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Der Sportkurier im Doppelinterview mit Bernd Großmann und Christian Emig
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Fr. 25.01.2013
Beide Cheftrainer sind seit Saisonbeginn 2012/2013 neu in ihren Clubs. Beide Coaches haben einen nicht unerheblichen Neuaufbau in ihrem Kader vorgenommen. Beide arbeiten sehr erfolgreich (Wallstadt Tabellenführer) und (Edingen-Neckarhausen Tabellenzweiter).
Foto: Bernd Großmann an der Linie. Der engagierte Chefcoach der Wallstädter ist während eines Spiels unermüdlich an der Seitenlinie unterwegs.

Und „last but not least“ – beide Trainer haben dieser Tage ihre Verträge mit Ihren Vereinen frühzeitig verlängert. Grund genug, um sich mit Bernd Großmann und Christian Emig zu unterhalten.
Sportkurier: Sie haben beide frühzeitig bei ihren Clubs verlängert. Was waren dafür die ausschlaggebenden Gründe?

BERND GROßMANN: Ich hatte vor meinem Engagement hier in Wallstadt mehrere Jahre in der Jugend des SV Waldhof gearbeitet und wollte ja, was den zeitlichen Aufwand betrifft, kürzer treten. Zudem hat es mich wieder gereizt die Aktiven zu trainieren. Ja, und die Arbeit war ja im ersten halben Jahr sehr erfolgreich. Wir sind Tabellenführer und stehen im Mannheimer Kreispokalendspiel. Die Zusammenarbeit mit meinen Mitstreitern ist vertrauensvoll und wir wollen gemeinsamen Erfolg. Daher auch meine frühzeitige Zusage.
CHRISTIAN EMIG: Für uns war es nach der sehr erfolgreichen Arbeit in der Hinserie wichtig, ein Zeichen für die Mannschaft zu setzen. So wissen die Spieler auch mit welchem Trainer sie in die neue Saison gehen. Dies ist auch hilfreich, bei den bald anstehenden Verhandlungen für die neue Saison. Darüber hinaus verläuft hier die Zusammenarbeit mit den Funktionären sehr gut. Wir, im Trainerstab bekommen den Rücken freigehalten – können uns ausschließlich auf unsere Trainingsarbeit konzentrieren.
Foto: Christian Emig (im Hintergrund) hat aus der Spielgemeinschaft ein Spitzenteam der Kreisliga geformt.

Sportkurier: Da muss man noch mal nachsetzen. Inwieweit finden Sie rund um das Team Unterstützung?
CHRISTIAN EMIG: In Dagobert Bauer und Udo Döbele haben wir fachkundige und engagierte Spielleiter. Abteilungsleiter Alexander Jakel bringt sich in den organisatorischen Bereich sehr gut ein – und mein Co-Trainer Uwe Kümmel, als auch Torwarttrainer Martin Ochwart unterstützen mich in der intensiven
Trainingseinheit. Vor jedem Training sprechen wir die Traininingsinhalte von der ersten bis zur letzten Minute durch. Die Spieler sollen ein intensives und abwechslungsreiches Training geboten bekommen.
BERND GROßMANN: Das ist bei uns nicht viel anders. Es ist ungemein wichtig, dass sich ein Trainer auf die Mannschaft, das Training und eben auf das sportliche im Allgemeinen konzentrieren kann. Wenn man da viele Nebenkriegsschauplätze hat, dann leidet die Arbeit im Team darunter. Mit Werner Faschingbauer
haben wir einen emsigen Spielausschuss und auch mein Team um Co-Trainer Jens Röger – TW-Trainer Denis Falkner und unserem Betreuer Jürgen Rechkemmer ist sehr wichtig.
Sportkurier: Mit welcher Erwartung gehen sie in die Rückserie?
BERND GROßMANN: Unser Ziel ist es den aktuell 1. Tabellenplatz bis Saisonende zu verteidigen. Understatement wollen wir keines betreiben, denn unser aller Ziel ist diese Saison der Aufstieg in die Landesliga und der Gewinn des Kreispokalfinales gegen den starken A-Ligisten Germania Friedrichsfeld. Wir wollen natürlich in der Liga auch nicht unsere unmittelbaren Verfolger, Edingen-Neckarhausen und den SV Rohrhof aus den Augen verlieren. Beides sehr gute Mannschaften, die uns keinen Zentimeter Boden schenken werden.
CHRISTIAN EMIG: Vor der Saison war nur schwer einzuschätzen, wohin der Weg führt, nach diesem Neuaufbau. Nach der Hinserie muss man sagen, dass das Potenzial in der Mannschaft vorhanden ist – um oben mitzuspielen. Wir wollen diesen 2. Platz definitiv verteidigen, wenn möglich sogar noch Wallstadt „kitzeln“. Ein Aufstieg käme für uns früher, als im Plan vorgesehen – aber natürlich hätten wir nichts dagegen, wenn es schon in dieser Saison klappen würde. Es sind noch 16 Spiele und wir müssen alles abrufen, um auch am Ende erfolgreich zu sein. Wir haben mit dem Training schon begonnen und die Mannschaft zieht sehr gut mit. Jedem ist bewusst, um was es geht.
Foto: In der Hinserie gab es oft Grund zum jubeln bei den Wallstädtern. Gehts nach Bernd Großmann, dann kann sich dies in der Rückrunde fortsetzen.
Sportkurier: Was hat sich bei ihren Teams personell getan?
CHRISTIAN EMIG: Neuzugänge haben wir keine zu vermelden. Verlassen hat uns Torhüter Bastian Orth, der zum ASC Neuenheim gewechselt ist. Bastian war in der Hinserie nicht die Nr. 1, aber er ist ein hervorragender Schlussmann. Wir wollten ihm „keine Steine“ in den Weg legen. Markus Helbig zog sich einen Kreuzbandriss zu. Er war ein ganz wichtiger Spieler für unser Team und der Verlust wiegt schwer.
BERND GROßMANN: Wir haben Defensivspezialist Kristijan Vidakovic (VfR Bürstadt) verpflichtet und von TSG 62/09 Weinheim kamen unsere ehemaligen Spieler Mirko Gudelj und Tobias Steinbach zurück. Steinbach wird demnächst an der Schulter operiert, insofern können wir mit ihm in der Rückserie nicht unbedingt planen. Verlassen hat uns Sükrü Kestek, der zur DJK Jungbusch wechselt. Sein Bruder ist dort Trainer. Kestek hatte in der Hinserie bei uns keinen Stammplatz. Nachteilig für uns: Wir müssen vorerst auf Markus Weich verzichten, denn er wird Anfang Februar an der Leiste operiert. Wir gehen da von einer Pause zwischen drei und acht Wochen aus. Der Ausfall wirkt natürlich schwer, da Markus einen Stammplatz im Team hatte.
Foto 1 Spvgg – Foto 3 VfR – Foto 4 Rhein-Neckar Picture
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