Heddesheims Daniel Gulde dreht jubelnd ab, der Ball liegt im Michelfelder Tor.  Foto: Siegfried Lörz

Heddesheims Daniel Gulde dreht jubelnd ab, der Ball liegt im Michelfelder Tor. Foto: Siegfried Lörz

Fortuna Heddesheim schnürt in der 2. Halbzeit „Dreierpack“ / 0:3 Sieg beim TSV Michelfeld

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 21.09.2015

Vor 120 Zuschauern markierten Daniel Gulde (63.), Thorsten Kniehl (69.) und Markus Engel (77.) in der 2. Halbzeit die Treffer für die Heddesheimer, die mit diesem Erfolg wieder Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen aufnahmen.

Dabei begann die Partie gar nicht so optimal für die Gölz-Elf. Neben den bereits verletzten Akteuren: Pfitzner, Kühnl, Pritchett, Jüllich und Höhn – kam auch noch Neuzugang Mario Göttlicher dazu, der wegen Problemen mit dem Fußgelenk wenige Minuten vor Spielbeginn passen musste. „Unser Verletzungspech ist schon enorm. Da fällt mittlerweile eine halbe Mannschaft aus, und das sind bei weitem keine Ergänzungsspieler die da fehlen“, so Rene Gölz kurz vor der Partie.

Michelfelds Kapitän und Torjäger Carsten Walther (links) und Heddesheims Daniel Gulde beim Kopfbalduell. Rechts - Giovanni Marino, Richard Wegmann

Michelfelds Walther (li.) und Heddesheims Gulde beim Kopfballduell. Rechts im Bild Fortunas Giovanni Marino und Richard Wegmann. Foto: Siegfried Lörz

Desolate Schiedsrichterleistung sorgte für viel Unmut

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit fiel eigentlich nur Schiedsrichter Daniel Schindler (Leimen) auf, der durch ständiges, theatralisches Verhalten und Fehlentscheidungen am Fließband den Unmut aller Beteiligten auf sich zog. Viele der Protagonisten des Spiels, aber auch zahlreiche Zuschauer waren sich einig, dass die Leistung des Referees mit Landesliga-Qualität noch nicht einmal im Ansatz etwas zu tun hatte.

Rene Gölz: „Ich möchte auf die Leistung des Schiedsrichters nicht unbedingt eingehen. Schwamm darüber, er hat sich gegenüber beiden Mannschaften und Funktionären außergewöhnlich verhalten. Zum Glück hat so etwas Seltenheitswert“, wollte Heddesheims Trainer nicht näher auf den Auftritt des Schiedsrichters eingehen.

Nach dem auch Fortuna-Verteidiger Boubacar Siby verletzungsbedingt zur Pause aus dem Spiel musste, stellte Gölz das Team in der 2. Halbzeit auf vier Positionen um – und lag mit den Entscheidungen richtig. Heddesheim im zweiten Durchgang bissiger, spielfreudiger und vor allem effektiver.

Für sehr viel Unmut und „Kopfschütteln“ bei Zuschauern und Beteiligten sorgte Schiedsrichter Daniel Schindler (mit Ball), der durch theatralisches Verhalten, ständigen Unterbrechungen und Fehlentscheidungen sehr negativ auffiel. Foto: S. Loerz

Gulde, Kniehl und Engel treffen zum 0:3

So war es der agile Thorsten Kniehl, der in der 63. Minute mustergültig auf Daniel Gulde auflegte und dieser aus 10 Metern Entfernung Keeper Kai Pompiati keine Abwehrchance ließ, zum 0:1 traf.

Nur sechs Minuten später nahm Torjäger Thorsten Kniehl nach einem Missverständnis von Pompiati und Liotta das Leder auf, umkurvte Michelfelds Schlussmann und drückte das Leder zum 0:2 über die Torlinie (69.). Der in der 2. Halbzeit immer stärker werdende Markus Engel sorgte in der 77. Minute für die endgültige Entscheidung, als er nach toller Vorarbeit von Nicolas Hahn aus 10 Metern ins lange Toreck traf.

„Wir haben den Sieg aufgrund der 2. Halbzeit verdient. Kompliment an meine Mannschaft, die trotz der vielen personellen Ausfälle großen Kampfgeist gezeigt und mit enormem Willen gespielt hat“,

Heddesheimer Torjubel nach dem Treffer zum 0:2 durch Thorsten Kniehl. Foto: Siegfried Lörz.
    
TSV Michelfeld – FV Fortuna Heddesheim 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Daniel Gulde (63.), 0:2 Thorsten Kniehl (69.), 0:3 Markus Engel (77.).

Heddesheim: Tsiflidis – Siby (46. Krohne), Loviso, Marino, Kavak, Wegmann, Kniehl (86. Zax), Pah, Engel (81. Zimmermann), Hahn, Gulde.
Schiedsrichter: Daniel Schindler (Leimen)
Besondere Vorkommnisse: Nicolas Hahn (Heddesheim) gelbrot (83.).

 

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