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Rohrhofs Trainer wehrt sich gegen die Vorwürfe von Daniele Parisi und spricht Klartext
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Do. 29.01.2015
Foto oben: Rohrhofs Chefcoach Musie Sium.
Nachdem eine Online-Plattform mit Daniele Parisi ein Interview führte, bei dem der ehemalige Rohrhofer Spieler diverse Behauptungen aufstellte, will Rohrhofs Chefcoach Musie Sium einiges klarstellen.
Der Erfolgscoach (Kreisliga-Aufstieg/Vizemeister Kreisliga und Kreispokalsieger 2013/2014) sprach mit dem Sportkurier.
Sportkurier: Herr Sium, ihr ehemaliger Spieler Daniele Parisi hat in einem Interview ordentlich gegen Sie „abgeledert“. Unter anderem wirft er Ihnen vor, Ihn in der Kabine nach einem Morgen Masters-Spiel tätlich angegriffen zu haben?
MUSIE SIUM: Ich habe das Interview gelesen, weil ich darauf aufmerksam gemacht wurde. Es ist sehr lächerlich, was Daniele Parisi hier von sich gibt. Eine Tätlichkeit liegt hier auf keinen Fall vor, es waren ja genug Spieler mit in der Kabine, die den Vorfall mitbekamen.
Sportkurier: Um was ging es nach dem Spiel in der Kabine?
MUSIE SIUM: Daniele Parisi wurde von einem seiner Mitspieler nicht angespielt und er regte sich darüber maßlos auf. Ich habe ihm in der Kabine gesagt, dass er sich da nicht wundern braucht, wenn er von seinen Mitspielern auch mal übersehen wird. Bei ihm sei es schon Standard, den Ball eben nicht abzuspielen, wenn andere gut bzw. besser positioniert sind. Mit der Kritik des Trainers kann ein Daniele Parisi anscheinend nicht gut umgehen, ansonsten hätte er sich wohl nicht direkt vor mir aufgebaut und zu mir gesagt: „Halte deine Fresse“. Daraufhin habe ich seinen Kopf weggedrückt. Mit einem tätlichen Angriff hat das nicht einmal im Ansatz etwas zu tun.
Foto: Daniele Parisi links im Bild bei einem Zweikampf. Zwischen ihm und dem SV Rohrhof ist das „Band“ zerschnitten – man geht getrennte Wege.

Sportkurier: Und weiter…
MUSIE SIUM: Daniele Parisi hat dann knapp eine Stunde später in der WhatsApp-Gruppe seinen Rücktritt mitgeteilt: „Unter diesem asozialen Trainer spiele ich nicht mehr“, waren seine Worte. Gerade ein Spieler, der seit Jahren wie oft seine Mitspieler beleidigt hat und nahezu 80 Prozent aller disziplinarischen Fehlvergehen innerhalb der Mannschaft verursacht hat, der kommt mit einer solchen Aussage. Das sagt alles über ihn aus. Wegen seinem unkollegialen Verhalten gegenüber Dritten, haben letzte Saison sogar zwei Spieler den Verein verlassen.
Sportkurier: Und warum haben Sie darauf nicht reagiert?
MUSIE SIUM: Das war mein Fehler, ihn nicht schon längst suspendiert zu haben, denn er war schon sehr lange untragbar für die Mannschaft, auch wenn er mit seinen Toren am Erfolg der Rohrhofer maßgeblich beteiligt war. Es klingt doch wie ein Hohn, mir vorzuwerfen, gegen Spieler bei entsprechendem Fehlverhalten nicht resolut vorzugehen, wenn gerade dieser Spieler ein Fehlverhalten nach dem anderen gezeigt hat und trotzdem weiter an ihm festgehalten wurde.
Sportkurier: Wie haben es der Vorstand des Vereins und die Mitspieler aufgenommen?
MUSIE SIUM: Der gesamte Vorstand des Vereins steht da bedingungslos hinter mir, auch die Mannschaft zeigt sich befreit, jetzt wo Daniele nicht mehr bei uns spielt. Da hat sich bis jetzt kein einziger Spieler auf die Seite von Daniele gestellt. Schon lange kamen seine Mitspieler mit seiner Art und seinem Verhalten und den Beleidigungen die er von sich gab, nicht mehr klar. Sein wahres Gesicht hat er ja in dem Interview gezeigt, indem er lächerliche Aussagen trifft.
Sportkurier: Der Trainer würde berufsbedingt zum Training öfters nicht erscheinen, war ein Vorwurf von Daniele Parisi.
MUSIE SIUM: (lacht) Sorry, ich arbeite in der Logistik einer Firma und es ist abgestimmt, wenn ich die eine und andere Trainingseinheit nicht absolvieren kann. In diesem Falle sind zwei Co-Trainer da, die das Training einwandfrei und gut leiten. In der Vergangenheit haben wir großen sportlichen Erfolg gehabt, sodass auch diese „Breitseite“ von Daniele Parisi gegen mich ins Leere“ läuft.
Sportkurier: Ein Schlusswort ihrerseits…
MUSIE SIUM: Es ist gut, dass Daniele Parisi und der SV Rohrhof getrennte Wege gehen. Ich glaube, hier spreche ich für fast alle. Vielleicht sind jetzt auch einige Leute darauf aufmerksam geworden, wie schwierig Daniele Parisi sein kann für eine Mannschaft, für einen Verein. Den „schwarzen Peter“, den er anderen bzw. mir zuschieben wollte, den kann er gerne selbst behalten.
Foto 1 lofi Foto 2 Berno Nix
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