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FV Fortuna 1911 Heddesheim gewinnt gegen Neulußheim 2:1 und steht mit einem Bein in der Landesliga
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am So. 27.04.2014
Foto oben: Fillippo Cottone trifft zur 2:0 Führung für die Fortuna.
Die Verfolger DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen, TSG Lützelsachsen und der SV Rohrhof patzten dagegen – verloren ihre Spiele.
Foto: Mathias Pfitzner (weißes Trikot) spielte gewohnt souverän in der Defensive der Heddesheimer.
Fortuna Heddesheim so gut wie durch
Nun beträgt der Vorsprung des Aufsteigers sechs Spieltage vor Saisonende bereits 11 Zähler vor dem Zweiten Edingen-Neckarhausen. Die TSG Lützelsachsen, als auch die SG Oftersheim und SV Rohrhof sind abgeschlagen. Es läuft auf einen Durchmarsch und zweiten Aufstieg in Folge, für die Fortuna hinaus. Auf dem Wege zur Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga Rhein-Neckar können sich die Heddesheimer jetzt nur noch selbst schlagen, oder es tun die Schiedsrichter.
Foto: Heddesheims Markus Engel zieht ab. Der agile Mittelfeldspieler hatte mehrere Torchancen auf dem Fuße.
Denn die meinen es zurzeit nicht gut mit den Heddesheimern. Gegen Weinheim II erhielt Torjäger Habib Arifi die Rote Karte, obwohl er im Zweikampf mit einem Weinheimer Spieler mit gestreckten Bein gefoult wurde und nicht umgekehrt. Drei Wochen Sperre und Fehlzeit auch im Spitzenspiel bei Edingen-Neckarhausen hatte dies zur Folge.
Heddesheimer werden benachteiligt
In dieser Partie führte die Fortuna dann ohne den gesperrten Arifi gegen eher harmlose Hausherren 1:0, als der Linienrichter in der 2. Halbzeit ein Handspiel der Fortuna im Strafraum gesehen haben wollte. Er war somit der einzige im Stadion, der ein solches vernahm. Nicht einmal Schiedsrichter Gonzales oder die Trainerbank der Edingen-Neckarhausener hatten da etwas gesehen. Durch diese erneut krasse bzw. unerklärliche Entscheidung kassierten die Heddesheimer den Ausgleich und unterlagen am Ende mit 2:1 Toren.
Foto: Krasse Fehlentscheidung von Schiedsrichter Bernhard GRünewald, der nach einem „Allerwelts-Zweikampf“ vollkommen überzogen gegen Heddesheims Sebastian Pah die Rote Karte zieht.
Gegen die Neulußheimer wurde am heutigen Sonntag Spielmacher Sebastian Pah in der 77. Minute mit Rot des Feldes verwiesen, der nun in den entscheidenden Spielen um den Titelgewinn fehlen wird. Was war zuvor passiert? Ein Neulußheimer hatte Sebastian Pah angespuckt und musste folgerichtig mit Rot vom Platz. Pah blieb trotz dieser unerfreulichen Aktion recht gelassen und als Dank wurde er sieben Minuten später nach einem ganz normalen Zweikampf mit „glatt-Rot“ des Feldes verwiesen.
Heddesheims Coach Rene Gölz kann die Entscheidung des Referees auch nicht fassen. Erneut eine Rote Karte gegen die Fortuna.
Der schwächste Akteur auf dem Platz: SHR Grünewald
Eine durchweg indiskutable Leistung von Schiedsrichter Bernhard Grünewald aus Elztal, der reihenweise Fehlentscheidungen traf und so beide Fanlager in der 2. Halbzeit gegen sich aufbrachte. Warum der Fußballkreis bei solchen Spielen nicht erfahrene Schiedsrichter aus dem Fußballkreis Mannheim einsetzt, sondern Schiedsrichter aus dem Elztal, die auf Nachfrage nach dem Spiel noch nicht einmal die Tabellenkonstellation beider Teams kannten (Aufstiegskampf/Abstiegskampf)- ist weniger nachvollziehbar.
Foto: Auch Handball wurde in Heddesheim gespielt. Nach einer Handballvorlage von Neulußheims Christian Thorn netzte Neulußheims Reuter zum 2:1 Anschlusstreffer ein.
Zum Spiel: Die Fortuna von Beginn an hochüberlegen und mit Chancen durch Engel (5./20.), Pah (12.), Carotenuto (28.), Kuhnhold (38.). Dazu kamen zwei Lattentreffer durch Cottone (32.) und Marino (41.). Eine Riesenchance hatten auch die Neulußheimer in der 21. Minute durch Maximillian Reuter, der aus kurzer Distanz am Tor vorbeizielte. „Wir müssen da schon zur Pause mit drei, vier Toren vorne liegen, aber Neulußeims Keeper Philipp Karpf hatte einige nahezu unhaltbare Bälle pariert“, so der Fortuna-Coach. Ein Tor war dann doch noch gefallen. Sebastian Pah hatte nach einer schönen Flanke aus dem Halbfeld aus 6 Metern Distanz zum 1-0 eingeschoben (42.).
Fortuna gewinnt hochverdient und steht kurz vor dem größten Triumph der Vereinsgeschichte
In der 2. Halbzeit legten die Heddesheimer nach. Fillipo Cottone hatte nach Vorarbeit von Markus Engel zum 2:0 (70.) eingenetzt, danach wurden gegen gefällig spielende Neulußheimer etliche klare Torchancen vergeben. Dann trat Schiedsrichter Bernhard Grünewald in Erscheinung, der zunächst wegen einer „Spuckattacke“ Neulußheims Julian Müller mit Rot vom Platz stellte. Sieben Minuten später war es Heddesheims Sebastian Pah, der wegen Nichts mit „Glattrot“ vom Platz durfte.
Foto: Die Fortuna-Defensive ließ nichts mehr anbrennen in der Schlussphase.
Zu guter Letzt durfte sich Neulußheims Christian Thorn einen Flankenball mit ausgetrecktem Arm vorlegen und seine Hereingabe netzte Maximillian Reuter mit einem somit irregulären Treffer zum 2:1 Endstand (88.) ein.
Rene Gölz: „Zur Schiedsrichterleistung sage ich gar nichts – nur so viel, wir werden aktuell über Gebühr benachteiligt. Der Mannschaft ein Kompliment, denn gegen eine tapfer kämpfende Neulußheimer Mannschaft haben wir viele klare Torchancen herausgespielt. Nur haperte es heute am Abschluss. Wir haben seit Wochen gleich vier, fünf Stammspieler die wegen Verletzung fehlen und dazu noch zwei Feldverweise und Sperren zu verkraften. Daher muss man mit den gezeigten Leistungen mehr als zufrieden sein. Wir sind auf einem guten Wege.“
Foto: Heddesheims Steven Kuhnhold war ein ständiger Unruherd für die Neulußheimer Abwehr. Der Mittelstürmer blieb jedoch glücklos.
FV Fortuna Heddesheim – SC Olympia Neulußheim 2:1 (1:0)
Tore: 1:0 Sebastian Pah (42.), 2:0 Fillipo Cottone (70.), 2:1 Maximillian Reuter (87.)
Schiedsrichter: Bernhard Grünewald (Elztal)
Beste Spieler: Steffen Damm, Giuseppe Marino, Mathias Pfitner, Markus Engel (Fortuna Heddesheim). Maximillian Reuter, Philipp Karpf (Olympia Neulußheim)
Fotos: Rhein-Neckar Picture