Richard Wegmann am Ball. Waldhofs Hanno Balitsch attackiert den Heddesheimer Kapitän. Szene aus dem Testspiel SV Waldhof- Fortuna Heddesheim 4:1. Bild: Rafael Kowollik.

Richard Wegmann am Ball. Waldhofs Hanno Balitsch attackiert den Heddesheimer Kapitän. Szene aus dem Testspiel SV Waldhof- Fortuna Heddesheim 4:1. Bild: Rafael Kowollik.

Heddesheims Mittelfeldstratege Richard Wegmann stellt sich den Fragen des Sportkurier

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Di. 24.11.2015

Die Rede ist vom ehemaligen Kapitän des Ex-Oberligisten VfR Mannheim, Richard Wegmann, der seit Dezember 2014 für die Heddesheimer die „Kickstiefel“ schnürt. In der Rückserie 2014/2015 führte der Kapitän das Team von Sieg zu Sieg. Am Ende wurden die Siegesserie und ein etwaiger Durchmarsch in die Verbandsliga bei der bitteren Niederlage in Zuzenhausen abrupt gestoppt.

In dieser Saison gehört die Fortuna zu den Topfavoriten auf den Aufstieg in die Verbandsliga Nordbaden. Aktuell liegt die Gölz-Elf auf dem 3. Platz, somit auch noch einige Punkte vom direkten Aufstiegs- und Relegationsplatz entfernt. Wir haben uns mit Richard Wegmann über die bisherige Spielzeit und weiteren Aussichten unterhalten.

Sportkurier: Herr Wegmann, am Sonntag findet das Derby gegen den VfL Kurpfalz Neckarau statt. Für ihre Mannschaft geht es darum, oben dran zu bleiben – für die Neckarauer darum, aus dem Tabellenkeller zu kommen.

WEGMANN: Ja, aber die Tabellensituation ist bei solchen Derbys nicht ausschlaggebend. Da ist grundsätzlich immer viel Brisanz in einem solchen Spiel. Wir werden mit Sicherheit auf einen sehr gut vorbereiteten Gegner treffen, gehen aber selbst auch hochmotiviert in dieses Spiel, da wir unsere starke Serie weiter ausbauen wollen.

Sportkurier: In den letzten 9 Ligaspielen stehen sieben Siege, ein Remis und nur eine Niederlage in der Statistik. Ist damit der mehr als durchwachsene Start in die Saison vergessen?

WEGMANN: Da gab es genug Gründe, warum wir zwischenzeitlich etwas hinter den Erwartungen hinkten. Wenn man sieht wer da alles ausfiel, ist das nachvollziehbar. Dazu kam auch etwas Pech im Abschluss, manchmal sogar Unvermögen, da wir sehr gute Chancen auch fahrlässig vergaben. Auch blieben einige Leistungsträger hinter der Form vergangener Tage, da zähle ich auch mich dazu.

Sportkurier: Woran lag’s bei Ihnen?

WEGMANN: Die ersten Spiele lief es doch ganz gut, aber vor dem Spiel gegen Wiesenbach fiel ich aus, hatte einen leichten Muskelfaserriss. Ich habe nicht lange pausiert und so hat sich das muskuläre Problem irgendwie über die gesamte Hinserie gezogen. Nach zwei Wochen Pause fühle ich mich jetzt viel besser und das zeigt sich auch beim Training und Spiel.

Sportkurier: Auch beim Team alles im grünen Bereich?

WEGMANN: Wir gewinnen, das ist zunächst das wichtigste. An der Art und Weise wie wir manchmal unser Spiel aufziehen, daran gilt es noch weiter hart zu arbeiten, sich zu verbessern. Zu was wir in der Lage sind, das haben wir z.b. beim Sieg in Bammental bewiesen und auch in der 2. Halbzeit gegen Wieblingen, als wir am Sonntag einen zweimaligen Rückstand ausglichen und am Ende durch eine starke Leistung auch verdient gewannen. Das Potenzial ist da und wenn alle Mann an Bord sind, müssen wir uns sowieso vor niemandem verstecken.

Sportkurier: Neun Punkte auf Gartenstadt und sechs Punkte auf Bammental. Ist der Rückstand nicht schon zu groß?

WEGMANN: Große Anerkennung vor dem VfB Gartenstadt, das ist eine Riesen-Hinrunde, was die da spielen. Sie haben bislang nur ganz wenige Punkte abgegeben. Gleiches gilt für Bammental, die für mich nicht überraschend mit da oben stehen. Die Qualität in deren Kader ist sehr gut. Um auf ihre Frage zurückzukommen, wir sind noch lange nicht aus dem Aufstiegsrennen raus. Ich glaube an die Mannschaft und auch an den Teamspirit, der ist zurzeit überragend, auch mitunter wegen der guten Ergebnisse. Wir wollen jetzt gegen Neckarau und Dossenheim gewinnen, dann ist für uns noch alles drin in dieser Spielzeit.

Richard Wegmann wird von seinem Zuzenhausener Gegenspieler verfolgt. Szene aus der Spielzeit 2014/2015. Bild: Kowollik

Sportkurier: Wie schätzen Sie die Liga ein und wer spielt ihres Erachtens um den Aufstieg weiter mit?

WEGMANN: Die Liga ist definitiv stärker, als im Vorjahr. Die Leistungsdichte ist schon Wahnsinn, daher darf man auch kaum einen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Ganz oben sehe ich Gartenstadt, Bammental, Eppingen und uns. Dabei ist die aufgeführte Reihenfolge ohne Gewähr. Der FV Brühl und VfB St. Leon gehören auch noch zum Kreise der Spitzenteams, die für eine Überraschung sorgen könnten.

Sportkurier: Sie sind jetzt 30 Jahre alt, gehören somit zu den Routiniers im Team. Wie lange wollen Sie noch spielen?

WEGMANN: Daran habe ich noch keinen Gedanken verschwendet. Mir macht es noch sehr viel Spaß Fußball zu spielen und das wird auch noch einige Jahre so bleiben. An ein Karriereende ist also nicht zu denken.

Sportkurier: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

WEGMANN: Vielen Dank, gerne geschehen.

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