Fortuna-Coach Rene Gölz. In 5 Spielzeiten schaffte der Erfolgscoach drei Aufstiege. Mit der Fortuna will die Gölz/Faust-Elf in die Verbandsliga hoch. Bild: Rafael Kowollik.
Heddesheims Chefcoach Rene Gölz im Interview: „Wir werden bis zum letzten Spieltag bei der Vergabe der Aufstiegsplätze mitmischen.“
Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mi. 28.10.2015
Insbesondere nach dem Sieg im Spitzenspiel beim FC Bammental, welches die Fortuna vor knapp 300 Zuschauern mit 1:2 (1:2) Toren für sich entschied. Es war der vierte Sieg aus den letzten fünf Spielen. Nur das 1:1 Remis gegen den FV Brühl verhinderte eine blütenweise Weste.
Als Topfavorit in die Saison gestartet, war man nach sieben Spieltagen auf dem 10. Platz – enttäuschend! Mittlerweile hat sich die Gölz-Elf sukzessive nach oben gearbeitet und ist Tabellenvierter. Der Kontakt zum 2. Tabellenplatz ist hergestellt.
Wir haben uns deshalb mit Heddesheims Cheftrainer Trainer Rene Gölz unterhalten.
Zuletzt durften die Heddesheimer öfters jubeln. 5 Siege und ein Remis in Folge haben die Heddesheimer in der Tabelle nach oben katapultiert. Bild: Kowollik.
Sportkurier: Herr Gölz, wie fällt ihr Zwischenfazit nach 12 Spieltagen aus?
Rene Gölz: Es kurz zu umschreiben: „Alles im gelben Bereich“. Es lief bislang nicht alles rund, aber vieles ist eben auch erklärbar. Nun haben wir seit 5 Spielen eine ordentliche Serie hingelegt, diese gilt es weiter auszubauen.
Sportkurier: Was lief nicht ganz so rund? Von fast allen Trainern der Liga wurde ihr Team zum Topfavoriten erkoren.
Rene Gölz: Zum einen haben wir ein unglaubliches Verletzungspech, insbesondere auch Langzeitverletzte zu verzeichnen. Bei uns fallen seit Rundenbeginn im Schnitt zwischen 5-6 Leistungsträger aus, das könnten viele Vereine gar nicht kompensieren. Die Qualität in der Breite des Kaders ist dadurch nie so gegeben gewesen, wie es zu erwarten war. Jede Woche mussten wir unsere Startaufstellung ändern, das hat nicht gerade zu einem reibungslosen „einspielen“ beigetragen. Zu anderen blieben einige Spieler hinter den Erwartungen zurück bzw. konnten die Form vergangener Tage nicht immer abrufen. Das hat sich jetzt zuletzt Woche für Woche deutlich gebessert.
Am Ball, Siby Boubacar. Der Senegalese kam vom TSV Wieblingen und wird von Spiel zu Spiel stärker. Bild: Kowollik.
Sportkurier: Nach 7 Spieltagen stand ihr Team auf dem 10. Tabellenplatz. Gab es Panik?
Rene Gölz: Nein, auf keinen Fall. Wir waren eher enttäuscht, wussten die kleine Negativserie aber auch einzuschätzen. Ist unser Kader komplett, sind wir nur schwer zu bezwingen. Deshalb glauben wir auch weiter an uns.
Sportkurier: Wie sieht es aktuell personell aus?
Rene Gölz: Nicht so gut, was die Breite des Kaders betrifft. Anthony Loviso zog sich gegen Mühlhausen einen Kreuzbandriss zu. Mathias Pfitzner und Maurice Kühnl fallen seit Saisonbeginn aus. Christopher Jüllich hatte verletzungs- und krankheitsbedingt bislang nur wenige Einsatzminuten. Nicolas Hahn haben wir vor 2 Wochen aus dem Trainings- und Spielbetrieb genommen, da sein Verhalten dazu Anlass gab. Er kann sich einen neuen Verein suchen. Aber dennoch sind wir stark genug, um uns noch bis zur Winterpause gut zu positionieren.
Sportkurier: Der VfB Gartenstadt zieht an der Tabellenspitze einsam seine Kreise. 12 Spiele, 11 Siege. Liebäugeln Sie mit ihrem Team noch mit dem 1. Tabellenplatz?
Rene Gölz: Darüber machen wir uns im Moment überhaupt keine Gedanken. Gartenstadt hat ein starkes Team und einen überragenden Trainer in Reiner Hollich. Die stehen zu recht da ganz oben – Respekt! Aber wir schauen nur nach uns und von Spiel zu Spiel. Jetzt ist Marcel Höhn nach seiner langen Verletzungspause wieder zurück. Er hat der Mannschaft brutal gefehlt. Auch Damian Pritchett steht wieder zur Verfügung, so dass wir mehr Alternativen haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir im weiteren Rundenverlauf noch an den ersten beiden Plätzen „kratzen“ werden.
Sportkurier: Zuletzt blieb ihre Mannschaft fünf Mal in Serie ungeschlagen (4-1-0/12:4 Tore). Wie schätzen Sie den weiteren Rundenverlauf bis zur Winterpause ein?
Rene Gölz: Wir haben jetzt bis zur Winterpause noch sechs Spiele, darunter sind zwei vorgezogene Rückrundenbegegnungen. Wenn wir auf der Leistung gegen Bammental aufbauen, dann bin ich da sehr zuversichtlich. Natürlich wollen wir alle Spiele bis zur Winterpause gewinnen, aber da gibt es immer noch einen Gegner.
Neuzugang Nico Maxein trifft aus 25 Metern gegen das Überraschungsteam ASV/DJK Eppelheim zum 2:1. Bild: Kowollik.
Sportkurier: Wie schätzen Sie insgesamt die Liga ein?
Rene Gölz: Sehr stark. Man sieht es doch an den Teams aus dem Fußballkreis Mannheim. Ketsch und Neckarau stehen ganz unten, obwohl beide einen ganz guten Ball spielen. Favoriten wie Wieblingen und Eppingen haben mehr Punkte gelassen, als dies zu erwarten war. Und Waldhof Mannheim II bestückt seinen Kader Woche für Woche mit etlichen Spielern aus dem Regionalligakader. Da ist alles eng beisammen in dieser Spielzeit. Am Ende wird sich der durchsetzen, der am konstantesten spielt.
Sportkurier: Wird die Fortuna in der Winterpause den Kader weiter verstärken?
Rene Gölz: Das haben wir grundsätzlich nicht vor, da wir dem Kader vertrauen. Wir müssen aber die Spielerabgänge in der Winterpause bzw. die Spieler ersetzen, die verletzungsbedingt in der Rückserie nicht zur Verfügung stehen werden. Das alles richtet sich aber auch nach der Tabellensituation. Wären wir aus dem oberen Tabellenbereich raus, dann wird man anders planen, als wenn man noch im Aufstiegskampf mitmischt.
Sportkurier: Und wie schätzen Sie das persönlich ein?
Rene Gölz: Wir werden bis zum letzten Spieltag bei der Vergabe der Aufstiegsplätze mitmischen, davon bin ich überzeugt.
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