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Aufsteiger FV Fortuna Heddesheim bringt Vizemeister VfB St. Leon an den Rand einer Niederlage

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 18.08.2014

Foto oben: Heddesheims Markus Engel beim Torschuss. Der agile Mittelfeldspieler war am gestrigen Sonntag der beste Mann auf dem Platz.

Auf der einen Seite der Landesligaaufsteiger FV Fortuna Heddesheim, der seine Premiere in der Landesliga feierte und auf der anderen Seite der VfB St. Leon, der letzte Saison nur knapp den Direktaufstieg in die Verbandsliga Nordbaden verpasste – später als Vizemeister in der Relegation am ASV Karlsruhe-Durlach knapp mit 0:1 scheiterte.

„St. Leon hatte letzte Saison schon eine herausragende Auswärtsbilanz. Wir werden also nicht den Fehler machen und ins offene Messer rennen“, ließ Heddesheim-Coach Rene Gölz vor der Partie durchblicken. Und auch der Vizemeister 2013/2014 zeigte auf dem Heddesheimer Kunstrasenplatz vor 220 Zuschauern großen Respekt vor dem Aufsteiger.

Foto: Hier setzt sich Patrick Rittmaier (Heddesheim) gegen Erik Willim (St. Leon) durch. Der Fortuna-Stürmer hätte beinahe gegen seinen Ex-Club das entscheidende Tor gemacht – scheiterte aber mit seinem Schuss an der Torlatte (61.). 

Von Beginn an setzte VfB-Coach Benjamin Schneider auf eine kompakte Defensive, die auch sehr tief stand. Das Spiel ausgeglichen und sehr schnell. Sowohl die Hausherren, als auch die Gäste aus St. Leon mit gutem Pass- und Kombinationsspiel. Aber beide Abwehrreihen arbeiteten hochkonzentriert – nahezu fehlerfrei, sodass sich im ersten Abschnitt nicht eine einzige Torchance auf beiden Seiten ergab.

Im zweiten Abschnitt zeigte sich die Schneider-Elf zunächst etwas agiler und hatte ein leichtes Übergewicht. In der 49. Minute musste Heddesheims Innenverteidiger Patrick Heinzelmann mit Verdacht auf Mittelfußbruch aus dem Spiel – dafür kam Giovanni Marino ins Spiel, der seine Aufgabe sehr gut erledigte.  

Foto: Die beiden lieferten sich teilweise packende Duelle. Heddesheims Kapitän und Rechtsverteidiger Niels Gremm und St. Leon-Angreifer Nicolas Hahn, der vom Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen zum VfB gewechselt war.


Nach einer Stunde wurde das Spiel der Heddesheimer wieder druckvoller. Der schon in der 1. Halbzeit sehr agile und sehr dribbelstarke Markus Engel beschäftigte die Defensive des VfB weiterhin über die Außenbahn und Torjäger Patrick Rittmaier deutete seine Torgefährlichkeit in der 61. Minute eindrucksvoll an, als er aus der Drehung heraus mit Vollspann an das Lattenkreuz des VfB ballerte. „Da fehlte ein Zentimeter und es wäre ein Traumtor gewesen“, trauerte Gölz der verpassten Chance nach.

Im Gegenzug scheiterte Nicolas Hahn (65.) nach einem Abspielfehler aus der Fortuna-Defensive nur knapp. Beinahe hätte der aufgerückte Giovanni Marino die Führung für die Hausherren erzielt. Nach einem Freistoß von Markus Engel köpfte (81.) er mit einem wuchtigen Kopfball nur haarscharf am Gehäuse von Torhüter Bouchetob vorbei.

Den letzten Aufreger der Partie gab es in der 85. Minute, als Markus Engel gleich drei Leoner Spieler austrickste und im Strafraum zu Fall kam. Nicht wenige wollten hier einen Strafstoß gesehen haben. Der Elfmeterpfiff des gut leitenden Schiedsrichter Lukas Heim aus Waghäusel blieb jedoch aus.

Foto: Getümmel im Heddesheimer Strafraum nach einer Ecke des VfB St. Leon in der Schlussminute des Spiels. Die Fortuna-Defensive konnte diese Situation klären.
Rene Gölz: Es war unsere Premiere in der Landesliga und wir haben gegen einen sehr starken Gegner eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. Vom Chancenverhältnis her, hatten wir ein leichtes Plus, sodass auch ein knapper Erfolg für uns nicht unverdient gewesen wäre. Wir haben dennoch „Luft nach oben“ und hoffen jetzt nur, dass sich Patrick Heinzelmann nicht doch schwerer verletzt hat.“

FV Fortuna Heddesheim – VfB St. Leon  0:0

FV Fortuna Heddesheim: Sinan Bal – Niels Gremm, Christian Haas, Markus Engel, Patrick Heinzelmann (49. Giovanni Marino), Tim Krohne, Marcel Höhn (71. Sebastian Pah), Daniel Gulde, Patrick Rittmaier (81. Steven Kuhnhold), Dennis Maxwell-Ludkowski
Trainer: Rene Gölz, Melvin Faust

VfB St. Leon: Jakob Bouchetob-Erik Willim, Patrick Vogelbacher, Hannes Heist (76. Lukas Barth), Michael Wickenheißer, Steven Durst, Nicolas Hahn, Hannes Götzmann (76. Tim Laier), Julian Ruck (86. Marco Anselmann), Julian Vetter
Trainer: Benjamin Schneider

Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 220
Schiedsrichter: Lukas Heim (Waghäusel)

 

Fotos: alle lofi

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