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Einbahnstraßenfußball macht sich erst spät für die Fortuna Heddesheim bezahlt
Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 25.08.2014
Foto oben: Heddesheims Dennis Maxwell-Ludkowski steigt am höchsten und köpft zur 0:1 Führung ein.
Der letztjährige Tabellensiebte war von der ersten bis zur letzten Minute des Spiels defensiv eingestellt und hatte zumeist zwei Viererketten aufgezogen, die nur auf die Zerstörung des Spiels aus waren. Ein Spiel nach vorne: Fehlanzeige. Und das, obwohl mit Hakan Ince, Carsten Walther und Ümit Bozbay drei torgefährliche Spieler im Kader aufgeboten waren. Diese hatten letzte Saison zusammen fast 40 Treffer erzielt.
So entwickelte sich eine sehr einseitige Begegnung, in deren Verlauf der Aufsteiger aus Heddesheim gefühlte 80 Prozent Ballbesitz hatte. Sehr schönes Kombinations- und Umschaltspiel bei der Fortuna, die ständig das Tor von TSV-Keeper Kai Pompiati berannte. Aber die „Mannen“ von Rene Gölz und Melvin Faust ließen beste Tormöglichkeiten liegen.
Tim Krohne (20./Distanzschuss) und Markus Engel (24.) scheiterten nur knapp. Die beste Chance bot sich Patrick Rittmaier, der schon Torhüter Pompiati umkurvt hatte und das Leder Richtung leeres Tor schoss (28.), aber Michelfelds Dominik Muhr klärte auf der Torlinie.
Foto: Daniel Gulde (weißes Trikot) musste für den verletzten Patrick Heinzelmann und den im Urlaub verweilenden Giovanni Marino auf der Innenverteidiger-Position spielen. Er machte seine Aufgabe hervorragend, gewann jeden seiner direkten Zweikämpfe.
Danach vergaben Marcel Höhn (31.), Mathias Pfitzner (37.) und Dennis Maxwell Ludkowski (42.) Möglichkeiten zur längst überfälligen Führung. „Wir haben das bis in den Sechzehner richtig stark gespielt und den Gegner komplett eingeschnürt, aber wir müssen das Tor machen“, so Gölz auf dem Weg zur Halbzeitpause.
Michelfels Trainer Thorsten Barth hielt auch in der 2. Halbzeit an seiner Mauertaktik fest, so dass es für die Heddesheimer nicht einfacher wurde, die Lücke zu finden. Nach einer Stunde wurde der Druck der Fortuna noch größer, bei den Michelfeldern machten sich konditionelle Probleme bemerkbar. Zunächst scheiterte Christian Haas (63.) mit einem sehenswerten Freistoß nur knapp, kurz danach dribbelte sich Markus Engel (73.) in den Strafraum, scheiterte aus kurzer Distanz am Torhüter Pompiati.
Foto: Jubel bei der Fortuna. Nach 78 Minuten war der Abwehrriegel der Michelfelder endlich erfolgreich geknackt.
Dann war es endlich so weit. Nach einer Eckballhereingabe stieg Dennis Maxwell-Ludkowski am höchsten und köpfte das Leder aus 7 Metern Distanz zur hochverdienten 0:1 Führung ein (78.). FV-Coach Gölz nahm nach dem Treffer von Maxwell selbigen aus dem Spiel und brachte dafür Angreifer Habib Arifi, der nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung zum 0:2 (82.) traf. Die klasse Vorarbeit kam von Patrick Rittmaier, der sich im Strafraum durchsetzte und den Ball so perfekt auflegte, dass Arifi nur noch einschieben brauchte.
Jetzt wagten die Hausherren auch mal das Spiel nach vorne und nach einer Abwehraktion von Verteidiger Niels Gremm entschied der Referee in der Schlussminute überraschend auf Strafstoß für die Michelfelder. Ümit Bombay ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte zum 1:2 Anschlusstreffer (90.).
Foto: Habib Arifi kam, sah und traf. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung markierte der Stürmer das 0:2.

Rene Gölz: „Ich war schon etwas enttäuscht über die taktische Einstellung der Michelfelder. So defensiv gegen uns als Aufsteiger zu agieren, das hätte ich niemals erwartet. Durch diesen Abwehrriegel war es sehr schwer durchzukommen und da hätten wir die eine und andere gute Chance einfach früher nutzen müssen. Mit der Spielanlage meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden – Kompliment. Dennoch werden wir hier und da noch an den Stellschrauben ziehen müssen“, so der Fortuna-Coach.
TSV 1895 Michelfeld – FV Fortuna 1911 Heddesheim 1:2 (0:0)
FV Fortuna Heddesheim: Sinan Bal, Niels Gremm, Christian Haas, Markus Engel, Tim Krohne, Marcel Höhn (84. Christopher Pisch), Daniel Gulde, Sebastian Pah (70.Sait Yalman), Patrick Rittmaier, Dennis Maxwell-Ludkowski (80. Habib Arifi), Mathias Pfitzner
Auf der Bank: Claudius Kuntz, Habib Arifi, Sait Yalman, Christopher Pisch, Alessandro Mormone, Steven Kuhnhold
Tore: 0:1 Dennis Maxwell-Ludkowski (78.), 0:2 Habib Arifi (82.), 1:2 Ümit Bozbay (90. Elfmeter)
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Joshua Zanke
Foto 1,2,3 Siegfried Lörz Foto 4 Red.
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