Rheinaus Alessandro Mormone im Zweikampf mit seinem Plankstadter Gegenspieler.  Bild: lofi

Rheinaus Alessandro Mormone im Zweikampf mit seinem Plankstadter Gegenspieler. Bild: lofi

Rot-Weiß Rheinau hat sich nach Siegesserie in den Fokus gespielt – 0:1 (0:0) Auswärtssieg beim Primus TSG Plankstadt

Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Mo. 30.11.2015

Manche tauchten aber besonders häufig in der „Verlosung“ auf. Der von Rot-Weiß Rheinau zum Beispiel. Richtig spielstark seien die, eingespielt auch.

Als es dann losging, konnten die Rheinauer die Vorschusslorbeeren nicht bestätigen. Der Start war holprig – allerdings auch nicht richtig schlecht. Trotzdem musste man bei den Rot-Weißen phasenweise auch in Richtung unterer Tabellenbereich schielen. Denn der kam mitunter bedrohlich nahe.

Das Problem: Einem guten Spiel folgte meist ein schlechtes. Oder um es mit den Worten von Trainer Peter Brandenburger zu sagen: „Uns sind einfach nie zwei Siege am Stück gelungen und so baust du dir eben kein Selbstvertrauen auf.“

Mittlerweile ist das allerdings anders. Denn Rheinau ist auf die Überholspur eingebogen. Zuletzt sammelte die Brandenburger-Elf vier Dreier in Serie. Und vor allem der letzte kam einem Paukenschlag gleich. Gemeint ist dieses beeindruckende 1:0 vom letzten Sonntag in Plankstadt beim souveränen Tabellenführer. So verschafft man sich Respekt in der Liga. Brandenburger selbst will das Ganze jedoch nicht überbewerten.

Der Trainerfuchs: „Ich muss sagen, dass wir dort eine beeindruckende Mannschaftsleistung abgerufen haben. Jeder hat für jeden gekämpft und ich würde sagen, dass wir mit Glück und Geschick verteidigt haben, aber damit, dass dann auch noch der Siegtreffer fällt, hätten wir nicht gerechnet.“ Grinst er leicht verlegen.

Klar ist aber nun auch, dass sich ab sofort wieder die Fragen nach dem Titelkampf häufen werden. Denn der Abstand nach oben ist kleiner geworden: Als Sechster (26 Punkte) hat Rheinau nur noch sechs Zähler Rückstand auf den Zweiten aus Wallstadt. Im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel ist das ein Katzensprung. Brandenburger sieht das ähnlich, gibt aber zu bedenken, dass es eben auch in die andere Richtung ganz schnell gehen kann. Er betont: „Verlierst du zwei Mal, kannst du ruckzuck wieder abrutschen. Es ist alles ganz eng beisammen. Lediglich Plankstadt, das bereits 40 Punkte gesammelt hat, ist aus meiner Sicht eigentlich nicht mehr aufzuhalten.“

Rheinaus Trainer Peter Brandenburger führte sein Team ins Kreispokalfinale und hat auch in der Liga nach einer kleinen Siegesserie wieder den Blick nach oben gerichtet. Foto: Berno Nix.
 
Am Wochenende wartet nun das letzte Pflichtspiel in diesem Jahr auf die Rot-Weißen – und das hat es in sich. Brandenburger: „Wir treffen auf Lindenhof. Und die spielen bislang eine überragende Runde. Sie haben erst zweimal verloren und sind Dritter. Es ist wichtig, dass wir da nochmals eine gute Leistung zeigen.“ Also einen Sieg landen? „Das wäre natürlich schön, aber ich könnte auch mit einem Punkt ganz gut leben. Dann könnten wir wirklich sehr zufrieden auf die letzten fünf Partien zurück blicken.“

Um dann nach der Winterpause nochmals ganz oben angreifen zu können. Brandenburger wünscht sich das, kennt aber das Geschäft. Der Start in die Rest-Rückrunde sei entscheidend, sagt er. „Und der ist nicht planbar, zumindest jetzt noch nicht.“ Planbar ist aber etwas anderes: die Transferpolitik. Oder will man in Rheinau gar nichts verändern?

„Wir werden jetzt sicher nicht einfach so fünf neue Spieler holen, das hängt eben immer auch damit zusammen, ob uns Spieler verlassen wollen.“ Und diesbezüglich kam noch kein Spieler auf die Verantwortlichen zu. Doch das muss auch nicht immer zwangsläufig so sein: „Manchmal hört man es eben auch durch die Blume, sprich andere Vereine deuten es dir gegenüber an, dass Gespräche mit Spielern aus deinem Kader laufen.“

Rheinau selbst führt auch solche Gespräche: „Es gibt da einen Spieler, den wir sehr gerne hätten und der auch gerne zu kommen würde.“ Um wen es sich dabei handelt, wollte Brandenburger nicht verraten. Noch nicht wohlgemerkt.

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