Neckaraus Teammanager Lacky Paschaloglou sieht noch keinen Grund zur Panik. Die Tabellensituation stellt für die Neckarauer eher eine Momentaufnahme dar.  Bild: Berno Nix

Neckaraus Teammanager Lacky Paschaloglou sieht noch keinen Grund zur Panik. Die Tabellensituation stellt für die Neckarauer eher eine Momentaufnahme dar. Bild: Berno Nix

Der VfL Kurpfalz Neckarau steht auf einem Abstiegsplatz +++ „Also Panik verspürt bei uns noch keiner“, sagt Lacky Paschaloglou

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Do. 24.09.2015

„Also Panik verspürt bei uns noch keiner“, sagt Lacky Paschaloglou, der Teammanager der Neckarauer. „Allerdings sind wir natürlich schon beunruhigt, das ist doch klar.“ Momentan rangiert der Verein vom Neckarauer Waldweg auf dem 15. Platz der Landesliga Rhein-Neckar, ist Drittletzter.

Die Bilanz: Nach sieben Spieltagen hat der VfL fünf Niederlagen kassiert, demgegenüber stehen ein Sieg und ein Unentschieden.

Die negative Tendenz aus der Rückrunde der Spielzeit 2014/2015 hat sich eigentlich fortgesetzt. Nach einer starken Hinrunde (4.Platz) ging es in der Rückserie bergab (4-4-8). Am Ende war die Fusionself in der Rückrundentabelle auf einem Abstiegs-Relegationsplatz (14.) platziert. Die jetzige Spielbilanz liest sich nicht weniger erfreulich beim Landesligisten aus Mannheim.

VfL Kurpfalz Neckarau – 1. FC Muehlhausen, Landesliga, v.l. Muehlhausens Nikolai Fuchs im Kopfballduell mit Neckaraus Eric Wieland.

Panikmache ist nicht

Letztlich war es laut Paschaloglou übrigens in fast keinem Spiel so, dass Neckarau schlecht gespielt hätte. Im Gegenteil: „Häufig sind wir nur durch individuelle Fehler, die eigentlich nicht passieren sollten, auf die Verliererstraße geraten.“ Gerade die Pleiten gegen St. Leon und Mühlhausen drängen sich da auf. „Da hätten wir genauso gewinnen können, haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Es ist einfach wichtig, dass die Spieler über 90 Minuten bei der Sache sind und etwas kaltschnäuziger müssen wir vor dem Tor auch noch werden“, plaudert Paschaloglou aus dem VfL-Nähkästchen.

Paschaloglou sieht bei seinem Team zudem auch Parallelen zum VfB Stuttgart, dem Ex-Meister, der in den letzten Jahren meist gegen den Abstieg spielt, in dieser Saison aber auch positive Akzente setzt: „Stuttgart hat bislang auch starke Leistungen gezeigt, hat sich aber nicht in Form von Toren und Punkten dafür belohnt.“

Unter der Woche hat es beim VfB nun geklappt und auch beim VfL glaubt man an die Wende. Was auch mit einigen Rückkehrern zusammenhängt: Fatih Kandogmus kann bereits wieder eingesetzt werden und Erik Wieland wird in drei bis vier Wochen ebenfalls wieder eine Option sein. „Beide werden uns wieder mehr Stabilität verleihen. Sie waren schon in der letzten Saison wichtige Stützen“, betont Paschaloglou.

VfB Gartenstadt – Vfl Kurpfalz Neckarau, Landesliga, v.l. Kopfballduell zwischen Neckaraus Egzon Abdullahn und Gartenstadts Oliver Hoerber. Foto: Berno Nix.

Kurzum: In Neckarau bleibt man trotz der aktuellen Situation optimistisch

Der Teammanager geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sagt: „Bislang haben wir uns das alles selbst eingebrockt. Es wäre falsch zu glauben, dass unser Team zu schwach für die Liga ist. Ich bin der Meinung, dass wir die Qualität haben, um ohne Probleme in dieser Liga bestehen zu können.“

Demnach wird in der Winterpause also auch nicht mehr personell nachgelegt? „Doch das kann schon passieren, hätte dann aber nichts mit der momentanen sportlichen Situation zu tun.“ Mit was denn dann? „Es geht hierbei um Spieler, die wir schon im Sommer auf dem Schirm hatten, aber da hat es nicht geklappt, also haben wir es auf den Winter verschoben.“ Gemeint sind Spieler, die den VfL langfristig weiterbringen sollen, mit denen man über Jahre Erfolg haben möchte. Um wen es sich dabei im Detail handelt, bleibt geheim.

Gegen Dossenheim will man punkten

Kein Geheimnis ist es hingegen, dass die Mannheimer Vorstädter am Wochenende mal wieder punkten möchten. Man trifft auf den FC Dossenheim. Paschaloglou: „Gegen Dossenheim waren es immer schwere Spiele, trotzdem möchten wir etwas holen. Ein Punkt wäre gut, aber gegen mehr würden wir uns natürlich auch nicht wehren.“ Die Stärken der Heidelberger seien vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit: „Auch sie haben keine Ausnahmekönner in ihren Reihen, sie kommen über das Kollektiv. Genau wie wir.“ Und Paschaloglou weiß, wovon er spricht: Der FCD wurde ausgiebig beobachtet. Nichts soll dem Zufall überlassen werden.

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