Das war der 28. Spieltag in der Landesliga Rhein-Neckar Spielzeit 2013/2014

Das war der 28. Spieltag in der Landesliga Rhein-Neckar Spielzeit 2013/2014

Das war der 28. Spieltag in der Landesliga Rhein-Neckar Spielzeit 2013/2014

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 28.04.2014

Der TSV Amicitia Viernheim konnte mit dem 2:0 Erfolg dem VfB dicht auf den Fersen bleiben. Der FC Zuzenhausen fuhr einen sehr glücklichen 2:1 Erfolg über die Spvgg. Wallstadt ein. So verbesserten sich die Kraichgauer auf den 3. Tabellenplatz und können in der Aufstiegsfrage wieder ein Wörtchen mitreden.
Die Wieblinger verloren wichtige Punkte und rutschten auf den 5. Rang ab.

Am Tabellenende kann Rheinau noch hoffen, denn durch den 3:2 Erfolg über den 1. FC Mühlhausen hat die Brandenburger-Elf noch theoretische Chancen, sich bis zum Ende der Spielzeit von den direkten Abstiegsplätzen zu lösen. Das gleiche erhofft sich auch der Tabellenvorletzte Spvgg. Wallstadt nach der 3:2 Niederlage in Zuzenhausen. Die Leistung stimmte, das Ergebnis am Ende nicht. Düster sieht es auch für die TSG Eintracht Plankstadt nach der dritten Niederlage in Serie aus. Aber noch regiert Prinzip Hoffnung, denn der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nur fünf Punkte.

Die Spiele in der Übersicht:

SC Rot-Weiß Rheinau – 1. FC Mühlhausen   3:2  (2:0)

Der Tabellenletzte kam zu einem nicht unverdienten 3:2 Sieg über den 1. FC Mühlhausen und wahrte so seine Minimalchance auf den Klassenerhalt. „Wenn wir gegen Mühlhausen nicht gewinnen, war es das“, wusste auch Rheinaus Chefcoach Peter Brandenburger um die Bedeutung dieser Partie. Die Gäste zwar von Beginn an mit mehr Ballbesitz, aber gegen eine kompakt und sicher agierende Defensive der Rheinauer fand der letztjährige Heidelberger Kreisligameister kein probates Mittel. Die Rheinauer dagegen mit schnellem Umschaltspiel und effektiv. So nutzte Gianfranco Scopelliti die sich bietenden Chancen (6./40.) und brachte seine Farben mit 2:0 in Führung. Auch in der 2. Halbzeit zeigten die Hausherren effektiven Konterfußball. So war es Anthony Edney, der einen solchen in der 73. Minute zum 3:0 abschloss. Mühlhausen konnte durch Yilmaz in der 81. Minute auf 3:1 verkürzen. In der Nachspielzeit gelang den Gästen sogar noch das 3:2 Anschlusstor.

FC Zuzenhausen – Spvgg. Wallstadt 2:1 (0:1)

Wenn man unten steht, dann fehlt auch oft das Quäntchen Glück. So geschehen dem Tabellenvorletzten Spvgg. Wallstadt bei den heimstarken Zuzenhausenern. Wallstadt-Coach Bernd Großmann hatte sein Team taktisch sehr gut eingestellt. Zuzenhausen mit mehr Spielanteilen, aber zunächst auch wirkungslos. Anders dagegen die Mannheimer, die durch Kapitän Christoph Ott nicht unverdient mit 0:1 (33.) in Führung gingen. Im zweiten Abschnitt hatte Yusuf Yarimbiyik das 0:2 auf dem Fuße, aber er scheiterte an FC-Torhüter Mikel Schuster. Mehr Glück hatten die Kraichgauer mit einem Distanzschuss von Jan Gehrig, der in der 81. Minute den zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:1 Ausgleich markierte. Wallstadt und Zuzenhausen nach dem Ausgleich im offenen Schlagabtausch und mit guten Chancen für die Gäste durch Trenichin, Ott und Debski – diese blieben allesamt ungenutzt. Als sich schon alle auf ein Remis eingestellt hatten, traf Furkan Aktas in der Nachspielzeit (90. +2) zum vielumjubelten und sehr glücklichen Sieg der Zuzenhausener. „Von dem guten Spiel können wir uns leider nichts kaufen. Jetzt gilt es gegen Michelfeld wieder einen Sieg zu erringen, denn die Luft wird da unten immer dünner“, so Bernd Großmann, der Wallstadter Trainer.

 
TSV Amicitia Viernheim – FC Dossenheim 2:0 (2:0)

Die Viernheimer bleiben an Spitzenreiter VfB St. Leon dran. Nach dem blutleeren Auftritt beim VfB Gartenstadt, wo die Südhessen mit der 2:0 Niederlage noch gut bedient waren – zeigten die Viernheimer gegen den FC Dossenheim zumindest in der 1. Halbzeit eine gute Leistung. Benjamin Waldecker hatte die Hausherren nach 15 Minuten mit 1:0 in Führung gebracht und Christian Katins besorgte kurz vor dem Pausenpfiff (44.) das wichtige 2:0. In der 2. Halbzeit plätscherte die Begegnung so dahin. Dossenheim konnte keinen Druck auf das Viernheimer Tor ausüben, erwies sich in der letzten Spielzone als zu harmlos. Die Viernheimer brachten so den Zwei-Tore Vorsprung mühelos über die Zeit.

FV Brühl – Spvgg. Ketsch 0:0

Beide Mannschaften boten den rund 230 Zuschauern im Landesliga-Derby eine eher mäßige Leistung und versäumten es, durch das 0:0-Unentschieden, Boden im Abstiegskampf gut zu machen. Den Gastgebern gelang es nicht, an die guten Leistungen der letzten zwei Spiele anzuknüpfen und sich Torchancen zu erarbeiten. So war ein Freistoß von Kai Heuberger, der knapp am langen Pfosten vorbeiging, die erste nennenswerte Gelegenheit (18.). Auch die nächste Chance resultierte aus einer Standardsituation, nach einem Eckstoß bot sich dem mitaufgerücktem Manndecker Daniel Befort die Riesenchance zu Brühler Führung, sein Schuss aus kurzer Distanz wurde auf der Linie geklärt (18.). Da aber auch die Gäste nicht gerade Torgefahr ausstrahlten, Kai Heuberger klärte gegen Steffen Rohr (31.) und ein Schuss von Axel Brandenburger fand nicht sein Ziel (43.), ging es torlos in die Halbzeitpause. Auch nach Wiederanpfiff das gleiche Bild, klare Chancen waren Mangelware. Patrick Greulich kam in den Strafraum an den Ball, setzte ihn aber über das Ketscher Tor (55.). Auf der Gegenseite war es Tim Heene der nach einem Ballverlust der Gastgeber im Mittelfeld, einen strammen Schuss von Dane Rosenberger per Kopf  klärte (60.). „Das war ein schwaches Spiel, heute hat es keiner verdient zu gewinnen. Wir haben einfach kein Tempo reingebracht, viel zu zögerlich gespielt“, war das Fazit von Brühls Trainer Bernd Oßwald. Quelle: FV Brühl/Veit.

VfL Kurpfalz Neckarau – DJK Ziegelhausen/Peterstal 2:0 (1:0)

Die Neckarauer stellen sich dem Abstiegskampf und behielten in der sehr wichtigen Begegnung gegen Ziegelhausen/Peterstal mit 2:0 Toren verdient die Oberhand. Von der ersten Minute an wollten die Neckarauer Druck ausüben – den Gegner mit Pressing zu Fehlern zwingen. Die Taktik ging auf, denn bereits in der 2. Minute traf Stefan Wroblewski zur 1:0 Führung. Auch danach hatte die Mannschaft von Richard Weber mehr Spielanteile und die klareren Torchancen. Aber es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Egzon Abdullahn mit dem Treffer zum 2:0 den Neckarauer Anhang erlöste. Durch den Sieg kletterte die Fusionself auf den 11. Tabellenplatz, aber der Vorsprung auf den viertletzten Platz (Relegationsrang) ist nicht groß. So müssen die Neckarauer auch in den nächsten Wochen fleißig punkten, um nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten.

TSV Wieblingen –  VfB St. Leon     1:3 (0:1)

Der Gastgeber begann stark und beherrschte zunächst mit viel Laufbereitschaft das Spiel. Glück hatte die Schneider-Elf nach 12 Minuten, als ein frei gespielter Wieblinger Angreifer den Ball am langen Eck ins Toraus schoss. Nach 22 Minuten musste der junge VfB-Keeper Bouchteob, der in der Halbzeitpause verletzt ausgewechselt werden musste, einen harten Wieblinger Freistoß mit viel Mühe parieren. Erst danach konnte sich der VfB frei spielen, beim ersten ernstzunehmenden Angriff nach 25 Minuten wurde Schäfer im letzten Moment noch von der Wieblinger Abwehr geblockt. Der nächste Rückschlag, als noch in der gleichen Minute Durst nach einem groben Foul verletzt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Joker Wensch, der dann auch für Furore sorgte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm er einen langen Ball von Just geschickt mit und konnte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zur 0:1 Pausenführung einschießen. Zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt fiel dann das 0:2. Nur eine Minute war in der 2. Hälfte gespielt, als Freund die Abseitsfalle der Gastgeber mit einem Steilpass aushebelte und Wensch auf die Reise schickte, der dann eiskalt seinen zweiten Treffer erzielte. Wütende Wieblinger Angriffe waren die Folge, die St. Leoner Defensive um den überragenden Routinier Thee stand zunächst bombensicher und ließ nichts anbrennen. Der eine oder andere St. Leoner Konter wurde in dieser Phase nicht eiskalt zu Ende gespielt. Nach 62 Minuten war mit dem 0:3 dann aber schon die Vorentscheidung gefallen, als Schäfer einen zu kurz abgewehrten Ball abstauben konnte. Wieblingen bäumte sich dann nochmals auf, kam aber kurz vor Schluss nur noch zum 1:3 (84.) Kosmetiktreffer durch Kai Mühlbauer. Quelle: VfB St. Leon

Die weiteren Ergebnisse:

TSV Michelfeld – TSG Eintr. Plankstadt 3:1
Badenia St. Ilgen –  ASV-DJK Eppelheim  1:3             

 

Foto: Rhein-Neckar Picture

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