute Organisation, die das Team bereits im Vorjahr an den Tag legte, als es durch die Kreisliga Mannheim marschierte. „Wir sind sicher nicht der Favorit auf den Aufstieg“, will sich Münch aber nicht in eine Rolle drängen lassen, die der TSG seiner Meinung nach nicht zusteht.

Foto: Spielszene aus VfB Gartenstadt – VfL Kurpfalz Neckarau / Bild: Waldemar Binder

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VfB Eppingen und den VfB Gartenstadt sehen viele Fachleute als die Topfavoriten an

Dort hinein gehört aus seiner Sicht schon eher der VfB Eppingen – oder der VfB Gartenstadt. Das Team aus dem Mannheimer Norden hatte Schwierigkeiten in den ersten Partien, kam zuletzt aber richtig in Schwung und führt nun sogar die Tabelle an, hat aber nur einen Punkt Vorsprung vor Plankstadt, bei einem Spiel mehr. Die offensiven Möglichkeiten der Gartenstädter sind beeindruckend, die Mannschaft von Thomas Geier und Karl-Heinz Bauer ist in der Lage, jedes Team der Liga an die Wand zu spielen.

Im Achtelfinale des Krombacher Pokals spielen die Gartenstädter gegen den Regionalligisten Waldhof

Neben dem Spielbetrieb in der Liga spukt beim VfB aber auch noch ein anderer Saisonhöhepunkt im Hinterkopf herum. Am 17. November treffen die Gartenstädter im Achtelfinale des badischen Pokals auf Nachbar SV Waldhof. „Diesem Spiel fiebern alle schon entgegen“, räumt Geier ein. Noch nie standen sich beide Klubs in einem Pflichtspiel gegenüber, nachdem es in den zurückliegenden Jahren immer wieder Freundschaftsspiele zwischen VfB und SVW gegeben hatte, wird es jetzt ernst. „Wir freuen uns auf eine große Kulisse“, glaubt Geier daran, dass die Gartenstädter gegen die Blau-Schwarzen einen neuen Zuschauerrekord aufstellen können. Mehr als 1000 Besucher werden erwartet, die Planungen für dieses Großereignis laufen im Klub bereits auf Hochtouren. Das Team des VfB muss jetzt nur aufpassen, dass es den Alltag nicht aus den Augen verliert, sonst könnte der Spitzenplatz in der Liga schnell Geschichte sein. Völlig enttäuschend ist bislang das Abschneiden des TSV Amicitia Viernheim. Das Fusionsteam konnte die Abwärtsspirale nach dem Abstieg aus der Verbandsliga nicht aufhalten und verlor sechs der ersten acht Partien. Dennis Mackert muss sich als Trainer etwas einfallen lassen, um dem Negativtrend entgegenzuwirken. Andererseits finden sich die Südhessen möglicherweise schnell noch eine Liga tiefer wieder.

Foto: Team des VfL Kurpfalz Neckarau 2012/2013

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Der VfL Kurpfalz Neckarau wurde den Ansprüchen bislang nicht gerecht

Beim VfL Kurpfalz Neckarau bedeutete der beginnende Herbst eine erste Zäsur. Als die Blätter der Bäume in der Region ihre Farbe änderten, stellte Wassilios Paschaloglou fest, dass die Mannschaft den eigenen Ansprüchen bislang nicht gerecht wird. „Wir haben unsere Vorgaben nicht erfüllt“, sagt der Teammanager, der gemeinsam mit Trainer Richard Weber beschloss, die Ziele neu zu definieren. „Wir wollen uns bis zur Winterpause aus dem Tabellenkeller befreien“, so Paschaloglou. Ursprünglich wollten die Neckarauer im oberen Tabellendrittel mitspielen, doch Undiszipliniertheiten und mangelhafte Ordnung auf dem Feld sorgten dafür, dass die Punkte nicht so zahlreich auf dem eigenen Konto landeten, wie die Herbstblätter auf dem Boden. Zuletzt verschafften sich die Neckarauer mit Siegen gegen die vermeintlichen Abstiegskandidaten Obergimpern (8:2) und FV Brühl (4:0) Luft.

Rot-Weiß Rheinau ist Abstiegskandidat Nr. 1brandenburger 1

Am Boden der Tabelle, nämlich auf dem letzten Platz, hat sich Rot-Weiß Rheinau festgesetzt. Dass die Rot-Weißen vor einer schwierigen Saison stehen würden, war den Beteiligten klar, noch ehe der erste Ball gespielt wurde. Unerwartet war jedoch, wie chancenlos sich die Rheinauer in vielen Partien präsentierten. Nun kam auch noch Verletzungspech hinzu. In der Form der bisherigen Saison wird das Gastspiel der Mannschaft von Peter Brandenburger ein kurzes bleiben. Die Rheinauer verfügen derzeit über den harmlosesten Angriff und die schwächste Defensive der Liga – manchmal ist Statistik doch beweiskräftig.

Foto rechts: Rheinaus Trainer Peter Brandenburger führte den Club in die Landesliga. Eine junge, teilweise unerfahrene Mannschaft zahlte zu Beginn Lehrgeld – nun kommt noch Verletzungspech hinzu.

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