Trainer Peter Brandenburger geht bei den Rot-Weißen in seine 5. Spielzeit. Bild: Berno Nix
Sportkurier-Serie (5) – Rot-Weiß Rheinau startet mit breitem Kader / „Gute Vorsaison bestätigen“
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Mi. 01.07.2015
Beim SC Rot-Weiß Rheinau blickt man auf eine Saison zurück, die leicht in zwei Teile gesplittet werden kann. Einen erfreulichen und einen weniger erfreulichen.
Trainer Peter Brandenburger erklärt es so: „In der Hinserie hat wirklich alles gepasst, von der Vorbereitung bis zum Glück, das man manchmal einfach braucht. Die Vorbereitung auf die Rückserie lief dann weniger gut, was sich später auch an den Ergebnissen gezeigt hat.“
Mit der Platzierung sehr zufrieden gewesen
Aber es darf kein falscher Eindruck entstehen, bei den Rot-Weißen gab es nämlich keine hängenden Köpfe als am Ende „nur“ der dritte Platz in der Mannheimer Kreisliga herausgesprungen ist. Im Gegenteil: der war eigentlich schon das höchste der Gefühle. Denn mit so einer Platzierung hatte in Rheinau vor dem Rundenstart niemand gerechnet. Guten Fußball spielen, das war die Vorgabe für die junge Mannschaft. Nicht mehr und nicht weniger.
Apropos guter Fußball, der soll auch in Kürze wieder gespielt werden, wenn die neue Saison in der höchsten Mannheimer Spielklasse beginnt. In Sachen Spielsystem wird Brandenburger, der am 12. Juli in die Vorbereitung startet, dann wieder auf eine 4-2-3-1-Variante setzen. Wobei er sich da nicht so festlegen will.
25-Mann Kader zur Verfügung
Der Cheftrainer: „Das mit den Spielsystemen wird meiner Meinung nach ohnehin etwas überbewertet. Die Aufstellung hängt doch immer auch davon ab, welches Personal man gerade zur Verfügung hat.“ Eine Spiel-Philosophie verfolgt er natürlich trotzdem. Und die ist modern ausgerichtet: Mit wenigen Ballkontakten und einem schnellen Pass-Spiel soll zielstrebig in Richtung gegnerisches Tor gespielt werden.

Foto: Spielszene SC Rot-Weiß Rheinau vs. TSV Neckarau.
Seine Mannschaft hat das bereits verinnerlicht – und die bleibt zusammen. Bei Rot-Weiß Rheinau gibt es keine Abgänge zu vermelden. Dafür aber einige Neuzugänge. Vor allem talentierte A-Jugendliche aus dem Rheinauer Umland werden unter Brandenburger anheuern. Da könnte das Gedränge aber groß werden! Brandenburger nickt: „Wir werden anfangs schon um die 25 Spieler inklusive der Torhüter im Kader haben.“
Brandenburger: „Einen Topfavoriten sehe ich nicht.“
Aber wie heißt es doch so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft. Außerdem wird die Personaldecke in Kürze dünner. Allein drei Spieler werden sich aufgrund ihres Studiums eine Auszeit nehmen. „So wie es aktuell aussieht, werden uns alle drei bis zum Winter fehlen“, verrät Brandenburger. Einen Topfavoriten auf den Titel gibt es laut Brandenburger diesmal nicht. Dafür aber eine Reihe von Anwärtern. Insbesondere Rohrhof, Plankstadt und Wallstadt hat er auf der Rechnung. Aber auch Edingen/Neckarhausen und Türkspor Mannheim hat der Fachmann auf dem Schirm.
Den Rot-Weißen hält Brandenburger nun schon in der fünften Saison die Treue. Was im schnelllebigen Fußball-Geschäft schon fast eine kleine Ewigkeit ist. Doch dafür gibt es Gründe. Das Umfeld passt einfach. Brandenburger schwärmt: „Hier kannst du toll arbeiten. Du wirst von Verantwortlichen unterstützt, die eine Super-Arbeit leisten und einen großen Fußball-Sachverstand besitzen.“ Und wer weiß, vielleicht gelingt allen zusammen ja schon bald eine ähnliche gute Hinserie wie in der letzten Saison.
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