So hatte sich Rheinaus Trainer Peter Brandenburger den Saisonstart nicht vorgestellt. Bild: Berno Nix
„Wir sind enttäuscht, jetzt gehts erst einmal um den Abstieg.“ RW Rheinau – Trainer Peter Brandenburger findet klare Worte.
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Di. 29.09.2015
Eigentlich wollte man oben mitspielen, aktuell ist man Elfter. Und muss sich wohl oder übel auch nach unten orientieren. Der Sportkurier unterhielt sich mit Rheinaus Trainer Peter Brandenburger, der klare Wort findet.
Sportkurier: Hallo Herr Brandenburger, wie zufrieden sind Sie denn mit dem Saisonstart Ihrer Mannschaft?
Brandenburger: Mit dem bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das muss man klipp und klar so sagen. Da gibt es nichts schön zureden.
Woran liegt es derzeit denn? Was macht es so schwierig?
Eigentlich spielen wir einen relativ vernünftigen Fußball. Aber leider nur bis 20 Meter vor das gegnerische Tor. Uns fehlt einfach die nötige Torgefahr. Am letzten Sonntag beim 0:3 gegen Neckarhausen hatte der Gegner vier Chancen und macht drei Tore. Ich sage ja nichts, wenn man gegen Plankstadt, das derzeit einfach einen Lauf hat, mit 0:1 verliert, auch wenn sie gegen uns etwas Glück hatten. Aber das 0:1 gegen Lindenhof geht nicht. Die hatten eine einzige Chance und machen das Tor. Da bist du dann eben auch selbst Schuld.
Eigentlich war das Saisonziel oben mitzuspielen, mittlerweile ist man Tabellen-Elfter, muss das Saisonziel vielleicht bereits revidiert werden?
Für mich gilt es momentan, den Abwärtstrend zu stoppen. Wir spielen in den nächsten Wochen gegen Mannschaften, die alle vor uns stehen und da kann man verlieren. Deshalb geht es für mich derzeit gegen den Abstieg, das hört sich drastisch an, ist aber leider so.
Trotzdem ist die Saison noch jung, wie optimistisch sind Sie denn, dass Ihre Mannschaft noch die Kurve bekommt?
Die nächsten Wochen werden zeigen, wo die Reise hingeht. Klar ist, dass wir einige gute Fußballer in unseren Reihen haben, aber momentan sind da wohl noch zu viele Einzelkönner am Ball. Sie harmonieren noch nicht so zusammen, wie wir uns das vorstellen. Es sind eben einige neue Spieler dabei. Wichtig wäre jetzt mal, dass die Jungs ein Erfolgserlebnis haben. Aber das muss man sich erarbeiten und derzeit habe ich so den Eindruck, dass nicht jeder den letzten Willen aufbringt, um das zu schaffen. Meine Aufgabe ist es nun, die Leute zu finden, die diesen Willen mitbringen.
Wurden möglicherweise auch die falschen Spieler geholt. Spieler, die nicht passen?
Es ist kein Geheimnis, dass wir von dem einen oder anderen neuen Spieler bislang enttäuscht sind. Das muss man einfach mal aussprechen. Und die Spieler, die das betrifft, wissen das auch. Wir reden mit ihnen offen darüber. Es sind punktuelle Verstärkungen, die uns momentan noch nicht weiterbringen.
Am Wochenende wartet Phönix Mannheim. Was erwarten Sie von diesem Gegner?
Wir wissen es nicht genau. Phönix liegt jedenfalls in der Tabelle vier Punkte vor uns. Es ist wohl ein junges Team, das mit ein paar Spielern aus der A-Jugend des SV Sandhausen ergänzt wurde. Letztes Jahr haben wir uns in beiden Partien schwer getan. Es wird sich nun zeigen, ob in unserem Team Charakter steckt.
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