Rückblick Kreisliga Mannheim Saison 2013/2014 - Teil 2
Rückblick Kreisliga Mannheim Saison 2013/2014 – Teil 2
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Mi. 18.06.2014
Foto oben: Szene aus dem Spiel zw. dem VfR Mannheim II und dem SC Olympia Neulußheim.
Gestern waren die Teams von Rang 1 bis Rang 8 dran. Heute geht es mit den Mannschaften von Platz 9 bis 15 weiter. Der Tabellensechzehnte LSV 64 Ladenburg I zog vor der Saison seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurück und erfährt somit natürlich keine Wertung.
Der Tabellenneunte: TSG 62/09 Weinheim II
36 Punkte 58:58 Tore
Wohl dem, der einen Torjäger Timo Endres hat. Der Sturmführer des Landesligaabsteigers markierte alleine 22 von 58 Treffern. Unter dem Strich enttäuschten die Bergsträßer, denn Potenzial hatte diese Mannschaft und man konnte mehr erwarten. Dies sah man insbesondere im Schlussdrittel der Saison. Am 23. Spieltag stand das Team von Trainer Michael Wagner auf einem enttäuschenden und dem vorletzten Abstiegsplatz. Die Wende zum Guten gelang ab dem 24. Spieltag mit dem knappen 1:0 Sieg über die SpVgg. Sandhofen. Mit einer nachfolgend positiven Spielserie von fünf Siegen, bei zwei Niederlagen kletterten die Weinheimer aus der Abstiegsregion und verhinderten so, nach dem Abstieg aus der Landesliga, weiter in die Kreisklasse durchgereicht zu werden. Bester Torschütze: Timo Endres (22).
Die SPORTKURIER-Wertung: 3,8
Der Tabellenzehnte: FC Türkspor Mannheim
35 Punkte 63:71 Tore
Der Aufsteiger FC Türkspor Mannheim hat einige interessante, statistische Werte vorzuweisen. Zunächst startete die Mannschaft von Feytullah Genc mit 5 Niederlagen in Folge. Am 6. Spieltag gelang der erste Sieg über den ASV Feudenheim und danach setzte es zwei weitere Niederlagen. Mit 1-0-8 bei 12:31 Toren galten die Türken nach einem Drittel der Saison als Abstiegskandidat Nr. 1. Nach und nach waren Späturlauber zurückgekehrt und man hatte sich auch an diese neue Liga gewöhnt. Nach dem 2:3 Auswärtssieg am 10. Spieltag beim FV 03 Ladenburg ging es aufwärts. Fünf Siege, ein Remis und zwei Niederlagen beförderten den Aufsteiger nach 18 Spieltagen aus der Abstiegszone. In der Rückrunde war der FCT viertstärkstes Team der Liga. Mit 63 erzielten Treffern stellt man mit dem VfR Mannheim II die drittstärkste Offensive. Dagegen zeigte man bei 71 kassierten Gegentreffern die schwächste Defensive. Für einen Aufsteiger hat sich der FC Türkspor sehr ordentlich verkauft. Bester Torschütze: Emre Efe (22).
Die SPORTKURIER-Wertung: 2,8
Der Tabellenelfte: ASV Feudenheim
35 Punkte 50:65 Tore
Sie galten vor der Saison als einer der heißesten Anwärter auf einen Abstiegsplatz. Viele Spieler verließen den Club vor der Saison, viele neue Spieler kamen. Erneut gelang es dem erfahrenen Cheftrainer Karlheinz Lohnert ein „Kreisligataugliches“ Team aus dem Hut zu zaubern. Beachtlich: Die Feudenheimer sind hinter dem Meister FV Fortuna Heddesheim zweitstärkste Heimmannschaft der Liga (9-4-1). Nur ein einziges Spiel musste die Lohnert-Elf an der Laufener Straße abgeben. „Die Heimstärke hat uns natürlich geholfen, die Spielklasse zu halten“, sagte Karlheinz Lohnert. Auswärts sah es hingegen meist „trübe“ aus. Kein einziger Sieg gelang den Feudenheimern auf fremdem „Terrain“.
Mit nur vier Remis steht man in der Auswärtsstatistik auf dem letzten Platz. Gegen Meister Heddesheim blieben die ASV’Ler ungeschlagen und es konnten zwei Unentschieden errungen werden. Zwar bekamen die Feudenheimer die „Kurve“ im Abstiegskampf mal wieder knapp – aber dafür hochverdient. Bester Torschütze: Arbnor Tofaj (11).
Die SPORTKURIER-Wertung: 2,7
Der Tabellenzwölfte: SV Schriesheim
35 Punkte 42:59 Tore
Die Schriesheimer haben gerade noch die richtige Fahrspur gefunden, ansonsten hätten sie direkt die Abfahrt in die Kreisklasse A genommen – da wo die Bergsträßer vor zwei Spielzeiten herkamen. Nach einem guten Saisonbeginn wähnte sich das Team von Trainer Sven Schmid nach 12 Spieltagen schon als einer der Geheimfavoriten auf die ersten Plätze. Zwischen dem 12. und 14. Spieltag waren die Schriesheimer hinter Heddesheim auf dem 2. Tabellenplatz. Zuvor wurden die Spitzenteams SV Rohrhof, SG Oftersheim und Fortuna Heddesheim bezwungen. Ab dem 15. Spieltag war „Schluss mit Lustig“ – da ging es nur noch bergab. Mit 10 Niederlagen, zwei Remis und nur drei Siegen aus den letzten 15 Spielen waren die Schriesheimer in der Rückrunde das schwächste Team der Kreisliga. Nur dank des guten Punktepolsters aus der Hinserie wurde die Spielklasse gehalten. Bester Torschütze: Robin Merbecks und Adrian Mildenberger (jeweils 8).
Die SPORTKURIER-Wertung: 4,3
Der Tabellendreizehnte: SpVgg. 03 Sandhofen
31 Punkte 50:70 Tore
Der ehemalige Landesligist musste direkt absteigen. Es war der zweite Abstieg in drei Spielzeiten. Die Sandhofener waren nach der Hinserie auf dem letzten Tabellenplatz und nicht wirklich jemand setzte noch einen Cent auf die Mannheimer Vorstädter. Aber Trainer Mathias Burosch war es gelungen, eine kampfstarke Mannschaft für die Rückrunde zu formen und auch er, der letztjährige Kreisliga-Torjäger (bei Wallstadt)- schnürte gelegentlich die Kickstiefel. Das Resultat: Die Sandhofener steigerten sich von Spiel zu Spiel und belegten sogar den 7. Tabellenplatz in der Rückrundentabelle (6-2-6). Ganz gereicht hat es trotzdem nicht, denn am Ende fehlten vier Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Bester Torschütze: Besnik Potoku (9).
Die SPORTKURIER-Wertung: 4,5
Der Tabellenvierzehnte: FV 03 Ladenburg
30 Punkte 39:51 Tore
Der „DINO“ der Kreisliga musste direkt absteigen. Nach fast 1,5 Jahrzehnten Kreisligazugehörigkeit, hat es die Römerstädter diese Saison erwischt. Sehr viel Verletzungspech (teilw. fehlten 8 Stammspieler) und ein insgesamt recht kleiner Kader machten auch dem sehr erfahrenen Trainer Rainer Elias zu schaffen. Während der gesamten Spielzeit waren die Ladenburger entweder knapp vor einem Abstiegsplatz, oder auf einem direkten platziert. Die große Serie, um aus dem Tabellenkeller zu kommen, die gelang den Remis-Königen (9) nicht. Auf eigenem Platz zeigte die Elias-Elf oft hartumkämpfte, aber auch erfolgreiche Spiele (6-3-5 bei 26:23 Toren). Auswärts dagegen, reichte es nur zu 9 Punkten (1-6-7). Bester Torschütze: Marco Annese und Thomas Filip (jeweils 8).
Die SPORTKURIER-Wertung: 4,0
Der Tabellenfünfzehnte: SC Olympia Neulußheim
25 Punkte 40:56 Tore
Nur mit jungen Spielern und Eigengewächsen läuft es nicht immer. „Wir haben eine junge und eingespielte Mannschaft. Die wird auch in der Kreisliga bestehen können“, sagte vor der Saison Trainer Gabor Gallai, der mit seinen Jungs gerade in die Kreisliga aufgestiegen war. Die wenigsten Siege (7), die meisten Niederlagen (16) – in der Rückrunde zweitschwächste Mannschaft (11 Punkte). Die Gründe, warum es ein Jahr nach dem Aufstieg wieder nach unten geht, liegen auf der Hand. In vielen Spielen fehlte der Gallai-Elf aber auch das Quäntchen Glück oder man vergab zu viele Torchancen – um das eine und andere Spiel für sich entscheiden zu können. Auch die Breite des Kaders war sicher ein Grund für das Scheitern. Da die SNO keine 2. Fußballmannschaft hat, fehlten Gallai bei verletzungsbedingten Ausfällen auch oft die personellen Alternativen. Bester Torschütze: Maximilian Reuter (10) und Adem Beyaz (9).
Die SPORTKURIER-Wertung: 4,5
Foto: Rhein-Neckar Picture