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„Wir zerlegen das Spielfeld in 3 Teile – und das mittlere Teil gehört uns.“

Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Di. 06.11.2012

Mit nur zwei Niederlagen aus 30 Spielen, bei 101:20 Toren war es ein souveräner Aufstieg der Bergsträßer.

Chefcoach Sven Schmid nach der Meisterschaft: „Die hervorragende Jugendarbeit beim SV Schriesheim zahlt sich aus. Wir haben fast nur Eigengewächse in unseren Reihen und die Jungs genießen hier eine gute Ausbildung“, so der Erfolgstrainer, der gleich in seiner ersten Saison den Aufstieg mit seinem Team gemeistert hatte. „Wir haben seit Jahren die Jugendarbeit in unseren Focus gestellt – mit Erfolg“, ergänzte der Spielausschussvorsitzender Ralf Götzmann.

Foto: Der SV Schriesheim kurz nach dem Aufstieg in der Saison 2011/2012

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Die Fluktuation im Kader der Schriesheimer war zur Spielzeit 2012/2013 sehr gering. Schmerzhaft sicher der Wechsel des Talentes Robin Merbecks zum Verbandsligisten TSG 62/09 Weinheim. „Wir haben diesen Transfer jedoch begrüßt, denn Robin ist ein hervorragender Fußballer und wenn er die Chance hat höherklassig zu spielen, dann sollte eine solche Möglichkeit auch genutzt werden“, hatte Sven Schmid (Foto unten links) Verständnis für diesen Transfer. sv schriesheim

Nach 12 Spieltagen steht der Aufsteiger in die Kreisliga Mannheim auf einem hervorragenden 7. Tabellenplatz. In den ersten drei Spielen musste der Neuling zwei Niederlagen gegen einen von oben verstärkten VfR Mannheim II und die SG Oftersheim hinnehmen, seitdem ist die Mannschaft ungeschlagen.  

Tendenz weiter nach oben?
Der Sportkurier hat sich mit dem Schriesheimer Chefcoach Sven Schmid unterhalten.

Sportkurier: Herr Schmid, seit 9 Spielen ist ihre Mannschaft ungeschlagen. Sind Sie selbst überrascht über diese bisher sehr starke Saison?

SVEN SCHMID: Eigentlich nicht. Die Qualität in der Mannschaft ist sehr gut und das wusste ich auch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das Team sehr schnell in dieser neuen Liga zurechtgefunden. Vor allem sieht man auch bei einem Großteil der jungen Spieler eine positive Entwicklung und das freut mich ganz besonders.

Sportkurier. Worin liegt der Schlüssel zum Erfolg?

SVEN SCHMID: Wir praktizieren eine sehr gute Jugendarbeit mit guten und lizenzierten Trainern – und einem einheitlichen Ausbildungsgedanken. Unsere Aktivenmannschaften sind zu 90 % aus Spielern zusammengesetzt, die in der Schriesheimer Jugend gespielt haben. So ist eine sehr große Identifikation zum Club gegeben. Die Jungs kennen sich über Jahre hinweg und viele sind auch privat befreundet. Daher ist das eine Mannschaft mit einem „Gesicht“ – eine verschworene Gemeinschaft. Das spiegelt sich auch auf dem Fußballplatz wieder.

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Sportkurier: Worin liegen die Stärken des Teams?

SVEN SCHMID: In der Kompaktheit. Die Mannschaft hat eine sehr gute, körperliche Fitness – gepaart mit Kondition und Kraft. Ich sage immer: „Das Spielfeld hat drei Teile und das mittlere Teil davon gehört uns.“ Da hat jeder ganz besonders seine Aufgaben wahrzunehmen. Sowohl im Spiel „mit Ball“, als auch „gegen den Ball“ erwarte ich von jedem meiner Spieler die entsprechende taktische Disziplin. Ja, und das funktioniert auch ganz gut.

Sportkurier: Welchen Spieler würden Sie im bisherigen Saisonverlauf besonders herausheben?

SVEN SCHMID: Unseren Torhüter Christian Kliebisch, der eine herausragende Saison spielt. Er hat uns schon in einigen Spielen mit seinen tollen Reflexen im Spiel gehalten. Er ist im Übrigen einer der wenigen Spieler, die keine Eigengewächse sind. Kliebisch spielte zuvor in Heddesheim und Ilvesheim.

Sportkurier: Wie nehmen die Zuschauer in Schriesheim diese Kreisliga und die guten Leistungen der Mannschaft an?

SVEN SCHMID: Sehr positiv, wir haben auf jeden Fall einen Zuschauerzuwachs. Es sind auch wieder viele ältere Schriesheimer an den Sonntagen im Stadion, weil eben auch das ganze Konzept hier die Leute überzeugt. Das freut uns natürlich.

Sportkurier: Was kann man von ihrer Mannschaft diese Saison noch erwarten. Ist noch mehr drin, als ein 7. Tabellenplatz?

SVEN SCHMID: Schwer zu sagen. Wir haben jetzt in den nächsten Wochen Spiele, die uns den Weg zeigen werden. Vom Gefühl her würde ich sagen, wir spielen um Platz 5 in dieser Liga. Aber wenn man sich die Tabelle anschaut, sieht man wie eng es zugeht. Da kann man mit zwei, drei Negativergebnissen auch ganz schnell wieder unten dabei sein. Von daher denken wir jetzt auch erst einmal von Spiel zu Spiel – und das mit einer positiven Grundausrichtung.

Sportkurier: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

SVEN SCHMID: Vielen Dank.

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