Foto: Links Heddesheims Markus Engel gegen Neckaraus Nico Zimmermann (Nr. 15). Rechts Heddesheims Richard Wegmann (weiß).  Bild: Rafael Kowollik.

Foto: Links Heddesheims Markus Engel gegen Neckaraus Nico Zimmermann (Nr. 15). Rechts Heddesheims Richard Wegmann (weiß). Bild: Rafael Kowollik.

Fortuna Heddesheim gewinnt Derby gegen VfL Kurpfalz Neckarau / Thorsten Kniehl erzielt Treffer des Tages

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am So. 29.11.2015

Bei miserablen Witterungsverhältnissen mit stark böigem Wind, endete das Derby vor nur 100 Zuschauern mit 1:0 (0:0) für die Fortuna. Den Treffer des Tages erzielte Torjäger Thorsten Kniehl mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 71. Minute.

„Das waren keine normalen Verhältnisse, bei diesen sehr starken Windböen. Da waren viele Aktionen dem Zufall überlassen“, so Fortunas Trainer Rene Gölz, der am Ende über den knappen Derbyerfolg mehr als zufrieden war.
Es war Fortunas 8. Sieg im 10. Spiel in Folge (8-1-1). Damit sind die Heddesheimer Tabellendritter, mit Tuchfühlung auf die Aufstiegsplätze.

Heddesheims Innenverteidiger und Kapitän Giovanni Marino auch gegen Neckarau mit einer guten Abwehrleistung. Bild: Rafael Kowollik.

Die Neckarauer gewannen die Seitenwahl und konnten so in diese Partie mit starkem Rückenwind starten. Die erste Möglichkeit hatten aber die Hausherren, als Nico Maxein (10.) auf der linken Außenbahn durchbrach und im Strafraum zum Schuss kam. Dieser stellte aber Keeper Mario Barreto vor keine größeren Probleme.

Heddesheim in der Folge mit zu statischem Spielaufbau, wobei hohe und lange Bälle, auch bedingt durch die Windverhältnisse, selten den gewünschten Abnehmer fanden. Neckarau, von Trainer Richard Weber taktisch sehr gut eingestellt, spielte defensiv sehr kompakt und lauerte auf Konter bzw. agierte mit schnellem Umschaltspiel.

Eine erste gute Chance für die Weber-Elf in der 27. Minute, als Idris Yildirim mit einem platzierten Distanzschuss Fortuna-Keeper Daniel Tsiflidis prüfte. Viel Nennenswertes gab es danach im ersten Abschnitt nicht. Die Partie weitestgehend ausgeglichen. Die abstiegsgefährdeten Neckarauer präsentierten sich gut, auf keinen Fall wie ein Abstiegskandidat.

Er wurde bei den Heddesheimern viele Wochen schmerzlich vermisst. Marcel Höhn überzeugte mit einer ganz starken Leistung. Bild: Rafael Kowollik.

Die Heddesheimer starteten in die 2. Halbzeit furios und nun mit dem Starkwind im Rücken. Zunächst scheiterte der sehr gut aufspielende Marcel Höhn, der über viele Wochen verletzungsbedingt und wegen einer Rotsperre fehlte, in der 46. Minute an Torwart Barreto. Den anschließenden Eckball (47.) wuchtete Daniel Gulde mit dem Kopf nahezu perfekt unter die Torlatte, aber erneut war Barreto auf dem Posten und verhinderte reflexartig mit einer Glanzparade die Heddesheimer Führung.

Heddesheim jetzt präsenter, überlegener

In der 58. Minute tankte sich auf der linken Angriffsseite Nico Maxein durch, seine mustergültige Hereingabe verfehlten im Strafraum nacheinander Daniel Gulde und Thorsten Kniehl nur haarscharf. Die Führung für die Gastgeber lag in der Luft. Mitten in diese Offensive der Gölz-Elf die gute Parade von Heddesheims Torsteher Daniel Tsiflidis, der nach einem Konter den Schuss vom agilen Egzon Abdullahn parierte (61.).

Marcel Höhn (63.) und Richard Wegmann (66.) scheiterten danach mit Distanzschüssen nur knapp, ehe es wieder einmal Thorsten Kniehl für die Heddesheimer regelte. Nach einem Foulspiel trat der Heddesheimer Torjäger zum Freistoß an und zirkelte das Leder aus knapp 20 Metern Entfernung gekonnt über die Neckarauer Mauer hinweg, ins rechte Toreck – 1:0 (71.). Es war der 13. Saisontreffer von Thorsten Kniehl.

Neckaraus Torhüter Mario Barreto pariert hier einen platzierten Kopfball von Daniel Gulde (nicht im Bild) in der 47. Minute. Bild: Kowollik.

Neckarau nach dem Rückstand mutig, und mit dem Versuch nach vorne zu spielen. Und sie kamen auch noch zu einer sehr guten Torchance, aber Egzon Abdullahn scheiterte an Keeper Daniel Tsiflidis (80.). Auf der Gegenseite hätten Nico Maxein (81.) und Marcel Höhn (86.) den Sack zu machen können, vergaben jedoch in aussichtsreicher Position.

Am Ende ein glücklicher, aber dennoch keineswegs unverdienter Sieg der Heddesheimer, die damit den vierten Vergleich in Folge gegen Neckarau für sich entscheiden konnte (4-0-0/10:1 Tore).
Richard Weber: „Wir haben das ganz gut gespielt, mit etwas Glück holen wir hier einen Punkt.“

Rene Gölz: „Über die 90 Minuten hinweg gesehen, ein durchaus verdienter Erfolg meiner Mannschaft. Neckarau präsentierte sich stark. Sie werden sich wieder aus den unteren Tabellenregionen befreien“, so der Heddesheimer Trainer.

Er trifft fast in jedem Spiel – Top-Torjäger Thorsten Kniehl (weiß). Sein Freistoßtreffer in der 71. Minute war gleichzeitig der Siegtreffer in dem Derby. Bild: Kowollik.

FV Fortuna 1911 Heddesheim – VfL Kurpfalz Neckarau 1:0 (0:0)

Heddesheim: Tsiflidis-Pritchett, Krohne (71. Göttlicher), Höhn, Wegmann, Gulde (82. Siby), Kniehl, Pah, Engel (67. Zimmermann F.), Marino, Maxein.
Neckarau: Barreto – Joksimovic, Müller, Zimmermann D, Markovic, Abdullahn, Yildirim (76. Wroblewski), Wieland (76. Stempel), Zimmermann N. (7. Gürleyen), Blumhardt, Okur.

Tore: 1:0 Thorsten Kniehl (71.).
Zuschauer: 100.
Schiedsrichter: Tobias Brand (Bad Wimpfen).

 

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