Kreisligist SG Oftersheim mit bisher durchwachsener Spielzeit / Hardtwälder bleiben hinter den eigenen Erwartungen

Kreisligist SG Oftersheim mit bisher durchwachsener Spielzeit / Hardtwälder bleiben hinter den eigenen Erwartungen

Kreisligist SG Oftersheim mit bisher durchwachsener Spielzeit / Hardtwälder bleiben hinter den eigenen Erwartungen

Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Mi. 31.10.2012

Nach 11 Spieltagen steht die Mannschaft von Alexander Stiehl für viele überraschend – nur auf dem 9. Tabellenplatz. Mit vier Siegen, zwei Remis und fünf Niederlagen weisen die Hardtwälder eine negative Spielbilanz auf. Zwei Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt, aber auch nur fünf Punkte Abstand auf den 4. Platz – lassen Spielraum in jede Richtung offen.

Der Sportkurier hat sich mit Oftersheims Trainer Alexander Stiehl unterhalten:

Sportkurier: Herr Stiehl, sind wir einer Meinung, wenn man von einer bisher wenig überzeugenden Runde der SG Oftersheim sprechen kann?

Alexander Stiehl: Ja, das kann man durchaus. Unsere Ansprüche waren nach einer sehr guten Vorbereitung und den ersten Spieltagen in dieser Saison, andere. Wir konnten nur in wenigen Spielen das zeigen, wozu die Mannschaft auch sicherlich in der Lage sein kann. Aber da spielen eben auch einige Faktoren keine unbedeutende Rolle?

Sportkurier: Die wären?

Alexander Stiehl: In die Saison waren wir ja nach vier Spieltagen mit drei Siegen recht gut gestartet. Einzig die knappe Niederlage gegen Wallstadt stand zu Buche. Aber seit der 2:3 Niederlage im Derby gegen den FV 08 Hockenheim lief es nicht mehr so. Wir hatten an diesem Tage eine schlechte Einstellung zum Spiel gehabt, den Gegner vielleicht auch etwas unterschätzt im Unterbewusstsein – ja, dann kommt eines zum anderen dazu. So eine negative Entwicklung gilt es eben dann auch wieder zu stoppen.

Foto: Team des Kreisligisten SG Oftersheim Saison 2012/2013

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Sportkurier: Wo müssen da speziell die Hebel angesetzt werden?

Alexander Stiehl: Zunächst ist es ja nicht so, dass wir in den Spielen unterlegen wären. Wir erspielen uns Partie für Partie zahlreiche Torchancen, die jedoch nur zum Teil genutzt werden. Bei einer normalen Chancenverwertung würde man wohl keine Krise ausmachen können. Uns fehlt da einfach auch ein Stürmer mit „Killerinstinkt“. Marc Servatius und Kai Korpilla konnten leider bisher noch nicht so als Torschützen in Erscheinung treten, wie wir uns das alle gewünscht haben. Wir werden sehen, ob wir für die Rückserie einen zusätzlichen Angreifer verpflichten können. Derzeit sind wir mit Spielern in entsprechenden Gesprächen.

Sportkurier: Wie sieht es personell aus? sg oftersheim

Alexander Stiehl: Zunächst fiel unser sehr wichtiger Innenverteidiger Marcel Waas aus – für ihn stellte ich Sergej Bender, der normalerweise die 6er Position hervorragend spielen kann – in die Innenverteidigung. Bender hat sich beim Spiel in Sandhofen einen Innenbandriss zugezogen. Nun haben wir zwei sehr wichtige Schlüsselpositionen, auf denen uns starke Spieler fehlen. Das macht sich schon bemerkbar. Dennoch sehe ich alle Spieler des Kaders in der Pflicht, das Optimale abzurufen. Es hat ja auch jeder den Anspruch spielen zu wollen.

Sportkurier: Mangelt es am Selbstbewusstsein der Spieler, nachdem man ja sicher auch von außen etwas Druck verspürt?

Alexander Stiehl: Sagen wir es so: Einige Spieler tun sich schwer, mit Negativerlebnissen umgehen zu können. Auch wenn man in Rückstand gerät, muss man in der Lage sein können, wieder zuzulegen. Auch in Phasen wo es nicht so läuft, muss man mit der entsprechenden Einstellung zu Werke gehen. Das ist leider nicht immer der Fall. Wir werden daher in Zukunft noch genauer darauf achten, wer vom Typ her in die Mannschaft passt und wer nicht.

Sportkurier: Hegt man eigentlich noch Aufstiegsgedanken?

Alexander Stiehl: Wir sind keine Spitzenmannschaft. Aufstiegsgedanken hatten wir vor der Saison nicht und daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Im Verein haben wir die sportliche Zielsetzung auf einen Aufstieg in die Landesliga auf ein Zeitfenster von zwei, drei Jahren ausgelegt. Darauf arbeiten wir hin. Sicher wollten wir in dieser Saison schon oben mitspielen und das ist uns bisher nicht gelungen. Aber ich bin auch zuversichtlich, dass wir uns da weiter nach oben spielen werden.img 7737

Sportkurier: Haben Sie zeitweise das Gefühl gehabt – ihr Trainerstuhl würde wackeln?

Alexander Stiehl: Nein. Wir stehen da auch im ständigen Dialog. Vorstand Uwe Rabe, der Spielausschussvorsitzende Holger Müller und der sportliche Leiter Rüdiger Hertlein können sehr wohl die sportliche Situation einschätzen.

Sportkurier: Wie sieht es bei den Fans aus – ist Unzufriedenheit zu spüren?

Alexander Stiehl: Natürlich spürt man die. Wir haben von sechs Heimspielen nur ein einziges für uns entscheiden können, da kann man die Zuschauer auch verstehen, wenn Sie sich unzufrieden zeigen. Es ist aber auch klar, dass es verunsicherten Spielern dann auch nicht leichter fällt, wenn hier und da die Kritik zu laut oder zu offensichtlich wird. Wir hoffen da bald die Kurve zu bekommen und wieder zu alter Heimstärke zu finden.

Sportkurier: Heute Abend geht es im Kreispokalviertelfinale bei der LSV 64 Ladenburg um den Einzug ins Halbfinale. Wie zuversichtlich sind Sie?

Alexander Stiehl: Wir gehen immer mit der Einstellung in ein Spiel, es auch für uns entscheiden zu wollen. Das ist hier im Pokal nichts anderes, denn da zählt nur ein Sieg für das Weiterkommen. Ladenburg ist auf eigenem Platz noch stärker als auswärts und diese Heimstärke werden sie in die Waagschale werfen wollen. Uns fehlt heute Abend Kapitän Marco Rocca, was auch noch erschwerend hinzukommt, aber ich bin dennoch zuversichtlich.

Fotos: lofi

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