Mario Göttlicher trifft mit einem Freistoss in den Towinkel. Keeper Schoch ist chancenlos. Links Peter Müller (Neckarau), rechts Damian Pritchett (Heddesheim). Bild: Rafael Kowollik
FV Fortuna 1911 Heddesheim startet mit 0:3 Derbysieg beim VfL Kurpfalz Neckarau +++ Thorsten Kniehl trifft zweifach
Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 17.08.2015
Bis zur Pause trafen für die hochüberlegenen Heddesheimer vor knapp 200 Zuschauern Mario Göttlicher (6.) und Thorsten Kniehl (32./41) zu einer 0:3 Führung. Das brisante Spiel wurde dabei von Schiedsrichter Patrick Laier (Baiertal) über die gesamte Spielzeit hinweg souverän geleitet.
„Wir kamen sehr gut in dieses Spiel hinein, vor allem der geniale Freistoßtreffer von Mario Göttlicher war so eine Art „Dosenöffner“ für dieses Spiel. Danach haben wir den Ball gut laufen lassen und die weiteren Treffer zwangsläufig erzielt“, sagte nach dem Spiel Heddesheim-Coach Rene Gölz.
Neckaraus Teammanager „Lacky“ Paschaloglou sprach von einem verdienten Sieg der Heddesheimer, die mit ihrer individuellen Klasse die entscheidenden Vorteile hatten.
Heddesheims Boubacar Siby schlägt eine Flanke in den Neckarauer Strafraum. Bild: Rafael Kowollik.
Die Partie begann mit einer Riesenchance für die Fortuna. Nach einem Eckball von Marcel Höhn stand der aufgerückte Abwehrspieler Boubacar Siby sträflich alleine im Strafraum und kam ungehindert zum Kopfball (2.). Dieser strich aber um wenige Zentimeter am Torpfosten vorbei.
Göttlicher nimmt Maß
Wenige Minuten später die 0:1 Führung durch Neuzugang Mario Göttlicher, der einen Freistoss aus knapp 20 Metern über die Mauer in den Torwinkel platzierte. Da hatte VfL-Keeper Gerrit Schoch keine Abwehrchance. Der Neckarauer Torhüter verhinderte in der 14. Minute den zweiten Treffer der Gäste, als er nach einer tollen Kombination von Marcel Höhn, Richard Wegmann und Daniel Gulde, das Geschoss des Letzteren mit einer Glanzparade abwehrte.
Heddesheims Thorsten Kniehl erzielt nach Vorarbeit von Daniel Gulde die 2:0 Führung. Bild: Rafael Kowollik.
It’s Kniehl-Time
Danach trat Heddesheims Neuzugang Thorsten Kniehl in Erscheinung, der eindrucksvoll unter Beweis stellte, warum ihm der Ruf des „Knipser“ vorauseilt. Nach einer schönen Vorlage des unermüdlich rackernden Daniel Gulde kam der großgewachsene Sturmführer im Strafraum an das Leder und netzte eiskalt zum 0:2 (33.) ein.
Nur eine Minute später tankte sich Heddesheims Marcel Höhn durch und überwand Keeper Schoch. Der Ball trudelte ins leere Tor und als schon viele den Torschrei auf den Lippen hatten, wurde das Leder von einem Neckarauer Abwehrspieler von der Torlinie geschlagen (34.).
Für die Vorentscheidung im Spiel sorgte Thorsten Kniehl mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel. Damian Pritchett hatte über die Zentrale auf Kapitän Richard Wegmann gespielt, der dann mit einem schönen Pass in die Schnittstelle, Thorsten Kniehl bediente. Gegen dessen Heber aus 16 Metern war der herausgelaufene Torhüter der Neckarauer machtlos (41.) – 0:3.
Mario Göttlicher: „Wir haben das ganz ordentlich gespielt in der 1. Halbzeit, da fand Neckarau keinen Schlüssel – um uns in Bedrängnis zu bringen“, sagte der Innenverteidiger, der in diesem Spiel wohl auf eine gefühlte Quote von
99 Prozent gewonnener Kopfballduelle kam.
Heddesheims Kniehl hat mit einem Heber über Keeper Gerrit Schoch das 0:3 markiert. Bild: Rafael Kowollik.
Gang zurückgeschaltet / viele Torchancen ausgelassen
Mit der 0:3 Führung der Heddesheimer schlich sich im zweiten Abschnitt etwas der „Schlendrian“ ein. Die Neckarauer mit viel Moral und Kampfkraft, spielten auch nach vorne und liefen so großes Risiko, weitere Treffer zu kassieren. So ließen auch Heddesheims Nico Maxein (56.), Daniel Gulde (57./90.), Tim Krohne (60.), Thorsten Kniehl (73.)und Mario Göttlicher (79.) beste Einschussmöglichkeiten aus. „Daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten. Da waren wir im Abschluss einfach nicht konsequent genug“, war Rene Gölz mit der Chancenverwertung nicht ganz zufrieden.
Neckarau mit Moral
Zufrieden konnte er auch nicht mit den zwei, drei Tormöglichkeiten der Neckarauer sein, die sein Team in der 2. Halbzeit zuließ. Zunächst zwang Stefan Wroblewski den FV-Keeper Daniel Tsiflidis mit einem Freistoß aus 22 Metern zu einer Glanzparade (52.) – und in der 64. Minute unterlief Boubacar Siby eine zu kurze Kopfballrückgabe, bei der Tsiflidis „Kopf und Kragen“ gegen Idris Yildirim riskieren musste. In der Nachspielzeit (90.+1) wäre den Neckarauern beinahe der Anschlusstreffer gelungen. Nach einer Ecke kam Lukas Kapuscinski im Heddesheimer Strafraum ungehindert an den Ball und zielte ins Toreck. Aber Daniel Tsiflidis tauchte reaktionsschnell ab, hielt so seinen Kasten sauber.
Nico Maxein (blau) umspielt Neckaraus Abwehrspieler Mike Blumhardt. Bild: Rafael Kowollik.
VfL Kurpfalz Neckarau – FV Fortuna 1911 Heddesheim 0:3 (0:3)
Neckarau: Schoch – Spintig, Joksimovic, Zimmermann N. (58. Kuhnhold), Müller, Zimmermann D., Markovic (58. Yildirim), Wroblewski, Büyüköztürk (70. Scherb), Blumhardt, Kapuscinski.
Ohne Einsatz: Barreto
Heddesheim: Tsiflidis – Loviso, Siby, Göttlicher, Pritchett, Krohne (65. Pah), Höhn, Wegmann, Gulde, Kniehl (83. Zimmermann), Maxein (69. Jüllich).
Ohne Einsatz: Bal – Zax, Erdem, Marino, Puzic, Kavak.
Tore: 0:1 Mario Göttlicher (6.), 0:2 Thorsten Kniehl (33.), 0:3 Thorsten Kniehl (41.).
Schiedsrichter: Patrick Laier (Baiertal).
Zuschauer: 200
Pressemitteilung FV Fortuna 1911 Heddesheim / Christoph Schumacher.
zurück